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Mein schönes Leben
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: ECON
- 2003
- 2. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 451 S.
- Seitenzahl: 451
- Deutsch
- Abmessung: 223mm x 149mm x 43mm
- Gewicht: 715g
- ISBN-13: 9783430157339
- ISBN-10: 3430157331
- Best.Nr.: 12015014
Produktbeschreibung zu "Mein schönes Leben"
Kurzbeschreibung
Manfred Krug schreibt über seine Jugend - pointiert, amüsant, nachdenklich. Er selbst sagt dazu: "Alles aus der Zeit habe ich mir gemerkt, und was ich mir nicht genau gemerkt habe, das habe ich mir ungenau gemerkt."
Beschreibung
1937 in bescheidenen Verhältnissen und wirren Zeiten geboren, war "das schöne Leben" ein eiziges Hin und Her zwischen Henningsdorf und Duisburg, bis ihn der Vater nach der Scheidung der Eltern nach Leipzig holte. Da war er 13. Eine Kriegs- und Nachkriegskindheit, ein Aufwachsen zwischen West und Ost voller Abenteuerromantik und Tollkühnheit, die in dem Entschluss, nicht als Stahlwerker wie sein Vater zu bleiben, sondern Schauspieler zu werden, sein vorläufiges Ende in diesem Buch findet.
Wichtigster Halt in all den Jahren war Oma Lisa, "der einzige Mensch, der mich liebte", die Mutter seines Vaters, der aussah wie Rudolf Valentino und es mit der Treue nicht ernst nahm.
Was ihm in den wild bewegten Jahren bis zur Aufnahme an der Schauspielschule alles mit seinen Freunden und mit der Familie passierte, steht in diesem autobiographischen Geschichtenbuch, bestechend und einzigartig erzählt, voller Komik und liebenswürdiger, praller Gestalten bis hin zur Urmutter Johanna Krug, einer taubstummen Wäscherin aus Katowice.
Ihre Lebensgeschichte wird als Kontrapunkt und in einem anderen Sprachstil zwischen das "wirkliche Erleben" geschnitten. Ein Buch im Buch sozusagen, das, für sich genommen, schon eine Kostbarkeit ist.
Manfred Krug hat sich zum Ziel gesetzt, den Leser nie zu langweilen. Er will unterhalten. Das ist ihm auf eine Weise gelungen, die man einmalig nennen kann.
06.07.2004
Das Leben, ein Schauspiel
Mario Adorf, Uschi Glas und Manfred Krug erinnern
sich
Der Seufzer, gleich im Prolog von Mario Adorfs jüngstem Buch, kommt
aus tiefstem Herzen: Wie leicht haben es doch die Franzosen, weil
sie zwischen se rappeler, dem gezielten Eintauchen in den
Gedächtnisspeicher, und se souvenir, dem plötzlichen Auftauchen von
vermeintlich Vergessenem, zu unterscheiden wissen. Für Adorf, den
es aus einem kleinen Eifelstädtchen hinaus in die weite Filmwelt
von Italien und Sibirien, Hollywood und Mexiko trieb, gibt es nur
Bruchstücke des Erinnerns, unbehauen und unbezeichnet.
"Unordentliche Erinnerungen" beschwört deshalb sein Buch
"Himmel und Erde" im Untertitel, weil der Autor ihnen das
Nebensächliche, Zufällige und auch Lückenhafte bewußt erhalten
wollte, weil sie eben nicht den wesentlichen Daten und Linien
seines Lebens folgen sollen.
Die Neugier ist auf der Stelle geweckt. "In der Eifel und im
rheinischen Raum", erklärt Adorf den Buchtitel, "war
,Himmel und Äd' ein einfacher Eintopf der eher mageren Jahre,
aus Äpfeln und Kartoffeln zusammengekocht. Die Äpfel wachsen auf
den Bäumen, daher: Himmel, die Kartoffeln im …
29.06.2004
Einmal ein einzelner Mensch sein
Manfred Krug erzählt sein schönes Leben mit Duisburger, Leipziger und Berliner Humor
Wer nicht ständig viele Stunden auf der Autobahn zubringen muss, wird nur selten eines der langen Hörbücher bis zum Schluss anhören. Dieses aber unbedingt, denn es ist richtig, richtig gut. Manfred Krug und Ursula Karusseit haben es gemacht. Darin erzählt Krug seine eigene Kindheit in Duisburg, Osnabrück, Henningsdorf, Brandenburg, Berlin, und seine Jugend in der DDR, als Stahlschmelzer und wie er an die Schauspielschule kam. Und Karusseit erzählt das Leben von Krugs Urgroßmutter.
Der Text ist sowohl interessant als auch spannend. Man will immer wissen, wie es weitergeht. Manfred Krug, 1937 geboren, ist soviel hin- und hergezogen und hatte so viele Erziehungspersonen, die sich abwechselnd um ihn kümmerten, dass der Bericht von seinen ersten siebzehn Jahren in die Hörbuchkategorie „schwere Kindheit” gehörte, wenn er nicht so lustig davon erzählen würde. Und wenn nicht doch durch all die Wirren von Krieg und Trennung der Eltern und Zerrissenheit der Familie in Ost und West die nicht immer gleichmäßige, aber beständige …
Kundenbewertungen zu "Mein schönes Leben" von "Manfred Krug"
Bewertung von andi aus Burg am 30.04.2010
Bei einem Gastspiel Manfred Krugs, zu dem mich eine Freundin eingeladen hatte, stieß ich auf dieses höchst unterhaltsame Buch. Es berührt mich, da es von der Zeit in der meine Urgroßeltern gelebt und Eltern aufgewachsen sind erzählt.
Über die Vergangenheit können wir nur aus Erzählungen erfahren. Dann ist es doch sehr angenehm, wenn diese so amüsant und kurzweilig sind wie "Mein schönes Leben".
Dann geben Sie bitte hier Ihre Bewertung ab
06.07.2004
Manfred Krug gibt sich literarisch ambitioniert, staunt Hans-Dieter
Seidel und kann dem Schauspieler trotz gewisser Eitelkeiten nicht
seinen Respekt versagen. Der literarische Ehrgeiz des Verfassers
macht die Lektüre anfangs etwas anstrengend, gesteht Seidel ein.
Denn Krug habe es sich zum Ziel gesetzt, erzählerisch jeweils die
entsprechende Altersklasse zu fixieren, von der er berichte. So sei
gerade zu Anfang der Ton bewusst naiv und in der Mischung mit Krugs
Pointensucht schwer erträglich, findet Seidel. Zugleich stelle sich
Krug aber als kluger und aufmerksamer Beobachter heraus, der kleine
Szenen oder Details gekonnt verdichten kann, hält der Rezensent
lobend dagegen. Was der Autor tatsächlich literarisch vermag, sieht
er in den dazwischen geschobenen Passagen bestätigt, in denen Krug
- "frei von jeglicher Anspielung" - vom Leben seiner
Urgroßmutter in armseligsten Verhältnissen berichtet und
"ihren aufrechten Gang" zu einem exemplarischen
Lebenslauf verarbeitet, der Seidel schlicht Bewunderung abverlangt.
Da sei es nur konsequent, dass Krug seine Autobiografie in dem
Moment abbreche, wo er eine gewisse Berühmtheit erlangt habe.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
literaturtest.de
Liebeserklärung an Oma Lisa
Spielen ist sein Leben, über seinen Gesang lässt sich streiten, und
schreiben kann er. Das jüngste 450-Seiten-Werk des Schauspielers
Manfred Krug ist vor allem eine Liebeserklärung an die Großmutter,
an "Oma Lisa, die schönste und zärtlichste Frau meines
Lebens". Es ist die Erinnerung an eine spannende, harte, aber
auch heitere Kindheit trotz Krieg, den Wirren danach und
Familien-Zoff.
Hamsterfahrten
Krug schreibt geordnet, sortiert, diszipliniert. Die ersten 17
Lebensjahre sind eingebunden in Familiengeschichte, Erlebnisse
zwischen Duisburg (West) und Brandenburg (Ost), die große Politik
und die kleine Welt des Manfred K. Er schildert die Hamsterfahrten
auf der Suche nach Essbarem ebenso anschaulich wie das bewegte
Liebesleben seines Vaters, der bei Manfreds Geburt die beste
Freundin der Mutter beglückt. Allein die Oma bleibt der ruhende Pol
in einem prallen Leben - gut beobachtet, anschaulich und pointiert
beschrieben.
Weg vom Stahlwerk
Krug will, zum Ärger des Vaters, der zugleich einer der Chefs im
Stahlwerk ist, nicht Stahlkocher in Brandenburg bleiben, sondern
Schauspieler werden. …
Rezensionen und Kritik
»Manfred Krug ist sehr direkt und meistens wohl auch ehrlich. "Schauspieler nehmen sich schon früh wichtig", schreibt das charmante Raubein in seinen 2003 erschienenen und viel beachteten Jugenderinnerungen.« 02.02. 07 dpa, Wilfried Mommert »Vor drei Jahren vermeldete das Zigarren paffende [...] Original seinen Abtritt vom Filmset. Zuvor schenkte er uns noch seine Memoiren, wie immer gewitzt, aber auch ungeniert sentimental und angemessen altersweise.« 08.02.07 Die Welt, Reinhard Wengierek
Autorenporträt zu "Manfred Krug"
Manfred Krug, einer der bekanntesten Schauspieler Deutschlands, 1937 in Duisburg geboren, Umsiedlung als Zwölfjähriger nach Leipzig. Ab 1956 Fernsehrollen, zahlreiche Nationalpreise der DDR. 1976, mit der Unterzeichnung der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, endete Krugs Karriere in der DDR, 1977 Übersiedlung nach West-Berlin. Ab 1978 große Fernseherfolge mit "Auf Achse", "Sesamstraße", "Tatort" und "Liebling Kreuzberg". 1988 Grimme-Preis für "Liebling Kreuzberg". Zahlreiche CD- und Buchveröffentlichungen, aktuell: Mein schönes Leben (2003).
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