The Fall - Norah Jones
Fotogalerie Videoclip

Norah Jones 

The Fall

Audio CD
 
1 Kundenbewertung
***** sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
Statt EUR 18,99*
EUR 8,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
*Früherer Preis
-53 %
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


The Fall

Da horcht man auf: Norah Jones überrascht gleich auf den ersten zwei Titeln ihres vierten Albums mit mehr Verspieltheit und Rhythmus als früher, im weiteren Verlauf dann auch mit mehr Synthesizer-Klangfarben und rockigen Akzenten wie in "Stuck". Neben Wurlitzer-Orgel spielt sie auch mal E-Gitarre, während Konzertflügel und Jazz-Flair in den Hintergrund treten. Und das tut gut. Die gute alte Wurlitzer-Orgel trägt viel zum angenehm warmen Sound des Albums bei, aber auch Synthesizer und Bass erhöhen den Flausch-Faktor. Im Opener "Chasing Pirates" pulst dazu ein sublimer, aber unwiderstehlicher Rhythmus; der folgende Track, "Even Though", verführt dank der rhythmischen E-Gitarre mit dezentem Reggae-Flair, und auch "Young Blood" hat leichte Synkopen-Schlagseite mit Bacardi-Feeling, diesmal allerdings liefern Marimba und Fender Rhodes statt Wurlitzer die Keyboards-Polsterung. Zwischendurch schaltet die Künstlerin aber auch in den nachmitternächtlichen Schummerblues wie mit "I Wouldn't Need You", wo dann der Flügel ein paar Megaperls in den Schonwaschgang einfließen lassen darf. Der Song "Light As A Feather", wo Norah Jones selbst zur akustischen und zur E-Gitarre greift, entspricht mit seinem luftigen Balladenflair exakt seinem Titel, während auf "Waiting" die Stimme ganz im Mittelpunkt steht und vom Glockenspiel umschmeichelt wird. Wenn die Produktion so minimalistisch an den Kern der Sache geht wie hier, fällt indes auch auf, dass Norahs Stimme in vielen Tracks einen Tick zu viel verhallt wurde; weniger wäre mehr gewesen, was sich dann gegen Ende in "December" zeigt. Unterm Strich addieren sich die 13 Songs zu einem Programm, das viele neue Facetten der Künstlerin in den Vordergrund rückt, ohne dabei ihre bekannten Stärken und Markenzeichen über Bord zu werfen. Sie addieren sich zu einem verspielten Programm, in dem Norah Jones mit versierten Mitstreitern, unter ihnen Gitarrist Marc Ribot, allerlei neue Klangfarben ausprobiert und dabei besonders schöne Resultate in der Koppelung von Analogsounds (Wurlitzer, Fender Rhodes) mit Gitarren und Synthies (auch ein Casio taucht auf) erzielt. Und wenn sie zum Schluss in "Man Of The Hour" nur singt und sich dazu auf dem Konzertflügel begleitet, wird die Sache rund. Klarer Fall: "The Fall" ist ein herbstliches, verhaltenes Album für graue Winterabende. Manfred Gillig-Degrave
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

"Für dieses Album hatte ich einen ganz bestimmten Sound in meinem Kopf", sagt Norah Jones. "Ich wollte, dass die Grooves präsenter und kräftiger sind. Und ich wollte vor allem auch einfach mal etwas ganz anderes machen - ich hänge nun schon seit vielen Jahren mit den gleichen Musikern herum, und ich hielt die Zeit für gekommen, einmal mit anderen Leuten zu arbeiten und ein wenig zu experimentieren."

Das Ergebnis dieser Experimente heißt The Fall. Das neue Album der mehrfachen Grammy-Preisträgerin markiert eine aufregende Weiterentwicklung der Künstlerin, deren drei Vorgängeralben sich weltweit insgesamt 36 Millionen Mal verkauft haben.

Im Verlauf ihrer drei Multi-Platin-Alben, das mit acht Grammys ausgezeichnete Debütalbum Come Away With Me von 2002, Feels Like Home von 2004 und Not Too Late von 2007, die allesamt die Billboard Albumcharts anführten, hat Jones sich bereits einen unverkennbaren Stil erarbeitet, geprägt von ihrem sanft-verführerischen Gesang und ihren Jazz-getränkten, stark Piano-lastigen Popsongs. Auf The Fall finden wir jedoch neben einem stärkeren Fokus auf Rhythmus vor allem Jones als Gitarristin im Vordergrund des Geschehens.

Die Richtung, die The Fall nehmen sollte, war schon relativ früh klar, sie zeigte sich bereits bei einem der ersten Songs, die Jones überhaupt für das Projekt schrieb. "Vor etwa einem Jahr machte ich zuhause in meinem Studio ein paar Demos. Ich lud ein paar Freunde ein und wir tüftelten an einem coolen Arrangement für den Song 'Chasing Pirates', mit einem guten Drumpart. Es nahm eine Richtung, die ich gar nicht erwartet hatte, und das war wegweisend."

Jones und ihr Produzent King trieben die Sound-Experimente unter anderem dadurch weiter, dass sie in ihren Studios sowohl in New York als auch in Los Angeles mit mehreren Sets von Musikern arbeiteten. "Es gibt diesen Song 'Light As A Feather', den ich mit Ryan Adams schrieb", sagt sie. "In diesem Album wollte ich meine Country-Seite außen vor lassen, also musste ich einen Weg finden, wie ich diesen Song hinkriegen könnte, so dass er auch zu den anderen Stücken passen würde. Wir nahmen die Gitarre raus, und dann wurde da dieses verrückte Orgel-Sample daruntergelegt, das klang wie eine Rasierklinge. Das war ein toller Moment - mir wurde bewusst, dass man einfach einige Elemente rausschmeißen kann und dass dadurch oft etwas völlig Neues entsteht."

Selbst Stücke die etwas jazziger klingen, wie etwa "It's Gonna Be", wurden anders als üblich behandelt. "Das Stück klingt sehr nach Swing, es hat viel Text. Es hätte wirklich kitschig werden können, aber der Drummer, mein Freund Robert DiPietro, hatte einen Vorschlag, der wie eine Mischung aus Gene Krupa und Adam Ant klang, und das gab dem Song etwas völlig Neuartiges. Bei dem Song ist der Rhythmus wirklich maßgeblich für den Sound."

Vom forschen Rockrhythmus bei "Stuck" bis hin zu einer intimen Ballade wie "Back To Manhattan" - ein Merkmal, das auch bei The Fall gesetzt ist, ist die unverkennbare und ausdrucksstarke Stimme von Norah Jones. Die Aufnahmen der Gesangsparts fielen ihr diesmal leichter als je zuvor. "Bei dem Gesang war ich viel entspannter. Ich war nie wirklich übermäßig nervös, aber da ich mich diesmal viel mehr auf alles andere, was passierte, konzentrierte, konnte ich einfach relaxen und singen."

Zweifellos hat Norah Jones immer schon viel reifer gewirkt, als es ihr Alter hätte vermuten lassen. Bei The Fall hat man das Gefühl, dass hier ein Künstler eine neue Phase in seiner künstlerischen Entwicklung erreicht hat. Neben Veränderungen in ihrem Gesang, ihrem Spiel und auch ihrer Herangehensweise an den Sound betont sie, dass es das Songwriting selbst sei, das ihren neuen Ansatz begründe.

"Ich bin eben älter, und das zeigt sich auch in meinen Kompositionen. Ich habe mir immer um die Kunst des Songwritings Sorgen gemacht, weil das alles so neu für mich war, aber jetzt scheue ich nicht davor zurück, einfach etwas Neues auszuprobieren. Ich bin jetzt so selbstsicher, dass ich es einfach mal wagen und zu Gehör bringen möchte."


Produktinformation

  • Anzahl: 1
  • Datenträger: CD
  • Erscheinungstermin: 13.11.2009
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Dass sich Norah Jones nun vom jazzigen Countryfolk abwendet und sich signifikant verpoppt, kann an mangelndem Erfolg nicht liegen. Die schüchterne 30-Jährige hat nämlich eine der erstaunlichsten Karrieren der Dekade am Revers - und das, obwohl sie ihrem New Yorker Kiez auf geradezu störrische Weise treu blieb; auch auf ihrem neuen Album singt sie keinen Vers so hingebungsvoll versonnen wie diesen: "I go back to Manhattan/as if nothing ever happened". Im Sound aber tut sich was. Produzent Jacquire King (Kings Of Leon; Modest Mouse) lässt E-Gitarren sphärisch durch ein luftiges Arrangementdickicht geistern, Orgeln und dezente Elektronik führen das Album behutsam, doch konsequent weg von jenen Traditionen, denen sie ihren globalen Erfolg verdankte. Zudem ließ Jones sich beim Komponieren nicht nur wie üblich vom Lebensgefährten Jesse Harris, sondern auch von Indiemeistern wie Ryan Adams und Will Sheff (Okkervil River) helfen; und sie leistet sich mit Zeilen wie "If I touched myself/The way you touched me" sogar Anzüglichkeiten, die man der Sauberfrau nicht zugetraut hätte. Übriggeblieben ist allerdings das typische Spaziertempo der Songs. Mal schauen, ob Jones' Millionen Fans in aller Welt auch diese Wegstrecke mit ihr teilen werden. (mw)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.01.2010

Auf den Hund gekommen

Neue Liebe, neuer Klang und neues Album: Mit "The Fall" stellt sich Jazzsängerin Norah Jones mitten ins Chaos Leben.

Mit der Musik von Norah Jones ist es wie mit der Farbe Beige: Sie ist geschmackvoll, elegant, zeitlos - und auf Dauer etwas langweilig. Man hat irgendwie nichts dagegen, kann aber auch keine rechte Leidenschaft dafür entwickeln. Die geradezu universelle Einigkeit, die sich über die stimmige Mischung von Jazz mit einer Prise Country aus der Kehle der Tochter des berühmten indischen Sitarspielers Ravi Shankar erzielen lässt, drückt sich seit "Come Away With Me" (2003) in Millionen verkaufter Alben und einer Flut von Preisen aus. Norah Jones aufzulegen war darum in den vergangenen Jahren nie ganz falsch. Dass sich ihre Songs und Alben kaum voneinander unterscheiden ließen, trug zur Unbedenklichkeit nur bei.

Mit "The Fall" lohnt es sich jetzt endlich, eine Meinung zu Norah Jones zu entwickeln. Das neue Album ist alles, was die früheren nicht waren: abwechslungsreich, temperamentvoll, verspielt, keck, ein bisschen launisch und sehr weiblich - mit einem Wort: sexy. Die Sängerin selbst hat ihre Wandlung mit …

Weiter lesen

Videoclip zu "The Fall"

Trackliste zu "The Fall" von Norah Jones


CD
1 Chasing Pirates 02:40
2 Even Though 03:52
3 Light As A Feather 03:52
4 Young Blood 03:38
5 I Wouldn't Need You 03:30
6 Waiting 03:31
7 It's Gonna Be 03:11
8 You've Ruined Me 02:45
9 Back To Manhattan 04:09
10 Stuck 05:15
11 December 03:05
12 Tell Yer Mama 03:25
13 Man Of The Hour 02:56

Kundenbewertungen zu "The Fall" von "Norah Jones"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "The Fall" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von unbekanntem Benutzer aus Augsburg am 13.11.2009 ***** sehr gut
Ich hab ja schon vorher gelesen, dass diese CD so ganz anders sein sollte. Konnte es aber nicht so recht glauben, da ja bisher jedes Album recht jazzig, aber schon immer ein wenig anders war.
Und tatsächlich! Das ist mal ganz anders, sehr poppig, aber gewohnt langsam und einfühlsam, mit für meinen Geschmack zu viel Elektronik, aber äußerst chillig.
Muss mich zwar auch erst noch dran gewöhnen, aber der Wechsel zu Neuem ist durchaus gelungen.

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "The Fall" von Norah Jones ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

7 Marktplatz-Angebote für "The Fall" ab EUR 2,80

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 2,80 1,80 Banküberweisung pustaka 100,0% ansehen
wie neu 3,90 1,50 Banküberweisung gmaedler 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,99 2,00 Banküberweisung Dächsin 100,0% ansehen
wie neu 4,00 1,45 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung RundesViereck 100,0% ansehen
wie neu 4,00 2,00 Banküberweisung rosa3 100,0% ansehen
wie neu 6,56 2,20 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung www.subsonicsho p.de 97,4% ansehen
wie neu 7,00 2,50 Banküberweisung musikentchen 100,0% ansehen
Mehr von