Grenzen - Spaemann, Robert

Grenzen

Zur ethischen Dimension des Handelns

Robert Spaemann 

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Grenzen

Menschliches Handeln immer wieder zu reflektieren und zu entwerfen, ist Aufgabe der Ethik. Die Philosophie kommt in der Ethik gewissermaßen zu sich selbst - sie wird praktische Philosophie. Bis in die unmittelbare Gegenwart hinein greift Robert Spaemann die aktuellen Herausforderungen und Fragen auf, wie z.B.
· die atomare Wiederbewaffnung der Bundesrepublik,
· die Atomenergie, den
218,
· das Euthanasie-Problem,
· Auseinandersetzungen um den Sozialstaat,
· die Gentechnik,
· den Kosovo-Krieg,
· die Thesen Peter Singers über Menschen und Tiere oder
· die Thesen von Peter Sloterdijk zu einer Anthropotechnik u.a.m.
Der Autor reflektiert diese zeitgebundenen Auseinandersetzungen vor dem Hintergrund elementarer philosophischer Einsichten. Deren Besonderheit ist es, weniger zeitgebunden zu sein, wodurch es möglich wird, praktische Orientierungen in einer hochkomplexen Welt zu vermitteln.
Robert Spaemann unterstreicht in allen seinen Aufsätzen die Endlichkeit des menschlichen Daseins und seiner natürlichen Bedingungen. Daraus folgt eine konsequente Absage an alle gängigen Utopien und die Kritik des Konsequentialismus, der Ethik als universale Optimierungsstrategie versteht. Schließlich wird herausgestellt, daß der Begriff "Natur des Menschen" für das menschliche Handeln unverzichtbar ist.


Produktinformation

  • Verlag: Klett-Cotta
  • 2002
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 558 S. 229 mm
  • Seitenzahl: 558
  • Deutsch
  • Abmessung: 25mm x 131mm x 40mm
  • Gewicht: 800g
  • ISBN-13: 9783608910278
  • ISBN-10: 3608910271
  • Best.Nr.: 08864484
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.05.2001

Tu Du das Rechte nur
Der letzte Grüne – Robert Spaemanns kleine Schriften bieten philosophische Fundamentalopposition
1964 beendete Robert Spaemann seine Stuttgarter Antrittsvorlesung mit einer Diagnose aus den dreißiger Jahren, von Karl Mannheim: „Je mehr die moderne Massengesellschaft funktionell durchrationalisiert wird, umso mehr tendiert sie dazu, die substantielle Moral zu neutralisieren oder sie auf das Nebengeleise des ,Privaten‘ zu schieben.” Im vorliegenden Sammelband seiner kleinen politischen Schriften beurteilt Spaemann alle Positionen in Philosophie, Politik, Moral danach, auf welcher Seite dieser Alternative sie stehen: Befördern sie die Unterordnung menschlichen Lebens (der Bedingung guten Lebens, aber auch jeder Gerechtigkeitsidee) unter den Selbstlauf funktionaler Rationalisierungen, Kalküle und Apparaturen? Oder verteidigen sie eine substantielle Moral menschlicher Existenz?
Adorno und Horkheimer hatten in den vierziger Jahren die Alternative ähnlich beschrieben, freilich als Aporie. Es schien ihnen bereits unmöglich, wider die „Verwaltung der Welt” noch substantielle Vernunft geltend zu machen. Ihre Nachkommen, allen voran …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.03.2001

Ich bremse mich nicht für Nagetiere
Robert Spaemanns abwendungsorientierte Reflexionen / Von Friedrich Wilhelm Graf

Seit vierzig Jahren markiert Robert Spaemann Grenzen. Der Philosoph wehrt den "Anschlag auf den Sonntag" ab und verurteilt den Einsatz der Bundeswehr im Kosovo. Er bekämpft die "Seuche der Abtreibung", verteidigt das "Euthanasie"-Tabu und macht gegen Küngs "Weltethos" Front. Im Sammelsurium der Texte und Themen wird Spaemanns Selbstverständnis hervorragend sichtbar. Der "Spezialist für geistiges Krisenmanagement" will "Orientierungswissen" vermitteln. Im Kampf gegen die Erosion überlieferter Moral setzt Spaemann, wie einst Bonald und de Maistre, auf die römisch-katholische Kirche. "Die Kirche" sei der letzte Hort eines abendländischen, durch "Athen und Jerusalem" repräsentierten Ethos. Sie lehre keine klerikale Spezialmoral, sondern vertrete die allgemeingültige humane Sittlichkeit. Der intellektuelle Reiz von Spaemanns Essays liegt im Wahrheitspathos, mit dem er die römisch-katholische Lehre als unbedingt gültiges, einzig menschengemäßes Ethos behauptet.

Mit Max Scheler betont Spaemann die kulturellen Kontexte …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Erst einmal hält sich Rezensent Friedrich Wilhelm Graf mit Kommentaren zu Robert Spaemanns philosophischen Ansichten zurück, zählt nur die verschiedenen Beiträge zu Diskussionen der letzten Jahre auf, erinnert an den Widerspruch Spaemanns gegen den Kosovo-Einsatz, seinen Kampf gegen die "Seuche der Abtreibung" (Zitat Spaemann). Es geht, fasst Graf zusammen, dem Philosophen um die Bereitstellung von "Orientierungswissen", und zwar auf dem Fundament der katholischen Kirche. Sein "Zivilisationsekel", seine Aufnahme der "Topoi konservativer Zivilisationskritik", seien von "großer gedanklicher Konsequenz". Das bleibt dann aber das einzige lobende Wort in der sehr ausführlichen Besprechung des neuen Buches. Spaemanns Polemiken gegen den Utilitarismus, gegen den Konsequentialismus gründen stets auf einer von einem postulierten normativen Naturbegriff geleiteten Ethik, so Graf. Der Vorwurf "naturalistischer Fehlschlüsse" gehört noch zu den freundlicheren Entgegnungen des Rezensenten, der zunehmend wütender wird: er schreibt von "Tiefschlägen" Spaemanns, ärgert sich über seine "Sprache des frommen Appells", stellt fest, dass der Philosoph oft "alle Fairnessregeln" verletzt und konstatiert zuletzt "maßlose moralische Arroganz".

© Perlentaucher Medien GmbH"
Robert Spaemann wurde 1927 in Berlin geboren. Er promovierte 1952 in Münster, war dann vier Jahre lang als Verlagslektor tätig. 1962 habilitierte er in den Fächern Philosophie und Pädagogik und war bis 1992 ordentlicher Professor an den Universitäten Stuttgart, Heidelberg und München.
spaemann
Teil I: Grundfragen
1. Was ist philosophische Ethik?
2. Wie praktisch ist die Ethik?
3. Naturteleologie und Handlung
4. Einzelhandlungen
5. Die zwei Grundbegriffe der Moral
6. Praktische Gewißheit. Descartes' provisorische Moral
7. Die Zweideutigkeit des Glücks
8. Über den Begriff der Menschenwürde
9. Das Natürliche und das Vernünftige
10. Die Bedeutung des Natürlichen im Recht
11. Daseinsrelativität der Werte
12. Moral und Gewalt
13. Der Haß des Sarastro
14. Über die Unmöglichkeit einer universalteleologischen Ethik
15. Verantwortung als ethischer Grundbegriff
16. Wer hat wofür Verantwortung? Kritische Überlegungen zur Unterscheidung von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik
17. Teleologische und deontologische Moralbegründung
18. Disziplin und das Problem der sekundären Tugenden
19. Zur Ontologie der Begriffe "rechts" und "links"
Teil II: Themen der Zeit
20. Der Anschlag auf den Sonntag
21. Zur philosophisch-theologischen Diskussion um die Atombombe
22. Die Zerstörung der naturrechtlichen Kriegslehre. Erwiderung an P. Gustav Gundlach S. J.
23. Brief an Heinrich Böll
24. Frieden - utopisches Ideal, kategorischer Imperativ oder politischer Begriff?
25. Werte gegen Menschen. Wie der Kosovo-Krieg Begriffe verwirrt
26. Die totale Gesundheit
27. Die Herausforderung des ärztlichen Berufsethos durch die medizinische Wissenschaft
28. Am Ende der Debatte um
218 StGB
29. Haben Ungeborene ein Recht auf Leben?
30. Verantwortung für die Ungeborenen
31. Das Entscheidungsrecht der Frau entlastet den Mann und die Gesellschaft. Die Erlaubnis zu töten kommt einer Unzurechnungsfähigkeitserklärung gleich
32. Die schlechte Lehre vom guten Zweck. Der korrumpierende Kalkül hinter der Schein-Debatte
33. Ist die Ausstellung des Beratungsscheins eine "formelle Mitwirkung" bei der Abtreibung?
34. Wozu der Aufwand? Sloterdijk fehlt das Rüstzeug
35. Wir dürfen das Euthanasie-Tabu nicht aufgeben
36. Sind alle Menschen Personen? Über neue philosophische Rechtfertigungen der Lebensvernichtung
37. Es gibt kein gutes Töten
38. Todesstrafe
39. Technische Eingriffe in die Natur als Problem der politischen Ethik
40. Tierschutz und Menschenwürde
41. Emanzipation - ein Bildungsziel?
42. Über den Mut zur Erziehung
43. Erziehung zur Wirklichkeit. Rede zum Jubiläum eines Kinderhauses
44. Wer ist ein gebildeter Mensch? Aus einer Promotionsfeier
45. Zum Sinn des Ethikunterrichts in der Schule
Anhang: Weltethos als "Projekt"

3 Marktplatz-Angebote für "Grenzen" ab EUR 29,00

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