Am Karlstor findet man vier Steinbüsten von legendären Münchner
Originalen, so vom Kutschermeister Xaver Krenkl, der im Englischen
Garten das Gespann von König Ludwig I. überholte - mit dem längst
berühmt gewordenen Ausspruch: "Wer ko, der ko!" Oder vom
Finessensepperl, einem Liebesbriefboten, dessen Motto "Nix
Gwiss woaß ma ned" zu einem viel zitierten Sprichwort geworden
ist. n allen Jahrhunderten tummelten sich in München solche
liebenswerten Sonderlinge, die aus allen Bevölkerungsschichten
kamen und stadtbekannt waren. Aber auch in unsren Tagen gibt es sie
noch. So ist wohl jedem das Väterchen Timofej oder der Monaco
Franze und Blasius, der Spaziergänger, alias Sigi Sommer ein
Begriff. Achtzig dieser Menschen, die aus der Reihe tanzten, die
unangepasst oder skurril waren, stellt der bekannte Münchner
Schriftsteller Alfons Schweiggert in diesem Büchlein vor. Es eignet
sich zur vergnüglichen Lektüre für jedermann - und gewiss ganz
besonders für Leute, die selbst als Originale gelten
Alfons Schweiggert, geboren 1947, veröffentlichte zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, außerdem Sachbücher und Lyrik. 1976 und 1984 standen Bücher von ihm auf der Bestenliste zum Deutschen Jugendpreis. 1990 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Kultur- und Literaturpreis München-West, 1995 mit dem Poetentaler ausgezeichnet. Der Autor gehört zur Literatenvereinigung "Turmschreiber" und ist Präsidiums-Mitglied dieser Gruppe.
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