Eine martialische Soundorgie ohne Vergleich Die Band aus der
Bundeshauptstadt katapultierte sich mit "Herzeleid"
(1995) und "Sehnsucht" (1997) an die Spitze der deutschen
Rock-Szene. Mit "Live in Berlin" untermauern Rammstein
ihren Status als eine der aufregendsten Bands der 90er Jahre
eindrucksvoll. Über drei Millionen Alben konnte Rammstein in den
letzten vier Jahren weltweit absetzten. Mit ihrer einmaligen,
perfekt inzenierten Bühnenshow sorgten sie nicht nur in Deuschland
für Begeisterungsstürme. Grund genug für die Band, nach mehr als
500 Konzerten, ein Live-Album zu veröffentlichen, das die einmalige
Atmosphäre ihrer Auftritte perfekt einfängt. Auf "Live in
Berlin", mitgeschnitten am 22. und 23. August 1998 in der
Wuhlheide, überzeugen Rammstein wie gewohnt mit einer eigenwilligen
Tour de Force durch eine bizarre, zum Teil ironisch überhöhte Welt
aus Haß, Trauer, Gewalt, Erotik und besinnungsloser Liebe. Bereits
der Opener "Spiel mit mir" markiert eindringlich den
musikalischen Weg zwischen Härte und Gefühl, dem die Band in den
folgenden 18 Stücken kompromißlos folgt. Zu den weiteren
Höhepunkten zählen knallharte Versionen von "Herzeleid"
und "Weisses Fleisch" sowie eine wild romantische
Interpretation von "Klavier", beim dem der vielstimmige
Publikums-Chor perfekt in den dramaturgischen Ablauf des Songs mit
eingebaut wird. Im Vergleich zu den ohnehin sehr wuchtigen
Studioversionen gewinnen die Songs live noch zusätzlich an
Durchschlagskraft. Rammstein bleiben bei vielen Stücken zwar sehr
nahe an den Original-Einspielungen, ziehen aber bei "Du
riechst so gut" oder "Du hast" genau im richtigen
Moment die Geschwindigkeit an. Das limitierte Doppelalbum enthält
neben dem gesammten Konzert zusätzlich drei CD-Rom-Tracks mit
ausgewähltem Bildmaterial.
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