Jacob Taubes - Carl Schmitt - Taubes, Jacob; Schmitt, Carl

Jacob Taubes Carl Schmitt 

Jacob Taubes - Carl Schmitt

Briefwechsel mit Materialien

Hrsg. v. Herbert Kopp-Oberstebrink, Thorsten Palzhoff u. Martin Treml
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
40 ebmiles sammeln
EUR 39,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Jacob Taubes - Carl Schmitt

Nach langen Jahren gegenseitiger Kenntnisnahme und Anerkennung gaben Jacob Taubes und Carl Schmitt die Distanz zueinander schließlich auf und wechselten zwischen 1977 und 1980 insgesamt 36 Briefe. In ihnen dokumentiert sich ein Gespräch zwischen zwei ebenso bedeutenden wie skandalisierenden Intellektuellen. Aus verschiedenen Nachlässen zusammengetragen, werden sie hier zum ersten Mal gesammelt und kommentiert vorgelegt.
Zwischen dem aus einer Rabbinerfamilie stammenden Religionsphilosophen, Gründungsprofessor des ersten Lehrstuhls für Jüdische Studien in Deutschland überhaupt, und dem Staats- und Völkerrechtler, Parteigänger der Nazis von 1933 bis 1936, der nach 1945 keine öffentlichen Ämter mehr innehatte, gleichwohl aber höchst einflussreich blieb, entwickelt sich ein Dialog über aktuelle Fragen des Staats und der Politischen Theologie. Der Hl. Paulus als erster nicht liberaler Jude, Thomas Hobbes als Denker des Weltbürgerkriegs avant la lettre, Erik Peterson und Leo Strauss als Gesprächspartner Schmitts, Walter Benjamin als gemeinsame Bezugsfigur ihr Echo hallt in einer Korrespondenz wider, in der das Denken der Gewissheit von (er)lö
sender Offenbarung und katholischer Form unterworfen, vom apokalyptischen Affekt und vom Wirken des Katechonten bestimmt, schließlich im kalten Raum absoluter Entscheidungen verortet ist.


Produktinformation

  • Verlag: Fink (Wilhelm
  • 2011
  • 1. Auflage
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 327 S.
  • Seitenzahl: 327
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 144mm x 30mm
  • Gewicht: 535g
  • ISBN-13: 9783770547067
  • ISBN-10: 3770547063
  • Best.Nr.: 23846218

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Nach der Lektüre des nun herausgegebenen Briefwechsels zwischen dem sich selbst als "Erzjuden" bezeichnenden Religionswissenschaftler Jacob Taubes und dem antisemitischen Staatstheoretiker Carl Schmitt ist Rezensent Hans-Martin Lohmann äußerst deprimiert. Denn mit Entsetzen muss der Kritiker feststellen, was wirklich hinter der legendenumwobenen Beziehung der beiden stand: Der in einigen Kreisen sehr verehrten Taubes, den Lohmann allerdings für einen hochstapelnden und unseriösen "Scharlatan" hält, suchte mit seinem Werben um Schmitt (O-Ton: "Juden bleiben immer Juden. Während der Kommunist sich bessern und ändern kann...") den bewussten Skandal für seine Veröffentlichungen. Was die beiden "politischen Theologie" erscheint dem Rezensenten ausgesprochen substanzlos, er nennt es einen "grandiosen geschwätzigen Irrtum". Auch das Nachwort Martin Tremls, der dort auf die nicht persönlich motivierte "Judeophobie" Schmitts hinweise, biete durchaus Anlass zur Kritik, so der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.01.2012

Geheimnisvolle Kassiber
Was wollte der „Erzjude“ Jacob Taubes vom rasenden Antisemiten Carl Schmitt? – Der Briefwechsel erlaubt eine Antwort. Sie fällt ernüchternd aus
Die Beziehung zwischen Jacob Taubes (1923-1987) und Carl Schmitt (1888-1985) ist bis heute umwoben von Gerüchten und Legenden. Dieser Legendenstatus, von den einschlägigen Verehrerkreisen sorgfältig gepflegt, entspricht ziemlich exakt dem Habitus zweier Gestalten, die es zu ihren Lebzeiten liebten, sich in Andeutungen und Mehrdeutigkeiten zu zelebrieren und um sich herum die Aura eines Geheimnisses zu verbreiten, zu dem nur die wenigsten Zutritt haben. Der Staatsrechtler galt nach dem Krieg als das Orakel von Plettenberg, immer für einen enigmatischen Spruch gut, während der Berliner Religionswissenschaftler die ständige Camouflage und Maskerade für seine Auftritte wählte. Mehr als einmal ist bei Taubes und Schmitt von „arcana“ die Rede, und der jetzt publizierte Briefwechsel wimmelt von gelehrten esoterischen Anspielungen – gerne im lateinischen Idiom –, die ein Wissen suggerieren sollen, welches höher ist als alle Vernunft.
Man muss die Frage so krass in den Raum stellen: …

Weiter lesen
Carl Schmitt, geboren 1888 in Plettenberg, lehrte als Professor für Verfassungs- und Völkerrecht in Greifswald (1921), Bonn (1922), Berlin (Handelshochschule, 1926), Köln (1932) sowie an der Universität Berlin (1933-1945). Seine Definitionen der Begriffe Politische Romantik und Politische Theologie, Souveränität, Diktatur, Legalität und Legitimität sowie des Politischen (Freund-Feind-Theorie) hatten starken Einfluß weit über die Grenzen Deutschlands und seines Faches hinaus. Der Autor verstarb - 96jährig - 1985 in seinem Geburtsort.

3 Marktplatz-Angebote für "Jacob Taubes - Carl Schmitt" ab EUR 28,90

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; sehr gut 28,90 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, Banküberweisung primatexxt Buchversand 99,9% ansehen
wie neu 32,00 2,00 Banküberweisung wobber 100,0% ansehen
40,00 4,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Kreditkarte, Lastschrift, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Bergische Bücherstube 99,1% ansehen