Die Legende von Bagger Vance
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Die Legende von Bagger Vance

Regie: Redford, Robert; Darsteller: Smith, Will; O'Neill, Michael; Ryan, Thomas Jay; Lemmon, Jack; Damon, Matt; Theron, Charlize; McGill, Bruce; Gretsch, Joel; Smith, Lane; Presnell, Harve; Moncrief, J. Michael; Gerety, Peter; Buchvorl.: Pressfield, Steven; Musik: Portman, Rachel; Buch: Leven, Jeremy; Kamera: Ballhaus, Michael;
DVD
 
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Die Legende von Bagger Vance

Der Spitzen-Golfer Rannulph Junuh aus Savannah, Georgia, wird durch einen Fronteinsatz im Ersten Weltkrieg aus der Bahn geworfen. Wieder zu Hause, kehrt er sowohl Gesellschaft als auch Verlobter den Rücken, bis seine einstige große Liebe 1931 ein Golfturnier organisiert. Neben zwei Profi-Golfern soll auch ein Lokalmatador antreten: Rannulph. Doch der hat seinen "authentischen Schwung" verloren. Da erscheint der charismatische Bagger Vance, der ihm als Caddie beistehen und durch Golf- sowie Charaktertraining den rechten Weg weisen will. Nach Motiven aus der hinduistischen Mythologie erzählt Hollywood-Ikone Robert Redford ("Der Pferdeflüsterer") die klassische Reise eines Helden, der den Kontakt zu seinem Selbst verloren hat und mit Hilfe eines spirituellen Führers ins Licht zurückfindet. Die Sportparabel ist zwar von Michael Ballhaus exquisit fotografiert und mit Matt Damon, Will Smith und Charlize Theron großartig besetzt. Doch der altmodische Inszenierungsstil könnte dafür sorgen, dass der Superstarfilm nicht zum absoluten Überflieger wird.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Nach Ende des ersten Weltkrieges kehrt Rannulph Junuh (Oscar-Preisträger Matt Damon) als desillusionierter Alkoholiker in seine Heimatstadt zurück. Früher als Golftalent gefeiert und mit der bildschönen Adele Invergordon (Charlize Theron) verlobt, führt er jetzt ein Leben als Einsiedler. Doch eines Tages erhält er seine große Chance. Adele organisiert ein Golfturnier und bittet ihn, gegen die berühmtesten Spieler des Landes anzutreten. Rannulph sagt zu, muss jedoch feststellen, dass er die Liebe zum Spiel und auch sein Selbstvertrauen verloren hat. Doch das Blatt wendet sich, als der mysteriöse Caddy Bagger Vance (Will Smith) in sein Leben tritt und ihm auf magische Weise den Weg zurück zu sich selbst zeigt...

Bonusmaterial

Original Kinotrailer, Hinter den Kulissen, Interview mit Robert Redford


Produktinformation

  • Hersteller: Fox
  • EAN: 4010232008305
  • Best.Nr.: 20120130
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 8. November 2001
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 123 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.02.2001

Aus der Mitte entspringt ein Ball: Robert Redfords "Legende von Bagger Vance" im Kino

"Aus der Mitte entspringt ein Fluß", Robert Redfords Film von 1992 und eine der schönsten Arbeiten des Schauspielers als Regisseur, bemühte das Fliegenfischen als Metapher, dem Sinn des Lebens nachzuspüren, und versöhnte Naturverbundenheit und gelassene Kontemplation mit dem Anspruch des Kinos, niemals zu langweilen, auf eine harmonische Weise, der keinerlei Bemühen anzumerken war. In der "Legende von Bagger Vance", Redfords jüngstem Film nach dem Roman von Steven Pressfield, ist anstelle des Fliegenfischens das Golfspiel ausersehen, zur inneren Einkehr zu verhelfen. Doch die neue Metapher, in banale Einsichten von den Beschwernissen des Lebens gekleidet, die ein struppbärtiger Schwarzer (Will Smith) zum besten gibt, trägt kaum über das erste Loch hinaus (Drehbuch Jeremy Leven). Auch ein Robert Redford, so schmerzlich diese Lehre sein mag, scheint nicht dagegen gefeit, sich an eine Sache zu verlieren, bei der alle Eleganz der Inszenierung das bloß Behauptete des Gezeigten kaum aufzuheben vermag. Und auch ein Michael Ballhaus, dessen Bilderzauber Legende ist, muß sich …

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Nach dem romantischen Melodram "Der Pferdeflüsterer" meldet sich Robert Redford mit einem inspirierenden Golfdrama zurück. Ursprünglich hatte er vor, selbst die Rolle des seelisch gemarterten Golfers Rannulph Junuh zu übernehmen und Morgan Freeman für die Titelfigur vorgesehen. Stattdessen übernimmt Mr. "Independence Day" Will Smith die Rolle des mystischen Caddies Bagger Vance, der nun Matt Damon ("Der talentierte Mr. Ripley") während der Depressionsära hilft, seinen abhanden gekommenen (Lebens)Schwung wiederzufinden.

Der einklammernde Pro- und Epilog zeigen Jack Lemmon, der auf dem Golfplatz einen Herzanfall hat und sich an die Tage seiner Kindheit in Savannah zurückerinnert. Der kleine Hardie (gespielt vom talentierten J. Michael Moncrief) hält große Stücke auf die Golflegende Rannulph Junuh, der im ersten Weltkrieg schweren seelischen Schaden erfahren hat und sich nur mehr für Kartenspiel und Alkohol interessiert. Anno 1931 beschließt Junuhs einstige Liebe Adele Invergordon (die statueske Charlize Theron aus "Gottes Werk und Teufels Beitrag") ein Turnier zu organisieren, um so den Golfplatz ihres Vaters vor dem Bankrott zu bewahren. Sie lädt die beiden professionellen Golfer Bobby Jones (eindrucksvoll: Redford-Lookalike Joel Gretsch als eleganter Gentleman-Golfer) und Walter Hagen (Bruce McGill als rauhbeiniger Yankee) ein und als lokaler Held soll Junuh spielen. Nach anfänglichen Sträuben sagt er zu und der aus dem Nichts aufgetauchte Caddy Bagger Vance (ein locker-charmanter Smith kann nichts falsch machen) motiviert ihn schließlich wieder zu seinem Spiel und inneren Frieden zu finden.
Wie in vielen seiner Filmen - man denke an "Aus der Mitte entspringt ein Fluß" oder "Quizshow" - nimmt Redford die Passion eines Mannes und überträgt sie als philosophische Allegorie aufs Leben. Hier verfilmt er den gleichnamigen Roman von Steven Pressfield, der seinerseits eine Vorlage aus der hinduistischen Mythologie wählte. Erzählt wird das Gleichnis aus der Mahabharata von der in Dunkelheit gestürzten Seele Arjunas, der mit Hilfe eines spirituellen Lehrers wieder seinen Platz im Licht findet. Das tiefgründige Geschehen wird aufs Golfgrün verlegt, wo der mysteriöse Caddy mit zengleicher Zentriertheit über Golftips Lebensweisheiten zu vermitteln weiß. Das Erzähltempo ist ebenfalls gelassen ohne jedoch ins Stocken zu geraten. Drehbuchautor Jeremy Leven verzichtet in seiner Adaption auf die direkten spirituellen Referenzen und baut eine romantische Beziehung zwischen Junuh und der Südstaatenschönen Adele ein. Dies lässt die zentrale Schüler/Lehrer-Beziehung des Buches in den Hintergrund treten und verweist den Titelhelden ein wenig an den Rand. Produktionsdesign und Kostüme rekreieren die Ära hervorragend, die von Michael Ballhaus' superber Kameraarbeit ästhetisch ins Bild gesetzt werden. Der melancholische Score von Rachel Portman unterstreicht die Stimmung der mystischen Fabel, in der das Golfspiel den Kampf gegen innere Dämonen demonstriert. ara.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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