Personen und Reden - Kluge, Alexander

Alexander Kluge 

Personen und Reden

Lessing, Böll, Huch, Schiller, Adorno, Habermas, Müller, Augstein, Gaus, Schlingensief ,Ad me ipsum

Buch mit Leinen-Einband
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
16 ebmiles sammeln
EUR 15,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Personen und Reden

Zum 80. Geburtstag hat sich Alexander Kluge einen zweiten SALTO-Band gewünscht, um seine Reden über andere große deutsche Öffentlichkeitsarbeiter zu sammeln: Er spricht über G. E. Lessing, Heinrich Böll, Ricarda Huch, Friedrich Schiller, T. W. Adorno, Jürgen Habermas, Heiner Müller, Rudolf Augstein, Günter Gaus und Christoph Schlingensief. Dabei gelingen ihm nicht nur verblüffend zugespitzte Portraits dieser Personen. Kluges Gedanken "durchstreifen sein Hirn" und schöpfen - blitzgescheit und haarsträubend assoziativ - aus einem tiefen Fundus von Kenntnissen: Er führt literarische Beispiele (Ovid, Shakespeare oder David Hume) ebenbürtig mit historischen Ereignissen als Zeugen an, wobei sein Interesse immer den großen Wendepunkten gilt (1945, Tschernobyl oder dem 11. September). Am Ende steht ein für dieses Buch neu geschriebener Text: Ad me ipsum, in dem er uns von den ihm wichtigen Produktionsmitteln des Gefühls erzählt: den Büchern, den Bildern und der Oper.


Produktinformation

  • Verlag: Wagenbach
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 144 S.
  • Seitenzahl: 140
  • Salto
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 118mm x 18mm
  • Gewicht: 218g
  • ISBN-13: 9783803112828
  • ISBN-10: 3803112826
  • Best.Nr.: 34530389
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.02.2012

Die Nachtapotheke der Aufklärung

Gegen Überwältigung durch Kunst: Zum achtzigsten Geburtstag von Alexander Kluge sind Reden und Selbstauskünfte von ihm in einem Band versammelt worden.

Er schreibt keine Gedichte, keine Dramen und keine Romane. Er schreibt nicht einmal Sachbücher, von wissenschaftlichen Texten ganz zu schweigen. Dennoch ist Alexander Kluge der kompletteste Autor als Produzent, den die deutsche Literaturgeschichte seit seinen Büchern "Lebensläufe" von 1961 und "Schlachtbeschreibung - der Untergang der 6. Armee" von 1964 kennt. Zur Gattungsbezeichnung genügt ihm ein Begriff, den wiederum die Poetik nicht führt: Er erzählt - ob in Büchern, Filmen, Hörspielen, Essays oder Fernsehsendungen und ganz gleich, ob sie nun ganz, teilweise oder nicht erfunden sind - Geschichten. Er konkurriert, anders formuliert, nicht mit Dichtern, sondern mit Historikern und Journalisten. Ihnen zeigt er in Form von Literatur, was möglich ist.

Heute wird Alexander Kluge achtzig Jahre alt. Das Geschichtenerzählen hat ihm, dem Juristen, der während seines Referendariats Ende der fünfziger Jahre Theodor W. Adorno begegnete, woraufhin er Justitiar …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Was ist das für einer, dieser Alexander Kluge, der heute 80 wird? Jürgen Kaube versucht sich in einer Definition jenseits der bekannten Muster. Kein Dichter sei er, kein Dramatiker, kein Romancier, eher ein Historiker. Dass Kluge wenig auf Stil und Kunstschönheit setzt und viel auf die Quellen persönlicher Erfahrung, die für ihn stets exemplarisch sind, weiß Kaube. Und es lässt sich was lernen aus diesen Texten, in denen der Autor das Private resozialisiert, ohne dabei therapeutisch zu sein, wie Kaube es formuliert. Dass Kluge sich auf Menschen bezieht, und nicht nur in den in diesem Band enthaltenen Reden auf Wegbegleiter, wie Habermas, Gaus und Müller, dem widerspricht der für Kaube schönste Text des Bandes wohl auch nur scheinbar: Es ist ein Plädoyer für die Oper als Erfahrungsort für Kinder.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.02.2012

Die Wirklichkeit ergänzen
Es gilt das Gesetz des Vermischten: In „Das fünfte Buch“ erkundet Alexander Kluge Wendepunkte in Lebensbahnen
Eine nur siebzehn Zeilen umfassende Geschichte in Alexander Kluges „Fünftem Buch“ trägt den Titel „Wie ich Thomas Manns Villa umschlich“. Sie handelt davon, wie der Autor in den frühen 1950er Jahren als junger Mann mit seiner Schwester per Anhalter in die Schweiz fährt, in Zürich das Haus Thomas Manns aufsucht und betrachtet, während seine Schwester an der Straßenecke wartet „wie die Gefährtin eines Verbrechers, die Wache hält“. Weil der junge Mann weiß, wie sorgfältig der große Autor seine Tages- und Lebenszeit verwaltet, erwartet er nicht, dass er mit einem Unbekannten auch nur einige Minuten teilen würde. Er wagt nicht, an der Haustür zu klingeln. So steht im Mittelpunkt der kleinen Geschichte eine nicht gehaltene kurze Vorstellungsrede: „Ich bin mit Erfolg geprüfter Rechtskandidat, bereite mich auf den Referendardienst in der Justizverwaltung des Landes Hessen vor, möchte Dichter werden und erbitte Ihre Ratschläge. Ihre Werke und die von Thornton Wilder habe ich in der Bibliothek …

Weiter lesen
Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt geboren. Er studierte in Marburg und Frankfurt/Main Rechtswissenschaften, Geschichte und Kirchenmusik. Nach seiner Zulassung als Rechtsanwalt absolvierte er ein Volontariat bei dem Filmregisseur Fritz Lang und betätigte sich mit Erfolg als Filmemacher und literarischer Autor. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Deutschen Filmpreis 2008 (Ehrenpreis).

Blick ins Buch "Personen und Reden"

2 Marktplatz-Angebote für "Personen und Reden" ab EUR 15,30

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 15,30 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,9% ansehen
wie neu 15,40 0,00 Banküberweisung rmg-buch 96,3% ansehen