Tristan da Cunha - Schrott, Raoul

Tristan da Cunha

oder Die Hälfte der Erde. Roman

Raoul Schrott 

 
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Tristan da Cunha

Eine winzige Insel im Ozean als Brennpunkt der Sehnsucht von vier Menschen: drei Männer und eine Frau, deren Leben und deren Liebesgeschichten bestimmt werden von dem entlegensten Ort der Welt. Tristan da Cunha, in dessen Namen der mythische Liebende anklingt; ein Vulkan mitten im Atlantik, im Dreieck zwischen Brasilien, der Antarktis und Südafrika. Raoul Schrott verbindet in seinem großen, vieldimensionalen Roman fesselnde Schicksale, schroffe Landschaften, unstillbare Passionen und Obsessionen. Ein zeitloser Roman und doch ein Zeitbild von fünf Jahrhunderten Weltgeschichte.

Vier Lebensgeschichten, die sich über Jahrhunderte hinweg überkreuzen, in der "Mitte der Zeit" und der "Mitte der Welt", auf Tristan da Cunha, dem entlegensten Ort dieser Erde, einer winzigen Insel im Ozean zwischen Brasilien, Südafrika und der Antarktis. Noomi Morholt, 41, ist im Januar 2003 mit einem südafrikanischen Team von Wissenschaftlern unterwegs in die Antarktis, um dort in der anbrechenden Finsternis zu überwintern und Forschungen über das Polarlicht zu betreiben. Christian Reval, 49, im Zweiten Weltkrieg auf Tristan stationierter Funker, der den Vulkan als erster kartographiert hat und 1969 beim Vermessen einer weiter südlich gelegenen Insel unter nie geklärten Umständen stirbt. Edwin Heron Dodgson, 35, Bruder des berühmten Lewis Carroll, ein Priester, der im 19. Jahrhundert die Siedler auf Tristan missionieren soll, ein Verhältnis mit einem Mädchen beginnt und sich dabei tief in Schuld verstrickt. Mark Thomson, Mitte Fünfzig und Briefmarkenhändler, der anhand seiner Sammlung die Geschichte der Insel in einem epischen Panorama rekonstruiert, damit aber auch die Geschichte seiner gescheiterten Ehe, in einer Parabel von Eifersucht und Sehnsucht.
Vier Liebesgeschichten in einer Tristan und Isolde in Erinnerung rufenden Wahlverwandtschaft, vier Stimmen vor schroffen seelischen und geographischen Landschaften, ein vieldimensionales Zeitgemälde der letzten fünfhundert Jahre mit einer Insel als Fluchtpunkt, ein Roman unstillbarer Passionen und Obsessionen.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 714 S.
  • Seitenzahl: 714
  • Fischer Taschenbücher Bd.16464
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 126mm x 45mm
  • Gewicht: 520g
  • ISBN-13: 9783596164646
  • ISBN-10: 3596164648
  • Best.Nr.: 14078881
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Am Ende der Welt befindet sich der Fluchtpunkt menschlicher Sehnsüchte und Leidenschaften, eine Insel, die zum Ort verborgenen Begehrens, radikaler Passionen und eingestandener Obsessionen geworden ist. Dies ist die Geschichte von vier Menschen, die zu unterschiedlichen Zeiten, vom 19. Jahrhundert bis heute, versuchen, auf Tristan da Cunha wissenschaftliche Forschungen zu treiben, Eingeborene zu missionieren und die Geschichte des Eilands zu erkunden. Man liest sich in den Roman ein, verliert sich darin und sucht eine Weile den roten Faden, denn Schrotts Sprache ist durchaus poetisch. Der Leser aber irrt orientierungslos durch die große Geschichte, fühlt sich wie ein Schiffbrüchiger an den Gestaden der modernen Literatur, die soviel will, der aber, trotz aller unbestrittenen Begabung des Literaten, nur so wenig gelingen mag. Raoul Schrott hat ein unglaublich dickes Buch geschrieben - lesen muss man es nicht. (tp)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.08.2003

Und ich, ich sah die Augen dieser Kreatur
Mit angehaltenem Atem zu lesen: Heute erscheint Raoul Schrotts Roman „Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde”
Was braucht der Mensch, um glücklich zu sein? Nicht viel. Für einen Angehörigen der westlichen Zivilisation des 21. Jahrhunderts tut es da zum Beispiel im allgemeinen eine exotische Insel in seinen Wunschträumen. Diese aber nennt der wache Verstand „eskapistisch”. Eskapaden sind Fluchtversuche, und mit solchem Bescheid sind jene Träume für den realistischen Verstand erledigt. Noch realistischer wäre es freilich zu erkennen, in welchem Maße Flucht kein absonderlicher Ausnahmezustand des Lebens ist, sondern seine Normalbefindlichkeit. Leben selber ist Flucht: vor Krankheit, Alter, Tod. Nicht zwischen Realitätssinn und Flucht verläuft die Scheidelinie, sondern zwischen gelingender und misslingender Flucht.
Was der Traum derer, die reif für die Insel sind, von ihr ersehnt, ist nicht einfach Natur. Ihre Attribute sind vielmehr unverdaute Kultur; der Geist, der aufs Exotische anspringt und den Buchverlagen Gewähr bietet für den Absatz des jeweils letzten Schmarrens über Atlantis, ist der der …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.10.2003

Willst du meine Briefmarkensammlung sehen, Marah?
Der gehörnte Philatelist: Raoul Schrott schifft sich mit Tristan und Isolde in den Südatlantik ein und findet eine Utopie / Von Tilman Spreckelsen

Eigentlich hätte Noomi Morholt die Finger von der Bücherkiste lassen sollen, die irrtümlich in die Polarstation gelangt ist. Doch die Wissenschaftlerin, die zusammen mit neun Männern ein Jahr in der Antarktis verbringt, kann nicht widerstehen. Das Konvolut, das für ein geplantes Museum bestimmt ist, enthält dreizehn Bücher über die Atlantikinsel Tristan da Cunha, ferner ein paar Bände aus dem Privatbesitz des künftigen Kustoden und schließlich die handschriftlichen Aufzeichnungen dreier Männer über einen Zeitraum von neunzig Jahren. "Eine seltsame Auswahl", kommentiert Noomi ihren Fund, "aber von der Bibliothek von Alexandria ist auch nicht mehr übriggeblieben - und vielleicht ließe sich anhand ihrer ebenfalls eine ganze Welt rekonstruieren."

Natürlich wird das so deutlich markierte Vorhaben unmittelbar darauf in Angriff genommen. An dieser Stelle, nach kaum zwanzig Druckseiten, legt Raoul Schrotts üppiger Roman "Tristan da Cunha" …

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"Der Roman "Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde" ist Weltliteratur. (...) Den Leser entlässt er mit der Gewissheit, dass heute auch in deutscher Sprache faszinierendes Erzählen möglich ist in einem großartigen Roman."
Franz Hass, Neue Zürcher Zeitung

"Der Roman "Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde" ist Weltliteratur. (...) Den Leser entlässt er mit der Gewissheit, dass heute auch in deutscher Sprache faszinierendes Erzählen möglich ist in einem großartigen Roman."
Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung, 03.09.03

"Raoul Schrott hat Tristan da Cunha für einen wunderbaren Roman wiederentdeckt... Er erzählt mit einer solchen Sicherheit, so viel Gefühl für Proportion, ist ein so ausgefuchster Stimmenimitator, dass man sich mit jeder Geschichte aufs Neue einfangen lässt. Ein an schönen Stellen reiches Buch ... ein Buch, das zeigt, was sich die Literatur deutscher Sprache am Anfang dieses Jahrhunderts trauen könnte."
Jochen Jung, Die Zeit, 38/03

"Eine Kraft der Sprache, von der nicht leicht ein Begriff sich geben lässt. Es erscheinen Passagen, die man nicht anders als mit angehaltenem Atem zu lesen vermag, Sätze, die einem tagelang nachgehen."
Andreas Dorschel, Süddeutsche Zeitung, 28.08.03

"... die schillerndste Figur der jüngeren deutschsprachigen Literatur ... sein bisher bester Erzähltext."
Richard David Precht, Literaturen, November 2003

"Großartige Naturschilderungen, die Raoul Schrott immer wieder mit überzeugender Hingabe entwirft."
Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.03

"Das Buch beschert dem Leser das seltene Erlebnis, ganz in der Lektüre aufzugehen. ... Es ist ein einziges Kompliment ans Imaginäre, an die Fähigkeit, die Wirklichkeit mit Sprache zu verzaubern. ... Gletscher, Meere, Vulkane, Gesteinsbrocken, man lässt sich deren Beschreibung gefallen, immer und immer wieder."
Meike Fessmann, Der Tagesspiegel, 08.10.03

"Was Raoul Schrott auf über siebenhundert Seiten sprachlich gelingt, ist die geniale Verschwisterung von Wissenschaft und Poesie... Er lässt nicht eine Insel, sondern das Träumen Wirklichkeit werden."
Samuel Moser, Der Standard, 06.09.03

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Andreas Dorschel zeigt sich sehr beeindruckt und zudem begeistert von Raoul Schrotts Roman, der den Rückzug von mehreren Figuren auf eine exotische Insel beschreibt. Der Rezensent preist die sprachliche "Kraft" und die geradezu geniale "Konstruktion" des aus mehreren Perspektiven erzählten Romans, und er bekennt, dass er so manche Passage mit "angehaltenem Atem" gelesen hat. Eine "literarische Phänomenologie der Halbbildung" sieht Dorschel dann auch anhand der Protagonisten sehr gelungen vom durchaus nicht halbgebildeten Autor geboten, und er schwärmt, so etwas habe es seit Flauberts "Bouvard und Pecuchet" nicht gegeben. Für ihn demonstriert das Buch auch eine erschreckende "Pathologie des Fernwehs", die er vom Autor mit "bestürzender Konsequenz" an seinen Figuren durchexerziert sieht. Gern hätte es der Rezensent bei diesem überschwänglichen Lob belassen, aber am Ende muss er doch einräumen, dass ihn etwas an diesem ansonsten geglückten Roman gestört hat: Dorschel findet es sehr schade, dass der Autor es nicht lassen kann, dem Leser metaphysisches …

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Am Ende der Welt befindet sich der Fluchtpunkt menschlicher Sehnsüchte und Leidenschaften, eine Insel, die zum Ort verborgenen Begehrens, radikaler Passionen und eingestandener Obsessionen geworden ist. Dies ist die Geschichte von vier Menschen, die zu unterschiedlichen Zeiten, vom 19. Jahrhundert bis heute, versuchen, auf Tristan da Cunha wissenschaftliche Forschungen zu treiben, Eingeborene zu missionieren und die Geschichte des Eilands zu erkunden. Man liest sich in den Roman ein, verliert sich darin und sucht eine Weile den roten Faden, denn Schrotts Sprache ist durchaus poetisch. Der Leser aber irrt orientierungslos durch die große Geschichte, fühlt sich wie ein Schiffbrüchiger an den Gestaden der modernen Literatur, die soviel will, der aber, trotz aller unbestrittenen Begabung des Literaten, nur so wenig gelingen mag. Raoul Schrott hat ein unglaublich dickes Buch geschrieben - lesen muss man es nicht. (tp)
Raoul Schrott, geboren 1964, aufgewachsen in Tunis und Landeck, lebt in Irland. Sein erster Roman, "Finis Terrae" . Ein Nachlass, erschien 1995. Zuletzt erschienen beim Fischer Taschenbuch Verlag "Tropen" (Bd. 15142), "Die Wüste Lop Nor" (Bd. 15141) und die hochgelobte Neuübersetzung des Epos "Gilgamesh" (Bd. 15703).

13 Marktplatz-Angebote für "Tristan da Cunha" ab EUR 2,25

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