Das Schlimmste, was einer Frau heute gesagt werden kann, ist: Du
bist wie deine Mutter! Dieser eine Satz kann bis ins Mark
erschüttern. Denn genau das wollte eine Frau niemals.
Obwohl eine Mutter zunächst die erste Vertraute und das wichtigste
Vorbild ihrer Tochter ist, wird sie später die Person sein, von der
sich die Tochter am stärksten abgrenzt.
Die Mutter 'verfolgt' ihre Tochter, auch wenn diese längst
erwachsen ist. Sie ist 'dabei', wenn sich eine Frau für
einen Beruf entscheidet, einen Mann wählt, ein Kind bekommt. Viele
Frauen wünschen sich eine fürsorgliche und liebevolle Mutter, doch
die wenigsten Mütter der heutigen Thirtysomethings entsprechen
diesem Ideal.
Die Geschichten im vorliegenden Buch spiegeln die Vielfältigkeit
der komplizierten Beziehungen zwischen Mutter und Tochter wider -
von der totalen Ablehnung der Mutter bis hin zu liebevollen
Beziehungen sowie Zeiten einer langsamen Wiederaufnahme eines
verloren gegangenen Kontaktes.
Simone Schmollack lebt und arbeitet als freie Autorin in Berlin. Die Journalistin und Germanistin / Slawistin war früher bei verschiedenen Tageszeitungen angestellt und für Rundfunk und Fernsehen tätig. Ihr besonderes Interesse gilt der Schnittstelle von Politik, Privatheit und Alltag.
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