Mit seinen letzten beiden Alben öffnete sich der Sänger und
Songwriter Sting bereits für neue musikalische Einflüsse abseits
des Popmainstreams. Diesen Weg beschreitet er mit seiner neuen
Einspielung, "Symphonicities", konsequent weiter. Doch
diesmal sind es keine klassischen Komponisten wie John Dowland,
derer er sich annimmt, sondern eigene Songs, die er mit Hilfe
versierter Arrangeure wie Dave Harteley und Rob Mathes für
Orchester und Gesang bearbeitete. Zusammen mit dem Londoner
Orchester Royal Philharmonic Orchestra und mit alten Weggefährten
wie Gitarrist Dominic Miller und Schlagzeuger David Cossin
erklingen seine größten Hits - bekannt und doch ganz neu. Sting
wäre nicht Sting, hätte er dieses Projekt nicht überaus ernst
genommen. Hier werden die Songs nicht einfach um ein paar
Steichersounds erweitert, sondern komplett neu gestaltet. In den
Titeln "Englishman In New York" und "Every Little
Thing She Does Is Magic" betonte Sting die sinfonische
Grundstruktur der Songs und setzt das Orchester, mal die Steicher
solo, mal Drums mit Bläsern, akzentuierend ein. "I Hung My
Head" wird versehen mit einem epischen Vorspiel und umkreist
von Steichern, die dem Titel eine versöhnliche Note geben. Fanfaren
eröffnen die Ballade "You Will Be My Ain True Love", die
Sting im Duett mit Jo Lawry singt; und mit einem Geigenpart, der an
Kompositionen von Tan Dun erinnert, wirkt der Song fast meditativ.
Einer der Highlights des Albums ist sicherlich der Police-Hit
"Roxanne", der mit lateinamerikanischem Rumba-Feeling
punktet. Birgit Schlinger
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Sting, 1951 als Gordon Matthew Sumner in Wallsend, Northumberland bei Newcastle Upon Tyne geboren, hat die Geschichte der Popmusik wie kaum ein zweiter geprägt. Bevor er für "Police" zum Bass griff oder mit jungen Jazzmusikern an seinen ersten Soloalben feilte, lernte der Sohn eines Milchmanns wie man Gräben aushebt, Englisch unterrichtet, aus Teenagern eine Fußballmannschaft formt und im Jazz für Groove sorgt. Nach dem komentenhaften Aufstieg des Trios "Police", setzte er seine Karriere solo fort - seine Schallplatten gewannen alle Preise und Awards, sein Engagement für Amnesty International und den brasilianischen Regenwald brachten ihm weltweit Respekt und Anerkennung.
Habe diese cd meinem Mann, einem begeisterten Sting und The Police - Fan geschenkt. Er war begeistert. Die CD ist gut, um den Gedanken mal freien Lauf zu lassen, sagt er. Kurzum, anders aber sehr gut und gelungen.
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