
Das Gesetz der Sanduhr
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Das Buch beschäftigt sich mit Zeitlichkeit und Altern. Altern bedeutet die Entvölkerung der Welt von vertrauten Gesichtern. Es zeigt die Perspektivlosigkeit des Älterwerdens: Die mögliche Zukunft erscheint entfremdet, das, was im fortgeschrittenen Alter noch kommen mag, wirkt konturlos, verschwommen und schal. Doch auch der Rückblick auf die Vergangenheit ist nicht erbaulich; er offenbart die improvisierte Zufälligkeit der Ereignisse - Bedeutungslosigkeit. Die Erzählung widerspricht der gekünstelten und eitlen Verherrlichung des Alterns. Solche Darstellungen sind nichts weiter als Täu...
Das Buch beschäftigt sich mit Zeitlichkeit und Altern. Altern bedeutet die Entvölkerung der Welt von vertrauten Gesichtern. Es zeigt die Perspektivlosigkeit des Älterwerdens: Die mögliche Zukunft erscheint entfremdet, das, was im fortgeschrittenen Alter noch kommen mag, wirkt konturlos, verschwommen und schal. Doch auch der Rückblick auf die Vergangenheit ist nicht erbaulich; er offenbart die improvisierte Zufälligkeit der Ereignisse - Bedeutungslosigkeit. Die Erzählung widerspricht der gekünstelten und eitlen Verherrlichung des Alterns. Solche Darstellungen sind nichts weiter als Täuschungen, geschaffen, um Bestseller zu platzieren. Ebenso werden die vergeblichen, künstlichen Wiederbelebungsversuche der Vergangenheit abgelehnt, wie auch das Lamentieren jener, die mit der Veränderung der Welt nicht zurechtkommen ("früher war alles besser"). Der Glaube als Fallschirm vor dem bodenlosen Tod ist hier ebenso fremd wie die kläglichen Versuche, "ewig" zu leben oder sich für eine rettende Zukunft einfrieren zu lassen. Alt wird man schlicht dadurch, dass man nicht jung stirbt. Gegen die Tyrannei der Zeit helfen keine Revolutionen.