Sebastian Kleinschmidt Thomas A. Seidel
Gebundenes Buch
Angst, Glaube, Zivilcourage
Folgerungen aus der Corona-Krise
Herausgegeben: Seidel, Thomas A.; Kleinschmidt, Sebastian
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Die Pandemie ist vorbei. Die Trauer um die Opfer der Krankheit bleibt. Die Verzweiflung der Menschen, die unter Long COVID oder Post Vac leiden, ebenso. Es ist höchste Zeit, furchtlos, sachgerecht und couragiert die aktuellen Erkenntnisse zur Herkunft und Wirkung von "COVID-19" zu analysieren. Auch nach den Kollateralschäden seiner Bekämpfung muss gefragt werden. Für eine solche Inventur konnte eine Reihe ausgewiesener Fachleute gewonnen werden, die in diesem Band zu Wort kommen. Die vorliegenden Folgerungen aus der Corona-Krise vermitteln Einsichten, die auch in Kirche und Diakonie hinein...
Die Pandemie ist vorbei. Die Trauer um die Opfer der Krankheit bleibt. Die Verzweiflung der Menschen, die unter Long COVID oder Post Vac leiden, ebenso. Es ist höchste Zeit, furchtlos, sachgerecht und couragiert die aktuellen Erkenntnisse zur Herkunft und Wirkung von "COVID-19" zu analysieren. Auch nach den Kollateralschäden seiner Bekämpfung muss gefragt werden. Für eine solche Inventur konnte eine Reihe ausgewiesener Fachleute gewonnen werden, die in diesem Band zu Wort kommen. Die vorliegenden Folgerungen aus der Corona-Krise vermitteln Einsichten, die auch in Kirche und Diakonie hineinwirken können und so einem demokratischen Miteinander dienen, das in den Krisenzeiten gelitten hat.
Thomas A. Seidel (Jg. 1958) ist ein evangelischer Theologe, Historiker und Publizist. Der Pfarrer und Oberkirchenrat i. R. war u. a. Vorstand der Internationalen Martin Luther Stiftung. Er ist derzeit Leiter der Ev. Bruderschaft St. Georgs-Orden und Vorsitzender des Bonhoeffer-Haus e. V. Sebastian Kleinschmidt, Dr. phil., (Jg. 1948) wurde in Schwerin geboren. Er ist ein deutscher Essayist und Autor zahlreicher Schriften zur Literatur, Philosophie und Theologie. Von 1970 bis 1971 studierte er Geschichte in Leipzig, von 1972 bis 1974 Philosophie in Berlin, anschließend folgte ein Forschungsstudium der Ästhetik, das er 1978 mit der Promotion zum Dr. phil. abschloss. Von 1978 bis 1983 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, von 1984 bis 1987 Redakteur der von der Akademie der Künste herausgegebenen Zeitschrift "Sinn und Form", von 1988 bis 1990 stellv. Chefredakteur und von 1991 bis 2013 Chefredakteur. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. 2018 erschien bei Matthes & Seitz Berlin sein Essayband Spiegelungen und 2019 im Verlag Ulrich Keicher in Leonberg Hans-Georg Gadamer - Philosoph des Gesprächs, zuletzt (mit Thomas A. Seidel): Coram Deo versus Homo Deus. Christliche Humanität statt Selbstvergottung. Leipzig 2021 und Bild der Welt und Geist der Zeit. Dem Zerfall von Kirche und Gesellschaft begegnen. Leipzig 2024.
Produktdetails
- Verlag: SCM R. Brockhaus
- Artikelnr. des Verlages: 227002069
- Seitenzahl: 288
- Erscheinungstermin: 20. Mai 2025
- Deutsch
- Abmessung: 219mm x 146mm x 30mm
- Gewicht: 444g
- ISBN-13: 9783417020694
- ISBN-10: 3417020697
- Artikelnr.: 73817797
Herstellerkennzeichnung
SCM Brockhaus, R.
Bodenborn 43
58452 Witten
info@scm-verlagsgruppe.de
Die Coronapandemie ist vorbei. Vieles ist inzwischen in Vergessenheit geraten, manches steckt einem noch in den Gliedern. Und wenn man selbst von den Folgen betroffen ist, wirkt alles nochmal so sehr nach.
Genau deshalb ist eine Aufarbeitung dieser Zeit unabdingbar.
In diesem Buch kommen 20 …
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Die Coronapandemie ist vorbei. Vieles ist inzwischen in Vergessenheit geraten, manches steckt einem noch in den Gliedern. Und wenn man selbst von den Folgen betroffen ist, wirkt alles nochmal so sehr nach.
Genau deshalb ist eine Aufarbeitung dieser Zeit unabdingbar.
In diesem Buch kommen 20 Leute zu Wort. Darunter sind u.a. Journalisten, Ärzte, Theologen, Schriftsteller und Politiker. Die Mischung ist gut, denn jeder blickt rückwirkend anders auf die Pandemie. So bekomme ich unterschiedliche Einsichten, die ich für sehr wertvoll halte.
Grundlegend komme ich zu dem Schluss, dass die Jahre der Pandemie uns verändert haben. Wie viele Gräben wurden gegraben, mitten durch Familien, durch Gemeinden.
Dieses Buch kann eine Hilfe sein, im Kleinen mit der Aufarbeitung zu beginnen. Bei sich selbst, in der Familie, in der Gemeinde. Ich kann für mich selbst festmachen, woran ich mich künftig halten will. In Notzeiten, die ziemlich wahrscheinlich kommen werden.
Mehrfach wird ein Bibelvers zitiert aus Johannes 16 Vers 33: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Wie gut, dies immer wieder zu lesen!
Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich im Nachgang mit der Pandemie, deren Folgen auseinandersetzen will.
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Buchtitel und Buchillustration zeigen auf, um was es in diesem Buch geht:
um eine teilweise differenzierte, kritische Betrachtung der politischen, medizinischen, kirchlichen aber auch der eigenen Entscheidungen und Handlungen während der Coronakrise von unterschiedlichen Autoren …
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Buchtitel und Buchillustration zeigen auf, um was es in diesem Buch geht:
um eine teilweise differenzierte, kritische Betrachtung der politischen, medizinischen, kirchlichen aber auch der eigenen Entscheidungen und Handlungen während der Coronakrise von unterschiedlichen Autoren beschrieben.
Sie beschreiben aus theologisch-kirchlicher, politischer oder medizinischer Sicht welche Entscheidungen und Handlungen während der Pandemie positiv bzw. negativ zu bewerten sind. Dabei ist zu betonen, dass jede vertretene Meinung aus persönlicher Sicht und Betroffenheit geschrieben wurde.
Ehrlich eine herausfordernde Aufgabenstellung für dieses Buch. Herausfordernd, etwas neues, noch nicht allgemein Bekanntes zu schreiben und herausfordernd es zu lesen.
Einerseits sich auf dieses Thema einzulassen und andererseits diese Texte zu verstehen. Mit letzterem hatte ich sehr häufig zu kämpfen, da anhand des Schreibstils festzustellen ist, dass hier von Medizinern, rechtskundigen Personen, wie z. B. Hans-Jürgen Papier (ehem. Bundesverfassungsrichter), diese Erläuterungen geschrieben wurden und für mich als Laiin so mancher Gedankengang schwer zugänglich war. Hier hätte ich mir gerne eine etwas einfachere Ausdrucksweise gewünscht.
Sehr oft taucht die Frage auf, ob Angst gerade bei uns Christen ein guter Ratgeber für unsere Entscheidungen in solchen Pandemien ist.
Oder die Beschreibung, wie zu Luthers Zeiten die Theologen mit der Pest und dem Selbstschutz umgegangen sind im Vergleich zu den Kirchen heute. Das sind Fragen, die mich zum Nachdenken brachten. Es gibt einige andere Fragen, die den Leser zum Be- und Neudenken der eigenen Meinung bewegen können.
Wer für sich und/oder seine Gemeinde kritische Anregungen mit diesem Thema lesen möchte und offen ist für andere Meinungen als der gängigen, sollte dieses Buch gerne lesen und sich und seine Meinung hinterfragen lassen.
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Unter dem Leitgedanken der Jahreslosung („Prüft aber alles und das Gute behaltet“- 1. Thess 5,21), wurde ein Sammelwerk mit 17 Beiträgen verschiedener AutorInnen unterschiedlichster Profession veröffentlicht. Die einzelnen Beiträge sind zwischen 5 und 31 Seiten lang …
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Unter dem Leitgedanken der Jahreslosung („Prüft aber alles und das Gute behaltet“- 1. Thess 5,21), wurde ein Sammelwerk mit 17 Beiträgen verschiedener AutorInnen unterschiedlichster Profession veröffentlicht. Die einzelnen Beiträge sind zwischen 5 und 31 Seiten lang und ich würde sie als anspruchsvolle Texte, die häufig literarisch und philosophisch tiefgreifend dahergekommen, beschreiben. Einige der Artikel kann ich mir auch aufgrund der Bestückung mit weiterführender Primärliteratur gut für Besprechungen in Seminaren an Hochschulen oder anderen Bildungsstätten vorstellen.
In vielen Beiträgen geht es um (direkte) Kritik an politischen Entscheidungen und Vorgängen der letzten Jahre („demokratiegefährdend[..]“ S.24, „Demokratiekrise“ S.59, „Grundrechtseingriffe“ S.244). Manche der Artikel sind überarbeitete Versionen aus dem depublizierten vorausgehenden Band „Angst, Politik, Zivilcourage“ und sind inhaltlich sehr auf jenen Titel ausgerichtet – LeserInnen sollte also an vielen Stellen (unbedingt) politisches Interesse mitbringen.
Das Buch hat den Eigenanspruch, eine „vorurteilsfreie, sachgemäße und gründliche Aufarbeitung“ (S. 13) darzulegen.
Das erste Kapitel der Theologin und Politikerin Christine Lieberknecht sowie die reflexiven Gedanken Dorothea Wendebourgs haben mir diesbezüglich sehr gut gefallen. Die Geleitworte waren vielversprechend und differenziert; die folgenden Kapitel dann etwas schwankend mit einer leichten Bias zu den einzelnen Themenfeldern wie bspw. dem Impfskeptizismus.
Die Darlegungen einiger AutorInnen wirkten für mich mitunter polemisch gefärbt, obgleich das Buch im Ganzen für das genaue Gegenteil stehen möchte.
Die Pandemie samt den einhergehenden Interventionen ist ein Thema, das sehr polarisiert und nicht einfach aufzuarbeiten ist; manche AutorInnen legen ihren Standpunkt mit großer emotionaler Schlagkraft dar und schlüpfen nachdrücklich in eine advokatorische Rolle. Einzelne Kapitel waren für mich dabei zu plakativ und zu sehr bei den Problemen verweilend, wohingegen ich die wiederholte Fürsprache für Post-Vac-Syndrom-Geschädigte sehr lobenswert fand.
Einigen wenigen AutorInnen ist es gut gelungen, einen Bezug zur Bibel und gelebtem Glauben herzustellen; wohingegen viele Kapitel auch anderweitig publiziert hätten werden können und absolut keinen Glaubensbezug oder eine nur punktuelle bzw. sehr distanzierte Theologie aufweisen.
Ich persönlich hatte sehr gehofft, etwas zur Einordnung von Bibelstellen wie bspw. 1. Petr 2,13 (Verhältnis Christ - Staat) lesen zu können. Für meine eigenen Erwartungen war der im Titel inkludierte Themenbereich „Glaube“ zu selten und zu unverknüpft präsent und stattdessen an vielen Stellen zu viel von reinem Kritikgeist enthalten. Außerdem werden einzelne Argumentationsstränge von verschiedenen AutorInnen wiederholt aufgegriffen, wodurch sich die Kapitelinhalte wiederkehrend überschneiden - das hätte mMn besser aufeinander abgestimmt werden können.
Wahrscheinlich steht und fällt die Bewertung der Lektüre mit den eigenen Erwartungen an den Inhalt. Der Band ist durchweg informativ und macht solide sowie in großer Bandbreite auf Missstände und offene Fragen aufmerksam, zeitgleich jedoch ein wildes Sammelsurium unter einem Container-Titel, der die Richtung der Inhalte nicht ganz einfassen kann.
Das Buch ist eine kritische und differenzierte Diskussion verschiedenster Gedankenstränge, das zum Nachdenken anreget, mannigfaltige Impulse liefert und zu (geistlicher) Einordnung des generellen Umgangs mit der Angst anstößt.
Wer daran interessiert ist, kritische Meinungen aus verschiedenen Themenfeldern in fundierter und reflexiver Weise dargelegt zu bekommen, wird hier auf jeden Fall fündig.
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