Das kreative Universum - Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog
Was in unserer Gesellschaft nicht mittels physikalischer Gesetze
und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen erklärt werden kann, gilt
gemeinhin als unglaubwürdig. Dennoch genügt der alleinige Verlass
auf die Wissenschaft Millionen von Menschen nicht, sie sehnen sich
nach der Vorstellung von etwas Übergeordneten. Die Dokumentation
geht dem Phänomen nach, dass das spirituelle Interesse der Menschen
Jahr für Jahr sichtbar zunimmt - gleichzeitig aber nach außen hin
die moderne Evolutionstheorie vertreten wird. Der Film von Rüdiger
Sünner will bewusst deutlich machen, dass moderne Wissenschaft und
Spiritualität mehr Gemeinsamkeiten haben, als von den meisten
angenommen wird. Diese offenbaren sich bei Gefühlen wie Andacht
oder Verehrung gegenüber den ungeahnten Wundern des Universums,
aber auch in einem unerschütterlichen Glauben an große
Zusammenhänge. Die Dokumentation befragt Koryphäen der
Wissenschaft, die von der Gewalt der Natur als Inbegriff der
Schöpfung ausgehen und damit für eine globale Ethik stehen, die
spirituellen Richtungen gar nicht so unähnlich ist.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Die Naturwissenschaft gilt heute als die große Wissensautorität,
deren Erkenntnisse allgemein anerkannt und weltweit gefeiert
werden. In ihrem Bereich regieren keine göttlichen oder
übernatürlichen Kräfte, sondern messbare Phänomene wie Naturgesetze
und Moleküle, die - so die Nachfolger Darwins - im Prozess der
Selbstorganisation alles Leben geschaffen haben. Andererseits
fühlen sich immer mehr Menschen zu spirituellen Weltbildern
hingezogen, die ihnen scheinbar umfassendere Sinnhorizonte bieten.
Das Interesse für Esoterik, Buddhismus, Anthroposophie,
Naturreligionen, Meditation und die Mystik der Weltreligionen
wächst von Jahr zu Jahr. Wie sind diese verschiedenen Welten zu
vereinbaren? Leben wir in einer Art kultureller Schizophrenie, wo
man sich öffentlich zur Evolutionstheorie bekennt, aber privat doch
lieber an Engel, Schamanen, Götter und Geister glaubt? Sind die
Bilder und Werte der spirituellen Traditionen mit den erstaunlichen
Ergebnissen moderner Forschung vermittelbar oder bleiben sie reine
Glaubensangelegenheiten? Rüdiger Sünner befragt einige der
interessantesten Querdenker im Bereich der Naturwissenschaft, ob
und wie ein Brückenbau zwischen ihren Disziplinen und spirituellen
Fragen möglich ist. Gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, die
Raum für die Annahme eines "Göttlichen",
"Heiligen" oder "Transzendenten" lassen? Was
bedeuten sie für unsere Zukunft? Eine Reise in die spannende
"terra incognita" moderner Naturforschung mit Rupert
Sheldrake, Hans-Peter Dürr, Thomas Görnitz, Arthur Zajonc, Stuart
Kauff man, John Polkinghorne, Simon Conway Morris, George Coyne,
Wolfram Schwenk, Bernd Rosslenbroich, Wolfgang Schad, Johannes
Wirz, Stephan Harding und Joachim Bauer.
Der Filmemacher, Autor und Musiker Rüdiger Sünner (geb. 1953) promovierte über Kunsttheorie und studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Seine Dokumentarfilme, neben Schwarze Sonne z.B. über Paul Klee, Dag Hammarskjöld, die deutsche Romantik oder Rudolf Steiner machten ihn einem breiten Publikum bekannt.
Videoclip zu "Das kreative Universum - Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog"
Trailer lädt den Film
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