Phänomen Honigbiene - Tautz, Jürgen

Jürgen Tautz 

Phänomen Honigbiene

Fotograf: Heilmann, Helga R.
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Produktbeschreibung zu Phänomen Honigbiene

Neue Einblicke in die faszinierende Welt der Honigbienen Ob als Lieferanten von Honig und Wachs, als Meister der sozialen Organisation in einem hoch geordneten Staatswesen oder als Architekten beeindruckend regelmäßiger Wabenkonstruktionen - Honigbienen faszinieren den Menschen seit jeher. Und dank ihrer enormen Bestäubungsleistung bei Kulturpflanzen sind sie für uns schlicht unverzichtbar. Wissenschaftler, die den Geheimnissen dieser Insekten auf der Spur sind, entschlüsseln Schritt für Schritt das "Phänomen Honigbiene" - und stoßen dabei immer wieder auf neue Überraschungen. Das vorliegende Buch lässt den Leser teilhaben am aktuellen Stand des Wissens und an den oft bahnbrechenden Erkenntnissen, die in den vergangenen Jahren - nicht zuletzt von der Arbeitsgruppe um Jürgen Tautz in Würzburg - gewonnen worden sind. Zugleich vermitteln die zahlreichen bislang weitgehend unveröffentlichten Aufnahmen der Fotografin Helga R. Heilmann dem Betrachter ein neues visuelles Bild dieser evolutionär so erfolgreichen Organismen. "Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen; je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er", hat Karl von Frisch, der Altmeister der Honigbienenforschung, einmal treffend gesagt. Lassen Sie sich zu diesem Zauberbrunnen entführen! _____ Wer dieses Buch liest, wird sich der Faszination des "Phänomens Honigbiene" kaum entziehen können. Alte Ansätze, frische Blickwinkel und neue Untersuchungsmethoden lassen das Bild eines Superorganismus entstehen, der zweifellos zu den erstaunlichsten Geschöpfen der Erde zählt. Die hochorganisierte Staatenbildung der Bienen und ihre überragende Bedeutung für die Artenvielfalt vieler Lebensräume wie auch für die Erträge der Landwirtschaft rücken sie in den Blickpunkt des Interesses von Experten und Nichtfachleuten gleichermaßen. Was sind die Erfolgsgeheimnisse dieses Superorganismus? Was macht seine einsame Sonderstellung aus? Im letzten Jahrzehnt sind - insbesondere in der Arbeitsgruppe um Professor Jürgen Tautz in Würzburg - zahlreiche Daten und Erkenntnisse zusammengetragen worden, die ein in vielen Aspekten gänzlich neues Bild der Honigbiene Apis mellifera liefern. Der vorliegende Text-Bild-Band stellt erstmals diese "neue Biene" in verständlicher und unterhaltsamer Weise einem breiten Publikum vor. Die Texte wie auch die beeindruckenden Fotografien von Helga R. Heilmann führen dem Leser und Betrachter die Ästhetik, Komplexität und atemberaubenden Errungenschaften des "Phänomens Honigbiene" anschaulich vor Augen. So finden in diesem ebenso ansprechenden und informativen Buch auch die berühmten Werke von Karl von Frisch ein kongeniales Update.

Der Faszination, die von dem "Phänomen Honigbiene" ausgeht, kann man sich kaum entziehen. Und die Honigbienen enthüllen uns ihre Geheimnisse so dosiert, dass man süchtig nach ihnen werden kann. Alte Ansätze, frische Blickwinkel und neue Untersuchungsmethoden lassen das Bild eines Superorganismus entstehen, der zu den erstaunlichsten Geschöpfen der Erde zählt. Die hochorganisierte Staatenbildung der Bienen und ihre überragende Bedeutung für die Biodiversität vieler Biotope wie auch für die Erträge der Landwirtschaft machen sie zu einem bedeutenden Gegenstand des Interesses von Experten wie Nichtfachleuten.Was sind die Erfolgsgeheimnisse dieses Superorganismus? Was macht seine einsame Sonderstellung aus? Im letzten Jahrzehnt sind - insbesondere in der Arbeitsgruppe um Professor Jürgen Tautz - viele Daten und Erkenntnisse zusammengetragen worden, die ein in vielen Aspekten gänzlich neues Bild der Honigbiene entstehen lassen. Der ansprechend gestaltete Text-Bild-Band wird erstmals diese "Neue Biene" in verständlicher und unterhaltsamer Weise einem breiten Publikum vorstellen. Die Texte und die beeindruckenden Fotografien von Helga R. Heilmann führen dem Leser und Betrachter die Ästhetik, die Komplexität und die atemberaubenden Errungenschaften des "Phänomens Honigbiene" im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen. So finden hier auch die berühmten Werke von Karl von Frisch ein kongeniales Update.

Produktinformation


  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag
  • 2011
  • Nachdr.
  • Ausstattung/Bilder: Nachdr. 2011. 278 S. m. zahlr. Farbfotos v. Helga R. Heilmann.
  • Seitenzahl: 278
  • Best.Nr. des Verlages: 12132652
  • Deutsch
  • Abmessung: 250mm x 184mm x 22mm
  • Gewicht: 686g
  • ISBN-13: 9783827418456
  • ISBN-10: 3827418453
  • Best.Nr.: 20931984
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.03.2007

Wohlige Nestwärme zu erzeugen ist die vornehmste Aufgabe dieser Honigbiene, die mit einer Wärmebildkamera im Stock aufgenommen wurde. Durch Zittern mit der Flugmuskulatur (gelb) erzeugt das Insekt eine Hitze von bis zu 44 Grad, die dank eines raffinierten Gegenstromprinzips nicht auf die empfindlichen Körperteile übergreift, dafür aber die Puppen in den Brutkammern auf der richtigen Temperatur hält. Das Bedürfnis nach Nestwärme ist freilich keineswegs die einzige Gemeinsamkeit der sozialen Insekten mit uns und anderen Säugetieren. Jürgen Tautz, langjähriger Leiter der "Beegroup" am Biozentrum der Universität Würzburg, und seine Mitarbeiterin Helga Heilmann haben zusammen mit den Kollegen der von Martin Lindauer einst gegründeten Forschungsgruppe dem Bienenvolk als "einem Säugetier in vielen Körpern" nachgespürt. In dem Buch "Phänomen Honigbiene" gewähren sie nun einen außerordentlich beeindruckenden Blick hinter die Kulissen des honigproduzierenden Sozialstaates. Das Buch "Phänomen Honigbiene" ist im Elsevier Verlag, München 2007, erschienen. Es hat 278 Seiten und kostet 24,95 Euro. (jom)

Foto aus dem

besprochenen Band

"Gibt es etwas spannenderes als die Honigbiene? Vielleicht fällt Ihnen sogar etwas ein, jedoch sollten Sie auch dann gerade einmal dieses neue Buch in die Hand nehmen und das Blättern anfangen - Sie werden nicht mehr loslassen." - Biologen heute

"Das Buch Phänomen Honigbiene will den Leser in unterhaltsamer und verständlicher Weise am aktuellen Stand des Wissens teilhaben lassen. Zugleich vermitteln die zahlreichen, zum Großteil bislang unveröffentlichten Aufnahmen der Fotografin Helga R. Heilmann dem Betrachter ein neues Bild dieser evolutionär so erfolgreichen Organismen." - idw-online.de - Informationsdienst Wissenschaft

Das Staunen und die Begeisterung des Autors, der an der Universität Würzburg mit einer Arbeitsgruppe die Bienen erforscht, springen beim Lesen über. Man wird hineingenommen in ein Naturphänomen, das sich vor unserer Haustüre ereignet und trotzdem noch wenig bekannt ist. ferment magazin Das Sachbuch von Jürgen Tautz mit vielen bunten Fotos und anschaulichen Infografiken ist etwas für kleine und große Bienenfans. Der Tagesspiegel Honigbienen für jedermann, in Wort und Bild ... Wer Honig liebt und sich für Tiere interessiert, für den ist dieses Buch ein Muss - und ein Genuss (...) Der Autor beschreibt mit viel Liebe und Sachkenntnis das Leben im Bienenstaat (...) Es lässt sich als Bildband nutzen, das Kindern Einblicke in das faszinierende Treiben im dunklen Stock liefert, aber auch als anregendes Lesebuch, das den Superorganismus Bienenstaat erklärt. DIE ZEIT Phänomen Honigbiene ist als Grundlagenwerk nicht nur für Imkerinnen und Imker ein Meilenstein in der Bienenliteratur, sondern es ist jedem Menschen mit Interesse an unserer Natur ans Herz zu legen. Es verknüpft neue und aktuelle Einsichten mit bekanntem Wissen. die biene Eine gute Nachricht für alle, die …

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"Das vorliegende Buch lässt Sie teilhaben am aktuellen Stand des Wissens und den oft bahnbrechenden Erkenntnissen, die in den vergangenen Jahren (...) gewonnen worden sind. Zugleich vermitteln zahlreiche bisher weitgehend unveröffentlichte Aufnahmen der Fotografin Helga R. Heilmann dem Betrachter ein neues visuelles Bild dieser evolutionär so erfolgreichen Organismen." (BioNews)"Der Würzburger Bienenforscher Jürgen Tautz hat ein dickes Bienenbuch veröffentlicht, das nicht über angebliche oder wirkliche Katastrophen spekuliert, sondern sich mit der Faszination dieses hoch interressanten, staatenbildenen Insekts beschäftigt. Es enthält die neusten, aufsehenerregenden Forschungergebnisse (...). Genauso faszinierend sind die Fotografien von Helga Heilmann. Der Spiritus rector der Bienenforschung, Karl von Frisch, wäre begeistert von diesem Werk." (Laborjournal)
Jürgen Tautz ist Professor am Biozentrum der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Leiter der dortigen BEEgroup. Als Wissenschaftler und als Vorsitzender von "Bienenforschung Würzburg e.V." verfolgt er mit seinem Team zwei Ziele gleichermaßen intensiv: Grundlagenforschung zur Biologie der Honigbiene und Vermittlung des Wissens um die Biene in eine breite Öffentlichkeit.

Helga R. Heilmann ist Fotografin, arbeitet in der Grundlagenforschung der BEEgroup des Biozentrums der Universität Würzburg und unterstützt deren Öffentlichkeitsarbeit.

Jürgen Tautz ist in einem europaweiten Wettbewerb, den EMBO 2005 ausgeschrieben hatte, als einer der besten Wissenschaftskommunikatoren Europas hervorgehoben worden. ("Er kann seine Forschung so erklären, dass jeder sie versteht. Das hat der Bienen-Experte Jürgen Tautz vom Biozentrum der Uni Würzburg schon oft bewiesen, etwa in Fernsehsendungen oder erst jüngst bei einem Vortrag vor Schülern auf der Mainfrankenmesse. Für seine kommunikativen Fähigkeiten hat er jetzt eine internationale Auszeichnung bekommen.") Er wird regelmässig zu Grossveranstaltungen (in der Regel zwischen 300 und 800 Zuhörer) eingeladen, deren Veranstalter abseits des eigenen Fachgebietes neues und spannendes aus dem Forschungsbereich von Herrn Tautz hören wollen (BMBF, TÜV, Medizinerkongresse, Industrie- und Wirtschaftmessen, Veranstaltung für die Führungskräfte des ZDF, Naturschutzverbände, Lehrerverbände, karitative Einrichtungen etc.).

Blick ins Buch "Phänomen Honigbiene"

Inhaltsangabe

Prolog: Das Bienenvolk ein Säugetier in vielen KörpernEigenschaften, auf denen die Überlegenheit der Säugetiere beruht, finden sich in gleicher Zusammenstellung im Superorganismus Honigbiene.Das kleinste Haustier des Menschen ein Steckbrief in BildernDie Honigbiene ist von überragender ökonomischer und ökologischer Bedeutung. Sie leistet mit der Blütenbestäubung Erhebliches für den Fruchtansatz der Nutzpflanzen und die Vielfalt an Wildblumen.1. Wären Honigbienen vermeidbar gewesen?Die Lebensform der Honigbienen musste in der Evolution unter geeigneten Voraussetzungen entstehen.2. Die Vermehrung der UnsterblichkeitDie gesamte Biologie der Honigbienen ist darauf ausgelegt der Umwelt, Materie und Energie zu entnehmen und so zu organisieren, dass daraus Tochterkolonien von höchster Qualität entstehen. Diese zentrale Einsicht ist der Schlüssel zum Verständnis der erstaunlichen Errungenschaften und Leistungen der Honigbienen.3. Die Honigbiene, ein ErfolgsmodellHonigbienen sind eine extrem artenarme Gruppe, aber ihr gestaltender und erhaltender Einfluss auf Biotope ist überragend.4. Was Bienen über Blüten wissenDie Sehwelt und die Duftwelt der Bienen, ihre Orientierungsfähigkeit und ein Großteil ihrer Kommunikation drehen sich um ihre Beziehung zu den Blütenpflanzen.5. Bienensex und BrautjungfernDer Sex der Honigbiene ist ein Bereich ihrer Privatsphäre, über die wir noch immer mehr spekulieren als wissen.6. Schwesternmilch Designerfood im BienenvolkDie Larven der Honigbienen ernähren sich von einem Drüsensekret der erwachsenen Bienen, dessen Funktion der Milch der Säugetiere entspricht.7. Das größte Organ der Bienenkolonie Wabenbau und WabenfunktionEigenschaften der Waben sind integraler Bestandteil des Superorganismus und tragen damit zur Sozio-Physiologie des Bienenvolkes bei.8. Erbrütete KlugheitDie Brutnesttemperatur ist eine Regelgröße in der bienengeschaffenen Umwelt, mit der die Bienen Eigenschaften ihrer kommenden Schwestern beeinflussen.9. Honig ist dicker als Blut, oder wie wichtig sind Verwandte?Die engen Verwandtschaftsverhältnisse in einem Bienenvolk sind Folge aber nicht Ursache ihrer Staatenbildung.10. Die Kreise schließen sichDer Superorganismus Bienenstaat ist mehr als die Summe aller seiner Bienen. Er besitzt Eigenschaften, die man bei den einzelnen Bienen nicht findet. Umgekehrt bestimmen und beeinflussen Eigenschaften der gesamten Kolonie im Rahmen ihrer Soziophysiologie viele Eigenschaften der Einzelbienen.Epilog: Ausblicke für Biene und Mensch

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Kundenbewertungen zu "Phänomen Honigbiene" von "Jürgen Tautz"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 6 Bewertungen)
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Bewertung von Uwe aus Paderborn am 01.04.2011 ***** ausgezeichnet
Ich, als "Fremd-Käufer", bin total positiv überrascht!!! Das Buch gab es da (A..) nicht und "versandtfrei" war auch möglich! Vielen Dank auch für die Lieferung innerhalb 2 Werktagen. Ich schwenke um und werde jetzt hier weiter testen.
mfg

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Bewertung von Tom aus Hessen am 10.08.2010 ***** ausgezeichnet
Phantastisch - besser geht es nicht!
Das Buch bringt den Leser nicht nur auf den aktuellen Stand der Wissenschaft rund um den Bien, sondern bietet mit seinen wunderbaren Fotos auch etwas fürs Auge. Mit seinem interessanten und gut verständlichen Schreibstiel kann ich dies Buch allen Imkern als Pflichtlektüre, genauso wie interessierten Naturfreunden empfehlen.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Basta aus Schröderhausen am 13.04.2010 ***** ausgezeichnet
Hervorragendes Buch für Naturfreunde und Freunde der Bienen, mit viel Liebe zum Detail und wunderbaren Aufnahmen ausgestattetes Buch - spannenend und fast philosophisch, weitblickend und fachlich sehr aktuell. Empfehlenswert !!

5 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Jos Nurk aus Eslohe- Herhagen am 06.02.2008 ***** ausgezeichnet
Ein besseres Bienenbuch ist wohl zZ nicht zu bekommen. Brilliante Einblicke in einen unglaublichen faszinierenden Organismus.

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 29.06.2007 ***** ausgezeichnet
Ein Buch der Extraklasse. Leicht lesbar und doch höchst tiefschürfend. Informativ und unterhaltsam. Toll bebildert. Gäbe es mehr solche Bücher, würden sich die Wissenschaften attraktiver darstellen.

7 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Eva Wollrab aus Fürth am 20.05.2007 ***** ausgezeichnet
Es gibt immer wieder neue spannende Forschungsliteratur, die äußerst praktische Alltagshinweise enthält und diese mit anschaulichen Fotos ergänzt. Dieses Buch rechne ich dazu. Wer weiß zum Beispiel schon, dass reife Bananen Isopentyl-Acetat enthalten, eine chemische Verbindung, die gleichzeitig das Alarmpheromon einer Bienenkolonie darstellt. Wer also in der Nähe eines Bienenstocks reife Bananen verzehrt, muss damit rechnen, dass sich Bienen plötzlich auf ihn stürzen, um ihren Stock zu verteidigen – also liebe Bananenesser - aufgepasst!!!

Mein Respekt vor unseren kleinen „Arbeitskolleginnen“ ist jedenfalls gewaltig gestiegen, seit ich gelesen habe, was sie alles für Berufe ausüben. Da gibt es nicht nur Ammen-, Wächter- und Sammelbienen, sondern auch Heizerbienen, die ihre Flugmuskulatur im Leerlauf (wie die Nachtfalter) aufheizen und so einzelne ausgesuchte Brutwaben anwärmen. Aus den warmen Zellen schlüpfen besonders empfindsame Bienen, die auf die kleinsten Veränderungen im Stock sofort reagieren und wissen, was zu tun ist. Wenn die Heizerinnen erschöpft sind, erhalten sie dann von Tankstellenbienen eine Ladung Honig, um ihre Energiereserven wieder aufzufüllen.
Wenn die Luft im Stock zuviel Kohlendioxid enthält, bilden sich Ketten von Ventilatorbienen, um die Luft auszutauschen, und wenn es zu heiß ist, gibt es die Wasserholerinnen, die einen dünnen Wasserfilm auf den Waben verteilen, der dann von den Fächlerinnen zur Kühlung benutzt wird.
Grundsätzlich kann jede Biene alles, habe ich durch die Lektüre gelernt, aber manche Bienen reagieren schnell, andere eher etwas schlafmützig. Wie wir Menschen halt auch...

Dass unser Gemeinwesen nicht so gut funktioniert wie ein Bienenstaat, liegt sicher auch daran, dass uns die Bienen ein paar Millionen Jahre „Teamtraining“ voraus haben...
Im Ernst: ich möchte allen an ihrer Umwelt interessierten Leuten dieses Buch empfehlen. Es zeigt nämlich, wie wenig Grund wir haben, uns gegenüber unseren Mitgeschöpfen überheblich zu verhalten. Und da haben wir Menschen noch viel aufzuholen. Beruhigt hat mich allerdings die eine Tatsache, dass Bestechung auch bei den Bienen vorkommt, ein gerade besonders aktuelles Thema! Eine stockfremde Biene wird nämlich eingelassen, wenn sie der Wächterin einen Nektartropfen überreicht. Der kann allerdings eine bestimmte Größe nicht übersteigen.

8 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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