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Anna geht davon aus, dass es ein Menschenrecht ist, sich immer wieder neu zu erfinden. Konventionen sind ihr reichlich egal. In ihrem Austauschjahr in Kalifornien entsteht eine tiefe Freundschaft zu ihrer Gastschwester Nora. Als Nora ungewollt schwanger ist und das Kind abtreiben will, springt Anna ins Vakuum und will, gegen sämtliche Widerstände, die Rolle des werdenden Vaters übernehmen. Dann jedoch überstürzen sich die Ereignisse und am Ende des Buches ist kein Stein mehr auf dem anderen. Anna aber steht. Und wie.
1969 in Bern geboren, arbeitete als Schauspielerin, inszenierte Stücke und begann irgendwann selbst welche zu schreiben. 2002 gründete sie das Theater Gurten in Bern, dessen Stücke sie größtenteils selbst schreibt und inszeniert. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2020 erschien ihr erster Roman Anna der Indianer.
Produktdetails
- Verlag: Schöffling
- Seitenzahl: 317
- Erscheinungstermin: 16. August 2022
- Deutsch
- Abmessung: 208mm x 132mm x 30mm
- Gewicht: 460g
- ISBN-13: 9783895611438
- ISBN-10: 3895611433
- Artikelnr.: 63737852
Herstellerkennzeichnung
Schoeffling + Co.
Kaiserstr. 79
60329 Frankfurt
info@schoeffling.de
»Livia Anne Richards präzise Arbeit, ihre Leidenschaft, ihre Sensibiltät für Atmosphäre und ihr Sinn für für das zutiefst Menschlichste verraten eine Handschrift, die man als eine ganz persönliche erkennt: Fein und energisch zugleich ist sie.« NZZ»Livia Anne Richard gelingt es auf leichtfüssige und sehr plastische wie authentische Art, auch schwere Themen zu vermitteln.« Peter Wäch / Jungfrau Zeitung»'Anna der Vater' ist ein spannendes Plädoyer für das Leben jenseits der Konventionen.« Michael Fellner / Berner Zeitung
Livia Anne Richard gelingt in ihrem zweiten Roman Anna der Vater auf warmherzige, nicht ins Kitschige abdriftende Art & Weise eine Antwort auf die Frage: Was macht Familie aus?
Das Buch handelt auf zwei Zeitebenen: Einerseits folgen wir der 19-jährigen Anna während ihres …
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Livia Anne Richard gelingt in ihrem zweiten Roman Anna der Vater auf warmherzige, nicht ins Kitschige abdriftende Art & Weise eine Antwort auf die Frage: Was macht Familie aus?
Das Buch handelt auf zwei Zeitebenen: Einerseits folgen wir der 19-jährigen Anna während ihres Austauschjahres in San Francisco Ende der 1980er, andererseits der 51-jährigen Anna auf La Gomera & in der Schweiz in der Jetztzeit.
Die 19-jährige Anna ist ein Teenager mit einem ganz eigenen Kopf, die unverblümt, unverstellt, aber auch sehr mutig & impulsiv ist. Als ihre gleichaltrige Gastschwester & beste Freundin Nora ungewollt schwanger wird, beschließt Anna die Rolle auszufüllen, die der als Vater unwillige & untaugliche biologische nicht leisten kann. Sie wird den Kindern ein Vater & es entsteht gegen alle Konventionen eine enge Bindung, die ein Leben lang dauern wird, ohne dass Nora und Anna ein Paar wären.
Die 51-jährige Anna erleben wir zunächst auf La Gomera, wo sie daran scheitert ein Buch zu schreiben, dafür aber einen Mann kennenlernt. Weiter begleiten wir sie in die Schweiz & tauchen in ihr Familienleben mit Nora ein.
Anna der Vater hat mich sehr gut unterhalten, es liest sich federleicht, ohne dass man das Buch auf die leichte Schulter nehmen könnte. Denn es sind viele schwere Themen in diesem Roman enthalten: Teenagerschwangerschaft, Abtreibung, Krebs, Demenz, Alkoholismus, Spielsucht, Intersexualität. Alle diese Themen sind aus dem Leben gegriffen & so ungewöhnlich die Geschichte dieses Romans auch daherkommt, so findet sich zwischen den beiden Buchdeckeln doch eines wieder: das Leben.
Anna der Vater wird auch von seinen Figuren getragen, Anna könnte z. B. mit ihrer Naivität & ihrem unverstellten Glauben an das Gute in den Dingen & Menschen leicht abrutschen ins Schablonenhafte. Es ist der Verdienst der Autorin, dass es hierzu nicht kommt & man mit der Zeit große Sympathie für Anna und die übrigen Protagonisten entwickelt.
Anna der Vater ist der zweite Band einer Trilogie, funktioniert aber auch als in sich geschlossener Roman.
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