Kaschtanka und andere Kindergeschichten - Tschechow, Anton

Anton Tschechow 

Kaschtanka und andere Kindergeschichten

Ausgew. u. übertr. v. Peter Urban
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Kaschtanka und andere Kindergeschichten

Der Kinderklassiker 'Kaschtanka' und weitere Geschichten von Anton Cechov über Tiere, Wundertäter und junge Menschen - für Kinder und alle, deren Phantasie jung geblieben ist.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 156 S. m. Zeichn. v. Tatjana Hauptmann.
  • Seitenzahl: 156
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 153mm x 20mm
  • Gewicht: 425g
  • ISBN-13: 9783257011074
  • ISBN-10: 3257011075
  • Best.Nr.: 12729551
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.11.2004

Dreijähriger mit Galoschen
"Kaschtanka" und andere Herzensbrecher: Tschechow für Kinder

Der legendäre russische Journalist "Onkel Giljai" erinnerte sich später genau an jenen Abend, als jemand eine Begebenheit zum besten gab, bei der ein Hund in einen Zirkus geraten war. Anton Tschechow, ebenfalls anwesend, machte daraus die zum Klassiker gewordene Geschichte "Kaschtanka". Sie wurde auf der Stelle ein Herzensbrecher, und noch immer hält ihre Beliebtheit an, vor allem bei Kindern, obwohl sie ebensowenig wie alle anderen Texte Tschechows für die Kinderstube gedacht war. Natürlich hatte der darin porträtierte berühmte Tierdresseur Durow seinen Anteil an der Popularität, aber das allein kann es nicht sein. Daß aus der Perspektive der kastanienbraunen Promenadenmischung erzählt wird, war ungewöhnlich, war hinreißend, war komisch und rührend. Vor allem aber gibt es - selten bei Tschechow - einen Schluß, der die Erwartungen zufriedenstellt. Noch dreizehn weitere Kurzgeschichten und Humoresken hat Peter Urban ausgewählt, um junge Leser an den großen Anton Pawlowitsch heranzuführen, überwiegend solche, in denen Kinder die Protagonisten sind. Ob …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

"Witzig und leicht" geht es nur in wenigen Geschichten in Anton Tschechows Kinderbuch "Kaschtanka" zu, berichtet Rezensentin Sonja Zekri, hat es aber trotzdem sehr gerne gelesen. Denn Tschechow wäre eben nicht Tschechow, "wenn er seine Figuren nicht ebenso im wohlhabenden Bürgertum fände wie in der Gosse". Folglich handeln die Geschichten von unglücklichen Waisenkindern, die verzweifelte Briefe an den Großvater schicken, Kutschern, die vor lauter Einsamkeit mit ihrem Pferd sprechen, Jungen, die zu spät zum Arzt gehen und wahrscheinlich ihren Arm verlieren. "Kindheit, das ist bei Tschechow kein behütetes Aufwachsen, sondern ein Überlebenskampf im Kleinen, nach Kinderregeln, mit Kinderängsten", meint die Rezensentin. Häufiger als ein fröhliches Ende wird man also ein "realistisches" bis "lakonisches" finden. Und nicht zuletzt seien auch die Kinder selbst bisweilen kleine Monster.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.01.2005

Zarenzeit
cechovs Kindergeschichten
Der Generalmajor außer Dienst Buldejew hat Zahnschmerzen. Er versucht es mit Wodka, Kognak, Opium, Terpentin, Petroleum und Jod - umsonst. Ziehen kommt nicht in Frage, und so ist Buldejew Feuer und Flamme, als sein Verwalter einen Steuerinspektor erwähnt, der Zähne bespricht, der sich überhaupt nur noch von Zähnen ernährt. Nur: Wie hieß der Mann? Jakow Wassiljitsch, na gut, aber der Nachname? „Vergessen!”, hadert der Verwalter: „Dabei ist es ein ganz einfacher Name . . . etwas mit Pferd . . . Stutlinskij? Nein . . . vielleicht Hengstjew?” Pferdlitzkij? Gaulowskij? Rosskin? Oder vielleicht Hufkow? Pferdowkin? Nicht nur Anton cechov, so ahnt man schon an dieser Stelle, auch sein Übersetzer und Herausgeber Peter Urban könnten diese Spielereien mühelos noch fünfzig, sechzig Seiten fortsetzen. Wallachowkin? Pferdinin? Trabkin? Galoppowskij? Irgendwie ansteckend, das Ganze.
So witzig und leicht geht es in cechovs Kinderbuch Kaschtanka allerdings nur ausnahmsweise zu. Die meisten Erzählungen tauchen tief ein in die Rätsel und Schrecken einer Kindheit zur Zarenzeit, und cechov wäre nicht cechov, wenn er seine …

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Anton Cechov wurde 1860 in Taganrog als Sohn eines kleinen Krämers geboren. Er war als Arzt tätig, erkrankte selbst an Tuberkulose und verbrachte ab 1898 sein Leben in Kurorten in Südrußland und in Westeuropa. Er starb 1904 in Badenweiler. Seine Erzählungen fanden schon früh Bewunderer (unter ihnen auch Leo Tolstoi), und seine Dramen (darunter 'Drei Schwestern', 'Der Kirschgarten', 'Onkel Vanja') - die heute auf allen Bühnen gespielt werden - stellten einen bedeutenden Neubeginn für das russische Theater dar.

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