Gabriel Dan kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Im Hotel
Savoy macht er Station. Es wird für ihn zu einer Welt im Kleinen:
glanzvoll von außen, armselig innen. Er begegnet Künstlern,
Schiebern, Kommunisten, einem Millionär und einer Tänzerin. Immer
mehr gleicht das Hotel einer Wartehalle für bunte Existenzen in
einer aus den Fugen geratenen Zeit.
Nach seiner Kriegsgefangenschaft in Sibirien kehrt Gabriel Dan 1919
zurück in seine polnische Kleinstadt und nimmt sich ein Zimmer im
Hotel Savoy. Während wenige Reiche weiterhin in Saus und Braus
leben, darbt Gabriel vor sich hin und arbeitet auf dem
Güterbahnhof. Die Heimkehrer revoltieren und organisieren einen
Streik, und bald geht das Hotel in Flammen auf
Joseph Roth, geb. 1894 in Galizien als Sohn jüdischer Eltern, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg. Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Ab 1918 Journalist in Wien, dann Berlin, 1923-32 Korrespondent der Frankfurter Zeitung. 1933 Emigration nach Frankreich. Starb 1939 im Alter von nur 45 Jahren in Paris.
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