»Beziehungsinvalide«, »vollverkabelt«, »spracharm«, »gewalttätig« -
solche leichtfertig verwendeteten Adjektive sind schnell zur Hand,
wenn es um die Charakterisierung von sozialen »Problemkindern«
geht. - Kann man mit solchen Kindern überhaupt ins Gespräch kommen?
Ganz und gar, wenn es um Themen der Religion und des Glaubens geht?
Die Autorin schildert in bewegenden Reportagen den rauhen und
harten Alltag vernachlässigter Kinder - einen Alltag, der
gekennzeichnet ist von verbaler und körperlicher Gewalt, aber auch
von tiefen existentiellen Fragen und dem Ausharren in der
Hoffnungslosigkeit.
Die langen Jahre als Religionslehrerin an Förderschulen haben die
Autorin ein Gespür entwickeln lassen für die Beheimatung des
»Heiligen im Groben«, für die »Gottesliebe im Stall« und für den
»Gott, der auch im finsteren Tal bei uns« ist. Ihre Reportagen
lehren uns die »Blume im Matsch«, den »Engel im T-Shirt« und den
»Klosterbruder im Kampfanzug« zu sehen. Dabei will sie keinesfalls
eine heile Welt herbeierzählen, sondern dazu anregen, das Heil in
der Welt aufzuspüren.