Aus falschem Mitleid, "das eigentlich nur Ungeduld des Herzens
ist", verlobt sich ein junger Leutnant mit einem
siebzehnjährigen gelähmten Mädchen. Unfähig, für seine
Kurzschlusshandlung geradezustehen, streitet er seinen Kameraden
gegenüber die Verlobung ab. Sein Schuldbewusstsein erwacht und er
ist bereit, Verantwortung zu tragen. Doch dann erfährt seine
Verlobte, dass er sie verleugnet hat ...
Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion
der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.
Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.
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