Märchen sind aus tiefen Menschheitserfahrungen hervorgegangen und
stellen psychische Wachstums- und Reifungsprozesse dar. Wenn man
ihre Bilder und Symbole entschlüsselt, offenbaren sie Weisheiten
und Erkenntnisse, die heutigen Menschen wichtige Hinweise für ihren
Lebensweg geben können. Die renommierte Jung sche Analytikerin und
Psychotherapeutin Verena Kast deutet sieben Märchen, darunter
"Das Mädchen ohne Hände", "Die Gänsemagd" und
"Allerleirau" in denen es um die Befreiung aus großem
Elend und problematischen Eltern-Kind-Beziehung geht. Anschaulich
verdeutlicht sie anhand von Fallbeispielen aus ihrer
therapeutischen Praxis: Märchen zeigen, wie Menschen zu Freiheit
und Selbstbestimmung finden können.
Verena Kast, Jahrgang 1943, studierte Psychologie, Philosophie und Literatur und promovierte in Jungscher Psychologie. Sie ist Professorin für Psychologie an der Universität Zürich, Dozentin und Lehranalytikerin am dortigen C.-G.-Jung-Institut und Psychotherapeutin in eigener Praxis. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u. a.: "Märchen als Therapie", "Die beste Freundin".
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