In seinen Gedanken ist Ramón immer noch jung, agil und bei den
Frauen beliebt. Doch die Realität ist bitter, ist der
hochintelligente Mann doch seit einem Badeunfall vor 27 Jahren vom
Hals abwärts gelähmt. Schon lange will er sich freiwillig aus
diesem Dasein verabschieden. Doch dazu würde er Hilfe brauchen -
und die versagen ihm Staat und Kirche; und sogar der eigene Bruder,
in dessen Haus er lebt, aufopferungsvoll gepflegt von seiner
Schwägerin. Erst das Auftauchen der lebenslustigen Rosa lässt
seinen Wunsch in greifbare Nähe rücken. Dutzende von Preisen,
darunter den Auslands-Oscar, gab es für Alejandro Amenábars
("The Others") exzellente Verfilmung der Autobiografie
von Ramón Sampedro. In der Hauptrolle brilliert der großartige
Javier Bardem ("Before Night Falls"), dessen Performance
ebenfalls eine Oscar-Nominierung wert war. Unter Amenábars
einfühlsamer Regie wächst Bardem über sich selbst hinaus,
vermittelt Würde und Stolz auch angesichts dramatischer Umstände.
Das ist tragisch, anrührend, aber auch erhebend, mutig und witzig.
Ein Werk wie das Leben selbst.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Ramón (Javier Bardem) träumt sich ins Meer, taucht ein und unter,
wann immer es ihm die Fantasie erlaubt. Denn er liebt das Meer,
auch wenn es ihm fast das Leben nahm. Vor 27 Jahren hatte er einen
Unfall, als er in dieses Meer sprang - seither ist er
querschnittsgelähmt, ist sein Körper gestorben. Und seit 27 Jahren
möchte er, dass auch sein Kopf sterben kann. Aber für den Tod würde
er Hilfe brauchen - und die versagen ihm Staat und Kirche. Doch
Ramón ist fest entschlossen nicht aufzugeben.
Bonusmaterial
- Audiokommentar Alejandro Amenábar - Making Of - Interviews mit Alejandro Amenábar + Javier Bardem - Trailer
Das Meer spürt er nur noch in sich. Wenn er die Augen schließt, hört er das Rauschen der Wellen, taucht ein ins erfrischende Nass. Der Alltag von Ramón (Javier Bardem) sieht freilich anders aus. Er ist ans Bett gefesselt, vom Hals abwärts gelähmt, seit jenem Badeunfall vor 27 Jahren.
Und nun will er nicht mehr, kann nicht mehr, will endlich sterben. Dazu würde er aber Hilfe brauchen - und die versagen ihm Staat und Kirche. Doch Ramon schöpft neue Hoffnungen, als zwei unterschiedliche Frauen in seinem Leben auftauchen.
Auf den Filmfestspielen von Venedig mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet und heißer Oscar-Kandidat, basiert "Das Meer in mir" auf dem authentischen Fall des Spaniers Ramón Sampedro.
Würdevoller Abschied
"Briefe aus der Hölle" betitelte er das 1996 erschienene Buch, das seine Leiden greifbar, ja spürbar machte. Und dies gelingt nun auf der Leinwand auch dem großartigen, ebenfalls prämierten Javier Bardem ("Before Night Falls") als Sampedros Alter Ego, der unter Alejandro Amenábars ("The Others") einfühlsamer Regie über sich selbst hinaus wächst.
Um Würde, Freiheit und Gerechtigkeit geht es, um Liebe und um Tod. Das ist niederschmetternd, tragisch, anrührend, aber auch erhebend, mutig und witzig. Ein Werk wie das Leben selbst.