Karl Popper ist der am meisten zitierte Vertreter der Aufklärung in
diesem Jahrhundert. Bekannt ist er als Sozialphilosoph durch
"Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" und als
Wissenschaftstheoretiker der "Logik der Forschung". Außer
in diesen beiden Büchern hat er in zahllosen anderen, in Vorträgen
und Aufsätzen von der Altphilologie bis zur Quantenphysik und
Biochemie Anstöße gegeben oder Kritik geübt; er hat dabei immer
wieder vorgeführt, wie man schwierige theoretische Probleme in
einfacher, klarer Sprache darlegen kann. Das Popper Lesebuch ist
ein Querschnitt durch sein Werk und zeigt bei der Vielfalt der
behandelten Problemedie erstaunliche Einheit in Poppers Denken.
Karl R. Popper, geboren am 28. Juli 1902 in Wien, gestorben am 17. September 1994 bei London. Er emigrierte 1937 nach Neuseeland, wo er am University College in Christchurch lehrte. Von 1946 bis 1969 war er Professor an der London School of Economics. 1965 wurde er von Königin Elizabeth II. geadelt. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Inhaltsangabe
Inhaltsverzeichnis V Einleitung des Herausgebers VII Teil I. Erkenntnistheorie 4 1. Die Anfänge des Rationalismus (1958) 4 2. Die Verteidigung des Rationalismus (1945) 12 3. Erkenntnis ohne Autorität (1960) 26 4. Subjektive oder objektive Erkenntnis? (1967) 40 5. Evolutionäre Erkenntnistheorie (1973) 60 6. Zwei Arten von Definitionen (1945) 70 7. Das Problem der Induktion (1953, 1974) 85 8. Das Abgrenzungsproblem (1974) 103 Teil II. Philosophie der Naturwissenschaften 118 9. Die wissenschaftliche Methode (1934) 118 10. Falsifikationismus oder Konventionalismus? (1934) 127 11. Die empirische Basis (1934) 135 12. Die Zielsetzung der Erfahrungswissenschaft (1957) 144 13. Das Wachstum der wissenschaftlichen Erkenntnis (1960) 154 14. Wahrheit und Annäherung an die Wahrheit (1960) 164 15. Propensitäten, Wahrscheinlichkeiten und die Quantentheorie (1957) 185 Teil III. Metaphysik 194 16. Metaphysik und Kritisierbarkeit (1958) 194 17. Der Realismus (1970) 205 18. Kosmologie und Veränderung (1958) 211 19. Die natürliche Selektion und ihr wissenschaftlicher Status (1977) 225 20. Indeterminismus und menschliche Freiheit (1965) 234 21. Das Leib-Seele-Problem (1977) 252 22. Das Ich (1977) 263 Teil IV. Sozialphilosophie 276 23. Der Historizismus (1936) 276 24. Die Stückwerk-Sozialtechnik (1944) 293 25. Die Paradoxien der Souveränität (1945) 309 26. Marxens Theorie des Staates (1945) 316 27. Individualismus oder Kollektivismus? (1945) 329 28. Die Autonomie der Soziologie (1945) 337 29. Das Rationalitätsprinzip (1967) 350 30. Gegen die Wissenssoziologie (1945) 360 Anmerkungen 375 Textnachweis 445 Bibliographische Hinweise 449 Personenregister 451Sachregister 457