
Sidonie-Gabrielle Claudine Colette
Buch mit Leinen-Einband
Chéri
Roman aus dem Französisschen, Neuübersetzung von Ulrike Lemke
Übersetzung: Lemke, Ulrike
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Colettes bekanntester Roman "Chéri", der 1920 veröffentlicht wurde, handelt von der alternden Halbweltdame Léa, die sich in den Sohn einer Freundin verliebt. Sie beginnt eine Liebesbeziehung mit dem nicht einmal halb so alten Chéri. Und das Verhältnis geht gut, bis Chéris Mutter beschließt, ihn zu verheiraten.In einem poetisch-erotischen Stil beschreibt Colette die gegenseitige Zuneigung des Paars in seiner luxuriösen Umgebung - die Abhängigkeit des jungen Mannes von der älteren Frau, die sich stolz gegen das Altwerden wehrt und am Ende doch ihren Frieden damit schließt.
1873 in Saint-Sauveur-en-Puisaye geboren, sollte Colette eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Frankreichs werden. Ihre ersten Werke schrieb sie als Ghostwriterin in der Romanfabrik ihres ersten Mannes. Nach der Trennung betätigte sie sich neben dem Schreiben weiterer Liebesromane unter anderem als Journalistin, Schauspielerin und Pantomimin. 1920 wurde sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt - kurz vor ihrem Tod erreichte sie den Rang eines Großoffiziers. 1945 wurde sie zudem in die Académie Goncourt aufgenommen und 1949 zu deren Präsidentin gewählt. Als Colette 1954 starb, wurde sie als erste Frau Frankreichs mit einem Staatsbegräbnis geehrt.
Produktdetails
- Perlen der Literatur 30
- Verlag: Input-Verlag
- Originaltitel: Chéri
- Seitenzahl: 188
- Erscheinungstermin: 4. August 2024
- Deutsch
- Abmessung: 206mm x 122mm x 15mm
- Gewicht: 280g
- ISBN-13: 9783941905658
- ISBN-10: 3941905651
- Artikelnr.: 70008770
Herstellerkennzeichnung
Input Verlag
Schmarjestraße 42
22767 Hamburg
info@input-verlag.de
„Das menschlichste Herz der französischen Literatur“ hat Marcel Proust die Autorin Colette einmal genannt und damit die große Kunst dieser französischen Jahrhundertautorin durchaus treffend beschrieben. Denn die Windungen und Wendungen des Zwischenmenschlichen beschreibt …
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„Das menschlichste Herz der französischen Literatur“ hat Marcel Proust die Autorin Colette einmal genannt und damit die große Kunst dieser französischen Jahrhundertautorin durchaus treffend beschrieben. Denn die Windungen und Wendungen des Zwischenmenschlichen beschreibt sie so eingängig wie messerscharf.
In Colettes Roman Chéri hat eine mittelalte Lebedame - die wohlhabende Léa - eine Beziehung mit einem jungen Mann, den sie mütterlich nur Chéri nennt. Eine alles andere als gesellschaftlich angemessene Verbindung für das Erscheinungsjahr 1920, noch dazu, weil sie außerehelich und explizit erotisch daherkommt.
Als Chéri mit einer Debütantin verheiratet wird, stürzt das sowohl ihn als auch Léa in existenzielle Krisen und führt schließlich zur Auseinandersetzung mit der Natur ihrer Beziehung.
Colettes empathisch-analysierender Stil und ihre ironische Erzählweise machten den Kurzroman für mich zu einem Lesevergnügen. Ich wurde dabei des Öfteren an die von mir sehr geschätzten Non-Maigrets von Georges Simenon erinnert, wobei Colette die Zeichnung einer weiblichen Protagonistin besser gelingt (insoweit weist das Werk Simenons regelmäßig ein Manko auf). Da überrascht es wenig, dass es eben jene Colette war, die Simenon am Anfang seiner Karriere den Rat gab, so einfach zu schreiben wie möglich und alles Überflüssige wegzulassen. Ein stilprägender Ratschlag.
Wer eine wichtige Stimme der französischen Literatur entdecken möchte, ist mit dieser gelungenen und wie immer stilsicher gestalteten Ausgabe aus dem Input-Verlag bestens bedient.
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