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Die Flüsterer
Leben in Stalins Russland
Übersetzer: Rullkötter, Bernd
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Berlin Verlag
- 2008
- 4. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 1036 S. m. Abb. u. Übers.-Ktn.
- Seitenzahl: 1040
- Deutsch
- Abmessung: 220mm x 149mm x 63mm
- Gewicht: 1130g
- ISBN-13: 9783827007452
- ISBN-10: 3827007453
- Best.Nr.: 23602582
Leseprobe
Produktbeschreibung zu "Die Flüsterer"
Kurzbeschreibung
In seinem meisterhaft komponierten neuen Buch erzählt der Historiker Orlando Figes ergreifende Lebensschicksale während der schlimmsten Jahre der sowjetischen Unterdrückung. Ein beispielloser Blick in die Innenwelt eines geschundenen Volkes.
Beschreibung
Leseprobe zu "Die Flüsterer" von Orlando Figes
Detailinfo
14.11.2008
Wie die Menschen zu Flüsterern werden
Seelenkrüppel legten es darauf an, den anderen das Leben zur Hölle
zu machen: Orlando Figes hat mit Zeugen des Stalinismus gesprochen
und trägt ihre erschütternden Berichte zusammen.
Einem jungen Engländer, zu Gast in Russland und im Begriff, sich
auf russische Geschichte zu spezialisieren, eröffnete die
dramatische Endphase des Sowjetregimes in den Jahren 1985 bis 1991
die Möglichkeit faszinierender Rückblicke. Denn jetzt meldeten sich
bei Orlando Figes immer mehr Menschen, die ihm von Vergangenem
erzählen wollten.
In der Ära Putins und Medwedjews werden die Schatten dieser
Vergangenheit zwar immer unverfrorener ausgeblendet: Russland soll,
so der politische Wille, wieder stolz auf seine Geschichte sein.
Figes dagegen hält es mit der Minderheit von gewissenhaften Russen,
die es für ihre Ehrenpflicht halten, das Andenken der Opfer
schlimmer Zeit zu pflegen. Sie wollen Schicksale von Mitbürgern ans
Licht ziehen, die man lange verunglimpft und vergessen hat. In
enger Zusammenarbeit mit der bewundernswerten Institution
"Memorial", einer gesellschaftlichen Initiative am Staat
vorbei, führte Figes …
14.10.2008
Denn es gibt kein andres Land auf Erden
Wo das Herz so frei dem Menschen schlägt – zwei große Bücher berichten vom Stalinismus für alle: Orlando Figes erzählt Familiengeschichte aus Jahrzehnten der Angst in der Sowjetunion, Karl Schlögel beschreibt die Urszene des Totalitarismus im Moskau des Jahres 1937 Von Jens Bisky
Vieles erkannte Maria Budkewitsch wieder, als sie 1954 die Leningrader Wohnung besuchte, in der sie vor dem Krieg mit Eltern und Bruder zwei Zimmer bewohnt hatte. Da war die Keramiksammlung der Mutter, das Ledersofa des Vaters, Kissen, Lampen, Stühle. Auch die hagere Frau, der das alles nun gehörte, war ihr vertraut. Bis 1937 hatten die Familien eine Wohnung geteilt und sich angefreundet. Dann beschloss die Mitbewohnerin, wohl auch mit Blick auf die Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum für ihre drei Kinder zu ergattern, die Budkewitschs anzuzeigen: „Konterrevolutionäre” seien sie und „ausländische Spione” – Stanislaw und Warwara Budkewitsch waren polnische Sozialisten gewesen, bevor sie nach St. Petersburg zogen. Ja, die Historikerin Warwara betätige sich, wie die Denunziantin angab, als Prostituierte, bringe auch Kunden mit …
14.11.2008
Für sehr verdienstvoll hält Rezensent Gottfried Schramm dieses
Kompendium, in dem der britische Historiker Orlando Figes die
Geschichten von russischen Familien zusammenträgt, die Opfer der
Stalin'schen Terrorherrschaft wurden. Mit Erschütterung hat
Schramm gelesen, wie der "Blitz des Terrors" in meist
regimetreue Kreise hineinfuhr, Kinder ihre Eltern verrieten, Mutige
halfen und Opportunisten kuschten. Wichtig findet er dies auch
angesichts der zunehmenden "Unverfrorenheit", mit der in
Putin und Medwedjews Russland die dunkle Vergangenheit ausgeblendet
wird. Aber ganz neu ist dies alles dem Rezensenten nicht, dessen
Begeisterung über diese Arbeit Grenzen hat: Auf 1000 Seiten habe
Figes sein Thema unnötig "aufgeschwemmt", endlos reiht er
einzelne Schicksale, Orte Situationen und Personen aneinander, ohne
sie jemals richtig zu durchdringen. Auch den Anspruch, die
Schicksale von Durchschnittsbürgern festzuhalten, sieht Schramm
dadurch konterkariert, dass sich Figes besonders auf den
Literaturfunktionär Konstantin Simonow kapriziert. Schließlich
hätte sich der Rezensent, selbst emeritierter Osteuropa-Historiker,
bei diesem Umfang auch die eine oder andere Erkenntnis
erhofft.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"Die Bedeutung dieses Buches kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden."(Antony Beevor in The Times)
Rezension
"Der britische Historiker hat das Standardwerk über das Leben
im Stalinismus verfasst." Die Welt, 11.8.2008
"Diese ehrfurchtgebietende Arbeit über und die Tragödie und
das unfassbare Elend, in das das Sowjetregime sein Volk stürzte,
ist Erzählung und Zeugnis zugleich und eines der
herrzerreißendsten, gewaltigsten Bücher, und unvergesslichsten
Bücher, die ich je über die Tragödien des 20. Jahrhunderts gelesen
habe. Viele Male hat es mich zu Tränen gerührt." Die Welt,
11.8.2008
Aufmacher des Literaturteils der ZEIT vom 14. August ist Jörg
Baberowskis zweiseitige Rezension der Flüsterer. Baberowski ist
Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt Universität zu
Berlin: "Orlando Figes erzählt meisterhaft über den Alltag im
Stalinistischen Russland....Figes bringt Menschen zum Sprechen,
seine Erzählkunst erzeugt Bilder, die man nicht wieder
vergisst."
Rudolf Walther zeigt sich in der Frankfurter Rundschau vom 16.
August tief beeindruckt von Orlando Figes, der einen "riesigen
Materialberg" zu einer "umfangreichen Studie"
verdichtet hat: "Die Schicksale, die Figes dokumentiert,
ergänzen das Wissen über das stalinistische Lagersystem um
Gesichter, in denen die Ganze Abgründigkeit des Stalinismus
sichtbar wird und die jeden erschüttern. Ein wichtiges
Buch."
1.9.2008: Platz eins der SZ-Bestenliste für Figes und die
unabhängige Darmstädter Jury erklärt 'Die Flüsterer'
ebenfalls zum Buch des Monats September.
Rezensionen und Kritik
„Ich bezweifle, dass es einen gleichwertigen Kenner der russischen Revolution auf der Welt gibt."
Autorenporträt zu "Orlando Figes"
Orlando Figes lehrt Geschichte am Birkbeck College in London. Über sein preisge - kröntes Standardwerk Die Tragödie eines Volkes (1998) schrieb der große Historiker Eric Hobsbawm, es werde 'mehr zum Verständnis der russischen Revolution bei - tragen als irgendein anderes Buch, das ich kenne'. Auch sein Buch Nataschas Tanz. Eine Kulturgeschichte Russlands (2003) erhielt zahlreiche hervorragende Besprechungen. Beide Bücher sind im Berlin Verlag erschienen. www.orlandofiges.com.
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Ein Marktplatz-Angebot für "Die Flüsterer" für EUR 9,95
| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
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