Globale Eliten, lokale Autoritäten - Münch, Richard

Richard Münch 

Globale Eliten, lokale Autoritäten

Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von Pisa, McKinsey & Co.

Broschiertes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
13 ebmiles sammeln
EUR 13,00
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Globale Eliten, lokale Autoritäten

Ob es um Lehrpläne für Gymnasien geht oder um die Privatisierung öffentlicher Leistungen: Überall auf der Welt sind lokale Autoritäten wie Kommunalpolitiker oder Lehrer mit standardisierten, angeblich wissenschaftlichen Rezepten konfrontiert. Vorgegeben werden sie von einer globalen Beraterelite. Mit den Problemen, die entstehen, wenn auf dem Land die Müllabfuhr privatisiert oder generell Bildung auf die Bereitstellung von Humankapital reduziert wird, müssen die Verantwortlichen jedoch alleine zurechtkommen. Richard Münch, einer der international renommiertesten deutschen Soziologen, untersucht die Mechanismen hinter der globalen Standardisierung lokaler Lebenswelten.

Produktinformation


  • Verlag: Suhrkamp
  • 2009
  • Neuauflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 266 S.
  • Seitenzahl: 266
  • Edition Suhrkamp Nr.2560
  • Best.Nr. des Verlages: 12560
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 110mm x 18mm
  • Gewicht: 166g
  • ISBN-13: 9783518125601
  • ISBN-10: 3518125605
  • Best.Nr.: 23865006

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Kritisch betrachtet Caspar Hirschi dieses Buch über die Folgen der deutschen Bildungsreformen, das der Soziologe Richard Münch vorgelegt hat. Zwar scheint ihm durchaus etwas dran zu sein an der Gesamtdiagnose des Autors, deutsche Schulen und Universitäten hätten sich unter dem Einfluss globaler Eliten und lokaler Autoritäten in "institutionelle Hybride" verwandelt, die ihrem Anspruch nicht gerecht würden. Schuld daran sei die "Verschiebung der symbolischen Macht weg von der nationalen Bildungselite und hin zu einer neuen, an der naturwissenschaftlichen Methodik geschulten, transnational organisierten Wissenselite", wie Hirschi den Soziologen zitiert. Er wirft ihm aber vor, es sich mit seiner Kritik zu leicht zu machen. Münchs Zuweisung der Hauptschuld für die fehlgeschlagenen Reformen an "McKinsey& Co." ergänzt er um eine Kritik der deutschen Professorenschaft. Generell scheint ihm das Buch selber als ein Ausdruck der "desolaten Hochschulsituation", die es beschreibt: hektisch verfasst und nicht zu Ende gedacht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.06.2009

Die geschlossene Anstalt

Richard Münchs neues Buch über die Folgen der deutschen Bildungsreformen ist selbst Ausdruck der desolaten Hochschulsituation, die es beschreibt.

Britische Bahngesellschaften können seit jüngstem Schaffner einstellen, die hochkultiviert und perfekt dreisprachig sind. Es sind ehemalige Lehrer an Staatsschulen, die lieber Fahrkarten knipsen als weiter zu unterrichten. Die Vertreter der viel gescholtenen Privatschulen fühlen sich bestätigt. Kürzlich hat der Schulleiter von Eton einem Journalisten des "Daily Telegraph" seine bildungspolitische Philosophie in die Feder diktiert: "Ich bin der festen Überzeugung, dass die Verantwortung und Macht so weit wie möglich auf jene Personen zu übertragen sind, die sie direkt ausüben."

In Eton seien das die Fachvorsteher, die ihr Curriculum selbst zusammenstellten. Leider habe sich das staatliche Bildungssystem dem gegenteiligen Glauben verschrieben, wonach "Erziehung nur effizient geleistet werden kann, wenn sie zentral gelenkt ist". So prassle auf die unmündige Lehrerschaft in immer schnellerer Kadenz eine Flut von neuen Vorschriften nieder, meist im Namen hehrer …

Weiter lesen

"In welchem Umfang ein akademischer Betrieb strukturell denselben spekulativen Charakter entwickelt wie die entfesselte Finanzwirtschaft, der er nachgebildet ist, geht aus der Studie über Globale Eliten, lokale Autoritäten, Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von PISA, McKinsey & Co des Bamberger Soziologen Richard Münch hervor. Die Errungenschaften stellen sich, so Münch, keineswegs nur als gesteigerte Effizienz dar. Vielmehr gehören dazu auch höchst imaginäre Dinge wie Quasi- oder Pseudomärkte, also ein erfundener Bedarf für erfundene Abnehmer." (Thomas Steinfeld Süddeutsche Zeitung)

»Entstanden ist ein Buch voll Kampfeslust, welches trotz seiner Leidenschaft mit einer Fülle eindringlicher Analysen aufwartet.«
Richard Münch ist Professor für Soziologie an der Universität Bamberg.

Andere Kunden interessierten sich auch für

Ein Marktplatz-Angebot für "Globale Eliten, lokale Autoritäten" für EUR 12,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
12,00 1,50 PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Dr. Wolfgang Ruß / Antiquariat 100,0% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Andere Kunden kauften auch