Mit dem Longplayer "The House" emanzipierte sich die
Sängerin und Songwriterin 2010 mit Hilfe von William Orbit und Guy
Chambers von ihrem Entdecker Mike Batt. Auf "Secret
Symphony" kehrt Katie Melua wieder zu ihrem früheren Mentor
zurück. Alle elf Songs entstanden unter der Regie von Mike Batt,
der das Album auch produziert hat. Besonders glücklich scheint
Katie Melua mit den durchwachsenen Reaktionen auf ihren letzten
Longplayer nicht gewesen zu sein, mit dem sie auch kommerziell,
trotz diverser Gold- und Platin-Auszeichnungen, nicht ganz an die
Erfolge der Vorgänger anknüpfen konnte. Also düngt sie gemeinsam
mit Mike Batt auf "Secret Symphony" wieder ihre
musikalischen Wurzeln. Und die Resultate fallen durchaus
überzeugend aus: Das Sounddesign der elf Stücke erinnert stark an
das ihrer ersten beiden Alben, "Call Off The Search"
(2003) und "Piece By Piece" (2005), mit denen sie
nachhaltig die Musikwelt verzauberte. Bereits mit dem Opener,
"Gold In Them Hills", einem Song aus der Feder von Ron
Sexsmith, gelingt ihr nichts weniger als ein Geniestreich. Doch
auch in den beiden folgenden Nummern von Mike Batt, "Better
Than A Dream" und "The Bit That I Don't Get",
ist ihr Gesangseinsatz aller Ehren wert. Zu den weiterer
Höhepunkten zählen die gefühlvolle Interpretation des
Bluesklassikers "Nobody Knows You When You're Down And
Out", den Jimmy Knox 1923 geschrieben hat, sowie die auf
sanften Streicherklängen dahingleitende Coverversion von "All
Over The World", das im Original von Françoise Hardy
"Dans Le Monde Entier" hieß und bei dem Katie Melua das
ganze Klangspektrum ihrer Stimme ausschöpft. Norbert Schiegl
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