Der Klimawandel bringt nicht nur extremes Wetter mit verheerendem Starkregen, Hagel und Hitzewellen mit sich - jüngst bis 50° C in Kanada -, sondern er verursacht auch dramatische Fluchtbewegungen. Hinzu kommt die soziale Ungerechtigkeit. Es steht also nicht gut um unsere Welt!
Doch Diplom-Meteorologe Sven Plöger und Christoph Waffenschmidt, Deutschland-Chef von World Vision, weiten den Blick: Sie streiten leidenschaftlich für die Wahrheit und gegen die Verharmlosung wissenschaftlich nachweisbarer Fakten. Packend und leicht verständlich zeigen sie die komplexen Auswirkungen der globalen Veränderungen auf. Aber dabei bleiben sie nicht stehen. Die beiden Freunde begeistern mit ihren Erzählungen über kreative Initiativen, die Zukunftsperspektiven aufzeigen und Hoffnung wecken: Von Tony Rinaudo und seinen Aufforstungsprojekten in Niger und Äthiopien, bis zur überraschend freundlichen Flüchtlingspolitik in Uganda. Oder den vielen kleinen, aber smarten "Gamechangern", die lokal oft mehr Fortschritt auslösen als gewaltige Mammutprojekte.
Ihr ermutigendes Resümee: Noch können wir den Kurs korrigieren - wenn wir gemeinsam in die vielen guten Entwicklungen investieren, die bereits vorhanden sind oder gerade entstehen. Denn wir müssen es besser machen.
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interessante Impulse und Denkansätze
julzpaperheart am 03.12.2021
Bewertungsnummer: 1617066
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Wenn ich mir also eine bessere Gesellschaft oder eine bessere Welt wünsche, dann muss ich bei mir selbst anfangen.“ (S. 242)
Das Buch „Besser machen!“ von Diplom-Meteorologe Sven Plöger und der Deutschland-Chef von World Vision nimmt die die aktuelle klimatische Lage der Welt in den Fokus und möchte den Blick der Leser auf interessante Ideen richten und ermutigen es in Zukunft besser zu machen!
Die beiden Autoren nennen anschauliche aktuelle Beispiele aus der Welt, sowohl global als auch national gesehen, wie z. B. die klimatisch bedingten Wetterumschwünge der letzten Jahre. Darüber hinaus bekommt man eine kleine Übersicht über unterschiedliche Menschen und ihre Projektideen. Die Erklärungen sind leicht verständlich und gut dargestellt.
Das Buch ist unterteilt in vier Abschnitte und sehr fesselnd geschrieben. Das Thema beschäftigt mich in letzter Zeit doch sehr und umso interessanter fand ich die hier dargestellten Ansätze und Aussagen. Es ist schwierig an einen Punkt zu kommen, wo sich alle Gedanken um die Zukunft machen, doch wenn wir nicht jetzt anfangen vor der eigenen Tür zu kehren, wann dann? Und wer soll es sonst machen? Die lockeren Dialoge gaben den sachlichen Ausführungen eine gewisse Lockerheit und untermauern dennoch die Wichtigkeit dieses Themas.
Es bringt nichts anderen irgendwelche Vorwürfe zu machen, wir sitzen alle im selben Boot und tragen alle dazu bei, die Zukunft besser zu gestalten, sowohl die jüngere Generation als auch die Älteren in der Gesellschaft!
Zwei Freunde im Zwiegespräch:…
Amelia_Sunsign am 24.11.2021
Bewertungsnummer: 2791934
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwei Freunde im Zwiegespräch: von World Vision & und Wetterfröschen Vielen Dank den beiden Autoren ( und Adeo) für dieses unglaublich gute Buch, dass hier viel Lesefreude, Humor, aber auch ernste Themen an den Tag gebracht hat. Ich habe viel gelernt! Ich sehe das Wetter mit anderen Augen und ziehe meinen Hut vor den beiden Gesprächspartnern, die sich hier auf Augenhöhe begegnen. Der Einstieg ins Buch hat mir bereits sehr gut gefallen. Ich habe schon einige Bücher mit Stichwort 'Nachhaltigkeit' gelesen, weil es mich einfach interessiert und ich gerne mehr wissen möchte. Normalerweise beleuchten die meisten Bücher nur ein Thema. Was mir hier sehr gut gefällt, dass zwei Themen zusammenkommen - das Wetter/Klima und die Entwicklungshilfe/soziale Komponente. Hier wird klar, wie wichtig es ist, dass eben beides sich, idealerweise, wie ein Zahnrad zusammen fügen sollte. Mir gefällt der positive Ansatz, der hier im Buch zu finden ist, das sorgt für vielerlei Gedankenblitze: ''Was dabei enorm helfen kann, ist ein freies Denken, jenseits von festgefahrenen Strukturen.'' Das Buch erläutert anhand von Fallbeispielen die bedrohliche Lage, in die die Menschheit schlittern könnte, wenn nichts geschieht. Stichwort Abholzung des Amazonas-Regenwaldes: ''Das sind zehn Fußballfelder dieses kostbaren Waldes, die in jeder Minute - das muss man sich mal vorstellen!- maßgeblich durch menschliches Wirken von diesem Planeten verschwinden.'' Die beiden Autoren geben zudem Tipps, wie man es besser machen kann. 1. Tipp, den die Autoren hier geben: ''Ausprobieren, kleine Ansätze finden und einfach machen. Machen, machen, machen.'' Alles ist miteinander verbunden! ''Klima, Gesellschaft, Gesundheit, Geld, das alles ist viel enger miteinander verzahnt, als es uns oftmals bewusst wird.'' Hier wird die Geschichte von dem Jungen Innocent erzählt, der mittlerweile als Botschafter für World Vision arbeitet. Er konnte flüchten, aber vielen Kindern, die verschleppt worden sind, war/ist das nicht möglich. Innocent ist ein Beispiel dafür, dass die Arbeit und Hilfe nicht umsonst ist. Das Beispiel der aus Europa importierten Zwiebeln nach Kamerun finde ich auch gut gewählt. Das zeigt, dass oft günstigere Ware aus dem Ausland importiert wird und die gleichen heimischen Produkte dadurch schlechter verkauft werden können. Man sieht, dass dies überall auf der Welt passiert. Das Thema zur fairen Bezahlung finde ich etwas, dass schon lange angegangen werden muss. Hier kann das Konzept Fairtrade ein Vorbild sein, auch wenn es nur auf einen kleinen Teil der Produkte auf dem Markt zutrifft. Die Frage ist, wollen die meisten das? Ist es im Großen umsetzbar? ''Kümmert euch auch ordentlich um diejenigen, die eure Gewinne erst möglich machen.'' Mikroplastik und Plastikmüll im Meer wird auch angesprochen. Wünschenswert wäre es, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit wichtiger werden, als der finanzielle Mehrwert. Die Experten meinen, dass das der Weg zu effektivem Klimaschutz ist. 2. Tipp: Dem Thema Klimawandel ist nur in kleinen vernünftigen Schritten beizukommen. Einsicht: ''Ich wage es zu behaupten, keine einzelne Person auf dieser Welt wird es schaffen, die Welt allein zu retten.'' - Veränderungen brauchen Zeit, das vergessen wir vielleicht manchmal, indem wir sofort nach Lösungsansätzen suchen, oder diese von anderen einfordern. - kein kurzfristiger Erfolg, sondern langfristiges Denken - kein Reden, Abwägen, Argumentieren: Handeln Hier lernt man viel zum Fachwissen über das Wetter und das Klima, sowie Patenschaften und den 17 Zielen für die Nachhaltigkeit. Gerne würde ich mit beiden auch mal an einer Feuerstellen/ Kamin sitzen und bei einem Glas Wein über Themen und Weltgeschichte diskutieren. Empfehlung!
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