Schwerins Stadtbild ist einzigartig und faszinierend, denn die
weitgedehnten und vielfältig gebuchteten Wasserflächen reichen bis
ins Zentrum der klassizistischen Innenstadt. Eigentlich muß es
heißen: bis in die Zentren. Schwerin hat nämlich drei wesentliche
Kristallisationspunkte: Zunächst ist da der Marktplatz mit dem
Säulengebäude, dem Demmlerschen Rathaus und dem mächtigen Dom. Dann
das Schloßrevier, das "Regierungsviertel" mit dem Schloß,
dem Kollegiengebäude, dem alten Palais, dem Staatstheater und dem
Museumsgebäude, geöffnet nach Osten auf den sich weithin
streckenden See. Und drittens das Pfaffenteichareal mit seiner fast
strengen Umbauung und seinen Lindensäumen.
Wer nach Schwerin kommt, erlebt das lange verachtete Flair des 19.
Jahrhunderts ziemlich unmittelbar. Besonders das hinreißende
Schloß, das nach jahrhundertelanger Vernachlässigung von Demmler,
Stuler und Semper in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zu
strahlender Wiedergeburt erweckt wurde, erzeugt mit seinemCharme
große, nachhaltige Wirkung. Alles ist hier auf den Zusammenklang
von Landschaft und Menschenwerk hin komponiert.
In zahlreichen Bildern führt dieses Porträt den Leser durch die
Stadt Schwerin zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, aber auch in
weniger bekannte Viertel.