Am Anfang war die Nacht Musik - Walser, Alissa

Alissa Walser 

Am Anfang war die Nacht Musik

Roman. Ausgezeichnet mit dem Hertha-Koenig-Literaturpreis 2011

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Am Anfang war die Nacht Musik

Wien, 1777. Franz Anton Mesmer, der wohl berühmteste Arzt seiner Zeit, soll das Wunderkind Maria Theresia Paradis heilen, eine blinde Pianistin und Sängerin. In ihrer hochmusikalischen Sprache nimmt Alissa Walser uns mit auf eine einzigartige literarische Reise. Ein Roman von bestrickender Schönheit über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein.


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 256 S.
  • Seitenzahl: 256
  • Serie Piper Bd.7202
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 24mm
  • Gewicht: 250g
  • ISBN-13: 9783492272025
  • ISBN-10: 3492272029
  • Best.Nr.: 32654530
"Poetisch und bestechend klarsichtig." Freundin "Von besonderer Sprachmagie, die in jeder Zeile satte Sinneseindrücke erzeugt ein großer Lesegenuss!" Norddeutscher Rundfunk "Das vor allem macht diesen Roman zu einem großen Stück Literatur: dass er mit Worten an das streift, was mit Worten nicht zu fassen ist." Die Presse, Wien "Raffiniert: Alissa Walsers Roman über den Wiener Heiler Franz Anton Mesmer und eine Art Liebe." Die Zeit "Alissa Walsers Roman erzählt virtuos von Ehrgeiz und Genügsamkeit des Menschen." Frankfurter Rundschau "Ein Debütroman von beeindruckendem sprachlichen Willen." Focus

»Poetisch und bestechend klarsichtig.« Freundin . »Von besonderer Sprachmagie, die in jeder Zeile satte Sinneseindrücke erzeugt - ein großer Lesegenuss!« Norddeutscher Rundfunk . »Das vor allem macht diesen Roman zu einem großen Stück Literatur: dass er mit Worten an das streift, was mit Worten nicht zu fassen ist.« Die Presse, Wien . »Raffiniert: Alissa Walsers Roman über den Wiener Heiler Franz Anton Mesmer und eine Art Liebe.« Die Zeit . »Alissa Walsers Roman erzählt virtuos von Ehrgeiz und Genügsamkeit des Menschen.« Frankfurter Rundschau . »Ein Debütroman von beeindruckendem sprachlichen Willen.« Focus   

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.01.2010

Die Elektrifizierung der Seele
Ehrenrettung eines viel Geschmähten: Alissa Walsers Roman „Am Anfang war die Nacht Musik” über die Welt des Franz Anton Mesmer
Wenn man die Nacht und die Musik, die berühmte Mozartsche Einheit, so auseinanderreißt wie Alissa Walser im Titel ihres Romans, dann hat man etwas Besonderes vor. Es soll um die Brüche gehen, nicht um die lieblichen Harmonien am Ende des achtzehnten Jahrhunderts, die in historischen Romanen so gerne aufgesucht werden. Im Mittelpunkt steht eine Episode im Leben des charismatischen und umstrittenen Arztes Franz Anton Mesmer (1734-1815). Alissa Walser lässt dabei alle theoretischen Bewertungen des „Mesmerismus” beiseite, der im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts viele esoterische Auswüchse bekam und ein enormes Nachleben hatte – in Walt Whitmans mythischen „Leaves of Grass” Mitte des 19. Jahrhunderts etwa verwies die berühmte und noch von späteren E-Gitarristen zitierte Zeile „I sing the body electric” auf Mesmers Theorien des Magnetismus und der elektrischen Reize.
Walsers Roman konzentriert sich auf Mesmers Behandlung der 18-jährigen Maria Theresia Paradis 1777 in Wien, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.02.2010

Magnetisch

In ihrem ersten Roman schildert Alissa Walser die Begegnung zwischen dem Arzt Franz Anton Mesmer und der Musikerin Maria Theresia von Paradis im Wien des späten 18. Jahrhunderts. Die Frankfurter Schriftstellerin über Bücher, Künste und Perücken.

Von Florian Balke

Bis die Französische Revolution den Spielereien des Rokoko ein Ende machte, kamen die Leute nicht zur Buchmesse nach Frankfurt, sondern zur Frankfurter Haarmesse. Auf die abseitige kleine Information ist Alissa Walser bei der Arbeit an ihrem ersten Roman gestoßen. In der Stadt, in der die Schriftstellerin seit vielen Jahren lebt, wurde im 18. Jahrhundert mit dem menschlichen Haar gehandelt, das sich später auf den Köpfen neuer Besitzer zu kunstvollen Perücken türmte.

Walser hat das vergessene historische Detail ebenso in ihr Buch übernommen wie eine andere Tatsache, die ihren ersten Fund erst richtig zum Sprechen bringt: Die Herkunft der damals heißbegehrten Haarware war oft nicht über jeden Zweifel erhaben. "Es soll sich auch um das Haar von Toten gehandelt haben, die auf den zahlreichen Schlachtfeldern der damaligen Zeit geblieben sind."

In …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Eine Sogwirkung wie Daniel Kehlmanns "Vermessung der Welt" bescheinigt Judith von Sternburg diesem ersten Roman von Alissa Walser, auch wenn der Buchtitel nicht unbedingt auf ihre Begeisterung stößt und manche Szene in ihrem Aberwitz überladen auf sie wirkt. Doch wett machen können die kleinen Minuspunkte, wie es scheint, die Virtuosität der Sprache und ihre Überschreitung, etwa durch genialische Neologismen. Auch die Dialoge in diesem Buch über einen Mathematiker und eine blinde Pianistin, medizinische Experimente und musikalische Wunder funktionierten, wie es eben "eines Buchs über einen Magnetiseur" würdig sei, schreibt die begeisterte Kritikerin. Ein Buch auch, das "ohne Wucht von großen Dingen" erzählen würde.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Mit diesem Debütroman einer Schriftstellerin verhält es sich ein wenig anders als mit anderen Debüts. Denn der erste Roman von Alissa Walser, die bis dato als Erzählerin und Übersetzerin in Erscheinung trat, muss zwei zusätzliche Hürden nehmen: Bestätigt er ihr, dass sie das Talent ihres berühmten Vaters Martin Walser geerbt hat? Und gelingt es, das Metier des historischen Wissenschaftsromans ähnlich erfolgreich auszufüllen wie ein Daniel Kehlmann? Um es vorweg zu nehmen: Sie hat das Talent. Von ihrem Roman geht ein Sog aus, der 253 Seiten lang trägt. Zum Thema hat sie sich die historische Begegnung zwischen einem Arzt und seiner blinden Patientin gemacht. Franz Anton Messmer, der an die Heilkräfte der Magneten glaubt, nimmt 1777 in Wien die 18-jährige Maria Theresia in seine Klink auf, ein musikalisches Wunderkind, das dreijährig über Nacht erblindet war. Wenn auch eher auf die persönliche Zuwendung als auf Wirksamkeit seiner wundersamen Apparate zurückzuführen: Mesmer gelingt das Wunder und Maria erlangt ihr Augenlicht zurück. Doch gleichzeitig entgleitet ihr das Klavierspiel - und Mesmer seine Patientin. Denn Maria zieht die ihr Schutz bietende Blindheit dem …

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»Ein großer Lesegenuss!« NDR Kultur »Poetisch und bestechend klarsichtig.« Freundin »Das vor allem macht diesen Roman zu einem großen Stück Literatur: dass er mit Worten an das streift, was mit Worten nicht zu fassen ist.« Die Presse, Wien
Alissa Walser, geboren 1961, studierte in New York und Wien Malerei. Seit 1987 lebt sie als Übersetzerin und Malerin in Frankfurt am Main. Für ihre Erzählung »Geschenkt« wurden ihr 1992 der Ingeborg-Bachmann-Preis und der Bettina-von-Arnim-Preis verliehen. 1994 erschien ihr Buch »Dies ist nicht meine ganze Geschichte«, im Frühjahr 2000 folgte der Erzählband »Die kleinere Hälfte der Welt«. Als Übersetzerin hat Alissa Walser außerdem die Tagebücher von Sylvia Plath sowie Theaterstücke unter anderem von Joyce Carol Oates, Edward Albee, Marsha Norman und Christopher Hampton ins Deutsche übertragen. 2009 erhielt sie für Ihre Übersetzung der Gedichte Sylvia Plaths den Paul-Scheerbart-Preis. Ihre eigenen Erzählungen wurden in englischer Übersetzung unter anderem in literarischen Zeitungen wie Open City und Grand Street veröffentlicht. Nach ihrem Roman »Am Anfang war die Nacht Musik«, für den sie den Spycher-Literaturpreis-Leuk 2010 erhalten hat, erschien zuletzt ihr Erzählungsband »Immer ich«.

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