Auf den Feldern der Toten wird die Ernte eingeholt. Bestellt von
Erweckungsfarmern mit schmutzigen Fingern, kalten Herzen und
gierigen Gedanken, werden die Felder mit Schaufel und Spaten und
Schweiß bearbeitet. Unter einem Leichentuch dünnen Mondlichts
werden die Früchte aus der feuchten, schwarzen Erde gepflückt, aus
wurmstichigen Särgen und verschimmelten Totenhemden gerissen, wie
faulendes Korn aus zerfallenden Hülsen. Die Leichenernte wird auf
schlammigen Karren aufgebahrt und zu Markte getragen, um an den
Meistbietenden verkauft zu werden, zur Versorgung von Autopsiesälen
und Anatomielaboren. Nacht für Nacht graben die Farmer auf ihren
Gebeinfeldern und denken, sie seien allein bei ihrer finsteren
Ernte. Aber es gibt noch einen anderen, der in Gräbern und
Leichenhallen erntet. Einen anderen Schnitter, der seit
Jahrtausenden sein Feld bestellt. Das Gesicht bleich wie der Mond
und Finger wie Knochen, ist er der Große Herr der Leichenernte und
Meister der Friedhofsegge. In der Welt des späten 18. Jahrhunderts
gehen Samuel Clow und Mickey Kierney ihrem Lebensunterhalt im
Erweckungsgewerbe nach nicht ahnend, dass sie bald dem Leichenkönig
begegnen werden ...