Blutlinien / Star Wars Wächter der Macht Bd.2 - Traviss, Karen

Karen Traviss 

Blutlinien / Star Wars Wächter der Macht Bd.2

Übersetzung: Andreas Kasprzak
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Produktbeschreibung zu Blutlinien / Star Wars Wächter der Macht Bd.2

Dem Bösen verfallen!

Die Rebellion innerhalb der Neuen Republik droht die Galaxis zu zerreißen. Doch Jacen Solo, inzwischen ein vollendeter Meister der Macht, hat eigene Pläne, um der Welt Frieden und Ordnung zurückzubringen. Gelenkt von seinem Sith-Mentor Lumiya beschreitet er den Weg seines Großvaters - Darth Vader!

"Star Wars ist kein Film - es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich - es ist eine eigene Kultur." Cinema

Produktinformation


  • Verlag: Blanvalet
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 491 S.
  • Seitenzahl: 496
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.26607
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 126mm x 38mm
  • Gewicht: 410g
  • ISBN-13: 9783442266074
  • ISBN-10: 3442266076
  • Best.Nr.: 23817186
"Star Wars ist kein Film es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich es ist eine eigene Kultur." Cinema

"Star Wars ist kein Film - es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich - es ist eine eigene Kultur."

"Star Wars ist kein Film - es ist Kult, Religion und Abenteuerspielplatz zugleich - es ist eine eigene Kultur."
Karen Traviss war Korrespondentin aus dem Verteidigungsministerium und TV- und Zeitungsjournalistin. Außerdem hat sie als Pressesprecherin der Polizei gearbeitet. Sie lebt in Devizes, England.

Leseprobe zu "Blutlinien / Star Wars Wächter der Macht Bd.2"

"Was auch immer er Ihnen zahlt, Fett, ich verdopple es", sagt die Stimme aus dem Komlink.

Das sagen sie ständig. Sie begreifen einfach nicht, was einen Kontrakt ausmacht. Dieses Mal ist es ein atzerrianischer Glitterstim-Dealer namens H'buk, der die Händlervereinigung um 400.000 Credits geprellt hat. Die Vereinigung findet, dass die Sache ihnen 500.000 Credits wert ist, die sie mir zahlen, wenn ich ihm - und jedem anderen - eine Lektion in Sachen Ehrenschulden erteile.

Da stimme ich der Händlervereinigung voll und ganz zu.

"Ein Kontrakt ist ein Kontrakt", erkläre ich ihm. Die Slave I ist ihm so dicht auf den Fersen, dass ich Sichtkontakt habe: Ich könnte schwören, dass er einen alten Z-95-Headhunter fliegt. Kein Hyperantrieb, ansonsten hätte er den Sprung längst gemacht. Und kein Wunder, dass er überrascht ist. Eigentlich sollte eine uralte Firespray wie die Slave I nicht in der Lage sein, ihn allein mit Sublichtantrieb einzuholen.

Aber ich habe kürzlich ein paar weitere Extras eingebaut. Das einzige wirklich originale Bauteil der Slave I ist nur noch der Sessel, in dem ich sitze.

"Meine Laserkanone ist scharf", sagt H'buk atemlos.

"Gut für Sie." Warum sie immer diskutieren wollen, werde ich nie verstehen. Entweder man schießt oder man hält die Klappe. Ich weiß, dass er mich mit dieser Kanone ins Visier nehmen wird, und in diesen ein oder zwei Sekunden werde ich seine Triebwerke ausschalten. "Die Galaxis ist ein gefährlicher Ort."

Der Headhunter legt mit seinen Manövrierschubdüsen eine saubere Wende achtern hin, und der Laser der Slave I erfasst seine Triebwerksignatur, folgt den Kehren und Schleifen, die H'buk fliegt, ohne dass ich selbst aktiv werden müsste. Sein Triebwerk zündet mit einer Kugel weißen Lichts. Der Jäger beginnt eine unkontrollierte Rolle, und ich muss darauf feuern, bevor ich den Traktorstrahl in Position bringen und H'buk heranziehen kann.

Die Greifarme erzeugen ein befriedigendes Kachuunk auf dem Flugwerk des Headhunters, als ich ihn an der Verkleidung über dem Torpedowerfer der Slave sichere. Man hat mir erzählt, dass sich dieses Geräusch, das durch die Außenhülle hallt, genauso anhört wie eine Zellentür, die sich hinter einem schließt: der Punkt, an dem Häftlinge alle Hoffnung fahren lassen.

Komisch, mich würde das nur dazu bringen, noch verbissener zu kämpfen.

H'buk gibt die panischen und flehenden Laute von sich, die ich inzwischen kaum noch zur Kenntnis nehme. Einige Gefangene sind trotzig, aber die meisten geben ihrer Angst nach. Auf dem ganzen Weg zurück nach Atzerri macht er mir Angebote, verspricht mir alles, damit ich ihn laufen lassen. "Ich kann Ihnen Millionen zahlen!"

Der Kontrakt sieht vor, ihn lebend abzuliefern. Darauf wurde ausdrücklich hingewiesen.

"Und meine Aktien an den Kuat-Werften."

Ich glaube, am Ende obsiegt einfach die schiere Gewohnheit.

"Fett, ich habe eine wunderschöne Tochter ..."

Das hätte er nicht sagen sollen. Jetzt bin ich wütend, und ich werde nicht häufig wütend. "Zieh niemals deine Kinder mit rein, Drecksack. Niemals."

Für meinen Vater stand ich an erster Stelle. Das sollte bei jedem Vater so sein. Nicht dass ich für H'buk jemals Mitleid -oder irgendetwas anderes - empfunden hätte, aber jetzt bin ich davon überzeugt, dass er all das verdient, was die Händlervereinigung mit ihm anstellen wird. Wäre ich einer von der mitfühlenden Sorte, würde ich ihn töten. Bin ich aber nicht. Und der Kontrakt besagt lebend.

"Wollen Sie eine Landegebühr aushandeln?", fragt die Atzerri-Raumflugkontrolle.

"Wollen Sie mit meiner Ionenkanone verhandeln?"

"Oh ... Verzeihung, Meister Fett, Sir ..."

Sie verstehen meine Argumente immer.

Ist ein bisschen knifflig, auf Atzerri zu landen, wenn man einen lahmgelegten Jäger Huckepack trägt. Ich bringe die Slave I auf dem Landestreifen runter, sinke mithilfe der Schubdüsen behutsam nach unten, fühle, wie das Heck des Schiffs unter der Last vibriert. Und ich habe Publikum.

Die Vereinigung will zeigen, dass sie es sich leisten kann, den Besten anzuheuern, um jeden zur Strecke zu bringen, der ihnen in die Quere kommt. Soll mir recht sein. Ein bisschen Theater, ein bisschen Meinungsmache: Wie bei einer mandalorianischen Rüstung macht man so deutlich, wie der Hase läuft, ohne dass ein einziger Schuss abgefeuert werden muss. Ich klettere senkrecht an der Verkleidung der Slave I nach oben, um hinauf auf den Rumpf des Headhunters zu gelangen, und breche die Kanzelversiegelung mit dem Laser in meinen Handgelenkstulpen auf. Dann schlage ich H'buk härter, als ich eigentlich müsste, und zerre ihn aus dem Cockpit, um mich mit ihm an der Abseilschnur die zehn Meter zu Boden gleiten zu lassen.

Tief in meinem Bauch habe ich Schmerzen. Ich lasse es mir von niemandem anmerken.

Dann lege ich den Gefangenen den Männern, denen er 400.000 Credits schuldet, vor die Füße. Das bringt die Sache auf den Punkt. Ich mag es, Sachen auf den Punkt zu bringen. Eine gute Vorstellung ist die halbe Miete.

"Wollen Sie auch den Raumjäger behalten?", fragt mein Kunde.

"Nicht mein Geschmack." Das Raumhafen-Ladefahrzeug kommt, um die Slave I von dem Headhunter zu befreien. Ich halte meine Handfläche hin: Ich will den Rest meines Honorars.

Er übergibt mir die noch ausstehenden 250.000 Credits auf einem verifizierten Chip. "Warum machen Sie das immer noch, Fett?"

"Weil Leute mich immer noch beauftragen."

Trotzdem ist das eine gute Frage. Ich grüble darüber nach, als ich wieder in meinem Cockpit sitze und die Finanzschlagzeilen der Holo-Netz-Nachrichten überfliege, während die Slave I per Autopilot Kurs auf Kamino nimmt. Dort treffe ich mich mit meinem Arzt. Er mag die lange Reise nicht, aber ich bezahle ihn nicht dafür, glücklich zu sein.

Jetzt stelle ich fest, dass ich an meine Tochter Ailyn denke, die ich seit fünfzig Jahren nicht gesehen habe, und ich frage mich, ob sie noch am Leben ist.

Sie müssen wissen, dass ich krank bin. Ich glaube, ich sterbe.

Aber da gibt es noch einige Dinge, die ich erledigen muss. Eins davon ist herauszufinden, was Ailyn widerfahren ist. Ein weiteres ist zu entscheiden, wer Mandalore werden wird, wenn ich nicht mehr bin.

Und das dritte ist natürlich, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen.

Darin habe ich jede Menge Übung.

1. KAPITEL

Wie lange müssen wir von einer Krise in die nächste stürzen? Uns steht der dritte galaktische Krieg in weniger als vierzig Jahren bevor -ein echter Bürgerkrieg. Bisher ist es bloß ein Scharmützel, aber wenn Omas die Bereinigung der Unstimmigkeiten nicht wesentlich entschlossener angeht, wird das Ganze außer Kontrolle geraten. Wir brauchen eine Phase der Stabilität, und ich fürchte, wir werden ein paar Köpfe hart gegeneinanderschlagen müssen, um sie zu bekommen.

Admiralin Cha Niathal, bei einem Privatgespräch mit Senatsvertretern der Mon Calamari

EMPFANGSGEMÄCHER DES STAATSCHEFS, SENATS-GEBÄÜDE, CORUSCANT, SECHZEHN TAGE NACH DEM ÜBERFALL AUF DIE CENTERPOINT-STATION

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Karen Traviss 

Blutlinien / Star Wars Wächter der Macht Bd.2

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