Heimsuchungen - Adichie, Chimamanda Ngozi

Heimsuchungen

Zwölf Erzählungen

Chimamanda Ngozi Adichie 

Aus d. Engl. v. Reinhild Böhnke
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Heimsuchungen

Nigeria Nordamerika: Zwei Welten, getrennt durch eine scheinbar unüberwindbare Kluft. Die nigerianische Heimat schwebt zwischen Tradition und Moderne, wird bedroht von Gewalt und Korruption. In Amerika hingegen hält das Leben nicht, was es verspricht. An den Rändern beider Kulturen werden die prekären Bande zwischen Kindern und Eltern, die verborgenen Vibrationen zwischen Männern und Frauen aufgespürt: Die Liebe wird in der Distanz auf die Probe gestellt und das Sich-Wiederfinden ist schwieriger als erwartet. In der Familie schleichen sich Spannungen ein, wenn der Strudel des Lebens ihre Mitglieder mitreißt. Diese sinnlichen und gleichsam klaren Einblicke in die Wirren des nigerianischen, in erster Linie aber des menschlichen Lebens überhaupt, machen diese Geschichten nicht nur zu Erzählungen einer außergewöhnlichen jungen afrikanischen Stimme, sondern zu ganz großer Literatur.
"Chimamanda Adichie ist eine neue Autorin, die mit der Gabe der alten Geschichtenerzähler gesegnet ist.Sie ist fast schon perfekt." Chinua Achebe


Produktinformation

  • Verlag: S. Fischer
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 300 S. 210 mm
  • Seitenzahl: 300
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 136mm x 30mm
  • Gewicht: 440g
  • ISBN-13: 9783100006257
  • ISBN-10: 3100006259
  • Best.Nr.: 34512617

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Als spannende Weiterentwicklung der transatlantischen Short Story bezeichnet Rezensent Martin Zähringer Chimamanda Ngozi Adichies Erzählungen. Fruchtbar findet er die Liaison zwischen "schwarzen" Lebenswelten und feministischen Weltanschauungen. Wenn die Autorin allerdings Privates politisch werden lässt und eine Frau ihr lesbisches Comingout im Kreis vieler unsympathischer Männer haben lässt, fühlt sich Zähringer zu sehr an die Campusdebatten (gender!!) der westlichen Welt erinnert. Die aufgeworfenen Fragen komplizierter nigerianischer Identitäten findet er aber spannend.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.05.2012

Fast ein Gefühl
wie Geborgenheit
Chimamanda Ngozi Adichie könnte sich über vieles
aufregen, aber sie erzählt lieber – und das großartig
Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie könnte sich über einiges aufregen. Darüber etwa, dass viele Familien in Nigeria ihre Töchter auch im 21. Jahrhundert an geld- und hormongesteurte „big men“ verheiraten. Darüber, dass Nigerianer, die in die USA auswandern, sich für ihre Herkunft schämen, obwohl sich Amerikaner für keinerlei Herkünfte interessieren (und sich dafür nicht schämen). Oder Adichie könnte sich darüber aufregen, dass die nigerianische Gesellschaft zwar einige Autoren von Weltruhm hervorgebracht hat wie Chinua Achebe und Wole Soyinka, aber immer noch sehr wenig liest und deswegen ihre eigene Vergangenheit vergisst, etwa den Biafra-Krieg.
Adichie wurde 1977 in Enugu geboren, der einstigen Hauptstadt des abtrünnigen Staates Biafra, sieben Jahre nach dem Krieg, in dem ihre beiden Großväter ums Leben kamen. Sie wuchs in der Universitätsstadt Nsukka auf, in einem Haus, in dem auch ihr literarisches Vorbild Chinua Achebe gewohnt hatte, ein Chronist des Verfalls. Mit …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.06.2012

Nachrichten aus dem Land der übertriebenen Hoffnungen

Der Stil ist international, die Schauplätze sind es auch: neue Erzählungen der jungen Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie.

Der Vater war Mathematikprofessor, aber in seinem Heimatort trug er einen Ehrentitel, um den ihn selbst mancher Literaturnobelpreisträger beneiden dürfte: "Odeluora", das ist Igbo und bedeutet "Der für die Gemeinschaft schreibt". Denn in seinem Heimatort kamen die meisten Altersgenossen zu dem Universitätsabsolventen, um sich helfen zu lassen, wenn sie Post von einer Behörde erhalten hatten. Die Tochter ist Schriftstellerin, hat aber keine Gemeinschaft, für die sie schreiben könnte. Das ist ihr Thema, zumindest auf gewisse Weise. Die beiden ersten Romane der jungen nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie spielten in Nigeria, jetzt wendet sie sich mit ihrem neuen Erzählungsband "Heimsuchungen" erstmals auch ihrer zweiten Heimat zu.

Als Wole Soyinka 1986 als erster schwarzafrikanischer Schriftsteller den Literaturnobelpreis erhielt, war Chimamanda Ngozi Adichie neun Jahre alt. Ihr Großvater, den sie nie kennengelernt hat, weil er im Biafra-Krieg …

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In ihren unter dem Titel "Heimsuchungen" erschienenen zwölf Erzählungen beschreibt Chimamanda Ngozi Adichie das kulturelle Spannungsfeld zwischen Nigeria und USA, Schwarz und Weiß, Igbo und Englisch, konstatiert Walter von Rossum. Ohne jede Militanz gehe es in den Geschichten darum, sich der Einverleibung durch die weiße Kultur, der "universellen Weißwerdung" (Adichie) zu entziehen. Das Ergebnis seien "wunderschöne und außerordentlich gelassene" Erzählungen, gleichzeitig genuin afrikanisch und universell verständlich, die den Rezensenten in Adichie schon eine potentielle Literaturnobelpreisträgerin sehen lassen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Chimamanda Ngozi Adichie, geboren 1977 in Nigeria, studierte Medizin und Kommunikationswissenschaften, ging 1998 in die USA, bekam mehrere Preise für ihre Kurzgeschichten. "Blauer Hibiskus" war auf der "Shortlist" für den "Orange Fiction Prize 2004".

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