Fliegende Fabelwesen, eigentümliche Raubtiere und riesenhafte
Trolle spielen eine wichtige, aber nicht die Hauptrolle im
Regiedebüt des "Rugrats"-Produzenten Gabor Csupo.
Seine Adaption des Bestsellers von Katherine Paterson erzählt vom
15-jährigen Jesse (Josh Hutcherson), der ein Außenseiter-Dasein
fristet. In der kinderreichen Familie kommt er zu kurz, in der
Schule nerven Lehrer und Mitschüler. Da schließt er Freundschaft
mit Leslie (AnnaSophia Robb).
Die beiden beginnen, sich in eine von ihnen erfundene Märchenwelt
zu flüchten. Dabei geraten sie in ein verwunschenes Reich voller
seltsamer Kreaturen, in dem sie wie ein Königspaar hofiert werden.
Doch dann holt die Realität sie wieder ein...
Freundschaft und Effekte
"Brücke nach Terabithia" ist eine einfühlsame Geschichte
über Erwachsenwerden, unerwartete Ereignisse, Mut und Freundschaft,
aber auch ein Effekte-Feuerwerk um die unzerstörbare Kraft der
Fantasie.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Bonusmaterial
Making of (ca. 20 Min.), Stimmen zum Buch (ca. 14 Min.), Die Visual Effects (ca. 6 Min.), Musikvideo "Keep Your Mind Wide Open" (ca. 4 Min.), Interviews (ca. 9 Min.), Darstellerinfos.
Jesse zeichnet gern, wird von den Mitschülern gehänselt, vom Vater ignoriert und von den vier Schwestern genervt. Da tritt Leslie auf den Plan. Die Rebellin, die sich tolle Geschichten ausdenken kann, kommt neu in seine Klasse und in die Nachbarschaft und eckt ebenso bei den Mitschülern an wie er. Die beiden werden beste Freunde und bauen sich in einem abgelegenen Waldstück eine eigene Welt auf, die sie Terabithia nennen. Als Leslie bei einem Unfall stirbt, ist Jesse wieder allein und völlig verzweifelt. Klassisch erzähltes Jugenddrama um zwei Außenseiter, dessen Abstecher ins Fantasy-Genre dem Film eine poetische Note gibt. Gabor Csupo, erfahren als Produzent von Family Entertainment (Serien und Filme um die "Rugrats"), führt sein aus guten jungen (u.a. Josh Hutcherson aus "Zathura") und erwachsenen (u.a. Robert Patrick als Jesses Vater) Darstellern bestehendes Ensemble versiert. Der Hinweis "von den Produzenten von 'Die Chroniken von Narnia', Walden Media", könnte dem Film ein durchaus größeres (Familien-)Publikum erschließen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Katherine Paterson wurde als Kind von Missionaren in China geboren; nach ihrer Ausbildungin China und in den USA lebte und studierte sie vier Jahre lang in Japan. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Norfolk/Virginia. Ihre Jugendbücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2006 erhielt Katherine Paterson den "Astrid Lindgren Gedächtnispreis für Literatur".
Wer einen richtigen Fantasy-Film erwartet, wird hier enttäuscht. Aber es handelt sich um eine einfühlsame Geschichte über wahre Freundschaft und Phantasie. Visuelle Effekte gut; an manchen Stellen hätte die Geschichte noch etwas mehr in die Tiefe gehen können, an anderer Stelle etwas zu langatmig, aber alles in allem ein gelungener Film mit guter Message.
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