Officium Novum - Jan Garbarek/The Hilliard Ensemble

Jan Garbarek / The Hilliard Ensemble 

Officium Novum

Audio CD
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
17 ebmiles sammeln
Statt EUR 18,99*
EUR 16,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
*Früherer Preis
-11 %
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Officium Novum

Schon 17 Jahre ist es her, dass der Saxofonist Jan Garbarek und die englische Vokaltruppe The Hilliard Ensemble mit "Officium" den Grundstein zu ihrer legendären Zusammenarbeit legten. Im vergangenen Jahr erhielten sie dafür Gold für 250.000 verkaufte Einheiten (nach alter Zählung), und nach "Mnemosyne" (1999) folgt nun die dritte Exkursion zwischen Klassik und Jazz: Auf "Officium Novum" begeben sich die fünf Musiker auf eine sakrale Entdeckungsreise im Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident. Der Schwerpunkt liegt auf Werken des armenischen Kirchenkomponisten Komitas. Lieder wie "Ov zarmanali" , ein Choral zur Taufe Christi, oder "Surb Surb", das zur orthodoxen Liturgie gehört, entstanden zwischen 1910, 1915 und greifen sowohl mittelalterliche Kirchenmusik wie volksliedhafte Elemente auf. Garbarek und das Hilliard Ensemble zelebrieren diese musikalischen Gebete mit mystischer Atmosphäre - nur unterbrochen durch das Saxofon, das über allem schwebt und dessen Improvisationen noch lange nachhallen. Die Stücke Komitas' erweitern die Musiker um einen Schwenk durch abendländische geistliche Kompositionen wie "Most Holy Mother Of God", das Arvo Pärt 2003 für das Hilliard Ensemble schrieb, oder das byzantinische "Svete tihij" aus dem dritten Jahrhundert, einer der ältesten überlieferten Choräle des Christentums, bei dem das Saxofon Garbareks intensive Akzente setzt. Zudem bearbeiteten die Fünf erneut "Alleluia. Nativitas" von Pérutin (12. Jhd.), machen mit "Tres morillas" aus dem "Cancionero de Palacio" einen Abstecher ins Spanien des 16. Jahrhunderts und kommen über die "Litanei" von Nikolai Kedrow, einem Schüler von Nikolai Rimski-Korsakow, zu zwei Kompositionen aus der Feder von Garbarek selbst: "Allting Fins" und "We Are The Stars". Mit einem Gedicht von George Seferis, "Nur ein weniges noch" (gelesen von Bruno Ganz), endet dieses intensive Hörerlebnis. Birgit Schlinger
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag


Produktinformation

  • Anzahl: 1
  • Datenträger: CD
  • Erscheinungstermin: 17.09.2010
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.09.2010

Findlingswirtschaft
Da capo: Garbarek trifft Hilliard

Europa reicht von der Iberischen Halbinsel bis nach Armenien: Dies ist die versteckte Botschaft des neuen Albums "Officium Novum" von Jan Garbarek und dem Hilliard Ensemble. Nach ihrer ersten gemeinsamen Einspielung vor siebzehn Jahren mit Werken von Perotin, Dufay und anderen, einer Mischung von stilsicherem Sakralgesang und jazziger Improvisation, welche die sogenannte Alte Musik aus der Spezialistenecke herausholte, ist dies nun bereits das dritte Mal, dass die ungleichen Partner kooperieren (1998 gab es ein weiteres Album). Was im ersten Moment gewöhnungsbedürftig erscheint, entfaltet nach kurzer Zeit gehörige Faszinationskraft.

Im Zentrum des neuen Albums stehen mehrstimmige liturgische Gesänge aus Armenien, deren Tradition bis in frühchristliche Zeiten zurückreicht. Überliefert wurden diese Hymnen, Choralmelodien und Messebestandteile durch den Priester und Musikforscher Komitas Vardapet, der von 1869 bis 1935 lebte. Er hat die Musik schonend überarbeitet und in ihre heutige Form gebracht. Außerdem erklingt eine orthodoxe Litanei aus Byzanz und das Lied eines spanischen Anonymus …

Weiter lesen

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Die dritte Zusammenarbeit des bekannten Saxofonisten mit dem Hilliard-Ensemble (bestehend aus den beiden Tenören Rogers Covey-Crumb und Steven Harrold, Countertenor David James und Bariton Gordon Jones) erinnert im Titel an das erfolgreiche erste Album "Officium" von 1993. Den teilweise uralten christlichen Gesängen insbesondere armenischer Herkunft, die vom Männerquartett perfekt introvertiert intoniert werden, überlagert sich ein ständig solo improvisierendes Tenor- oder Sopransaxofon, das nicht ins Arrangement integriert wurde. Es wirkt wie ein aufdringlicher Platzhirsch, der keine Rücksicht auf die melodische Struktur der Hymnen nimmt, sondern mit störrisch leittönigen Jazzscales die alten Kirchentonarten überdeckt. Krieg der Welten: Sie verbinden sich nicht, sondern kämpfen miteinander. Da nutzt auch der Kirchenhall des österreichischen Klosters St. Gerold nichts, in den Produzent Manfred Eicher die Musik einbettet hat. Schade, man hätte auch die modernen Kompositionen von Arvo Pärt und Jan Gabarek selbst gern frei und ungestört durch Klischeelinien gehört. (jn)

Trackliste zu "Officium Novum" von Jan Garbarek / The Hilliard Ensemble


CD
1 Ov zarmanali
2 Svjete tihij
3 Allting finns
4 Litany
5 Surp
6 Most Holy Mother of God
7 Tres morillas m'enamoran
8 Sirt im sasani
9 Hays hark
10 Alleluia. Nativitas
11 We Are The Stars
12 Nur ein Weniges noch
Andere Kunden kauften auch