 | Besprechung von 19.09.2009 |
In den Himmel
Dass man in einem 3D-Film mal sagen würde, womöglich funktioniere er in 2D auch nicht viel schlechter, zeigt nur, dass es dem Verfahren mittlerweile gelungen ist, Räume zu schaffen, durch die sich das Auge mit einer ähnlichen Selbstverständlichkeit bewegt wie über das flache Bild. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass inzwischen begriffen wurde, dass sich 3D-Filme nicht darin erschöpfen dürfen, dem Zuschauer dauernd mit irgendwas vor der Nase herumzufuchteln. Diese Reise eines Witwers in einem an tausend Luftballons hängenden Haus nach Südamerika ist natürlich auch wieder von den ulkigen Figuren und Tieren bevölkert, auf die sich Pixar so gut versteht. Aber das Tollste an Pete Docters liebevoll gemachtem Film ist eine Passage, in der die Geschichte einer lebenslangen Liebe bis zum Tod in nur wenigen Bildern erzählt wird. So einfach und so schön hat man das noch selten gesehen.
malt
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Pixar traut sich was und macht ausgerechnet einen alten, knurrigen Mann zur Hauptfigur seines Animationsstreifens "Oben". In den grandiosen ersten 20 Minuten erzählt der Film im Zeitraffer das Leben des schrulligen Carl Fredriksen, der sein Leben lang mit seiner Frau den Traum hegte, einmal zu den Paradiesfelsen in Südamerika zu reisen. Als greiser Mann hat er es immer noch nicht geschafft. Als man ihn ins Altersheim anschieben will, macht er sich - ganz darf die Jugend dann eben doch nicht fehlen - mit dem mopsigen Pfadfinder Russell auf die abenteuerliche Reise. Tausende von Ballons heben Fredriksens Haus in die Luft. Das Erstaunliche an dem jüngsten Pixar-Werk sind allerdings nicht nur Animationstechniken, mit denen sich ein Flug durch einen Orkan, malerische Details wie Wolken, Landschaften oder Gebäude und selbst die letzte Hautpore pixelgenau darstellen lassen, sondern mit welch leichter Hand Regisseur Pete Docter und sein Team auch Themen wie Alterseinsamkeit, Krankheit und Tod behandeln.Extras Audiokommentar, Kurzfilme "Teilweise wolkig" u. "Dugs Sondereinsatz", Alternative Szene u. a.Auch als Blu-ray-Disc
Angelehnt an die biblische Schöpfungsgeschichte erzählt "Die Erde von oben" anhand von atemberaubenden Naturaufnahmen in sieben Kapiteln von Genesis bis Terra Incognita eine nicht nur geografische, sondern auch philosophische Weltreise. Ein Vater erzählt seinem Sohn über die Entstehung der Erde und die unabdingbare Versöhnung zwischen Mensch und Natur für deren Fortbestand.
Untermalt wird die Geschichte von berauschenden Bildern von Wüste, Seen, Wolkenkratzern und anderen interessanten Sehenswürdigkeiten, wie man sie so noch nie von unserem Heimatplaneten gesehen hat.
Vom Bild zum Film
Basierend auf den Fotos von Yann Arthus-Bertrand, die im gleichnamigen Bestseller-Bildband erschienen, porträtiert Regisseur Renaud Delourme den Planeten Erde. Mit einer besonderen Zoomtechnik, die ein Gefühl von Raumtiefe erzeugt, gelingt es ihm, den unbewegten Bildern eine dynamische Ebene zu verleihen. Trotz der einzigartigen Optik wirkt die erzählte Geschichte jedoch arg belehrend.
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