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Eine Reise in die Vergangenheit? Durch den Brief seines Großvaters ist Oskar eigentlich irritiert, trotzdem macht er sich mit klopfendem Herzen auf in das spätmittelalterliche Nürnberg. Eine fesselnde Zeitreise in das Nürnberg Albrecht Dürers - so spannend kann Geschichte sein! Als Oskar auf de Dachboden eine alte Truhe seines kürzlich verstorbenen Großvaters entdeckt und darin die nötigen Utensilien für Reisen in die verschiedensten Zeiten findet, denkt er eigentlich nur an einen kurzen Abstecher ins Mittelalter. Doch im Nürnberg am Ende des 15. Jahrhunderts trifft ihn das Schicksal mi…mehr

Produktbeschreibung

Eine Reise in die Vergangenheit? Durch den Brief seines Großvaters ist Oskar eigentlich irritiert, trotzdem macht er sich mit klopfendem Herzen auf in das spätmittelalterliche Nürnberg.

Eine fesselnde Zeitreise in das Nürnberg Albrecht Dürers - so spannend kann Geschichte sein!
Als Oskar auf dem Dachboden eine alte Truhe seines kürzlich verstorbenen Großvaters entdeckt und darin die nötigen Utensilien für Reisen in die verschiedensten Zeiten findet, denkt er eigentlich nur an einen kurzen Abstecher ins Mittelalter. Doch im Nürnberg am Ende des 15. Jahrhunderts trifft ihn das Schicksal mit voller Wucht: Er wird verprügelt, verliert sein Gedächtnis, kommt ins Spital - und wird schließlich in abenteuerliche Machenschaften um Kindesraub und Hexerei verstrickt! Dass er all dem schließlich doch glücklich entkommt, hat er nicht zuletzt einem Jungen namens Albrecht zu verdanken, der besonders gern Selbstbildnisse zeichnet
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher Bd.71277
  • Verlag: Dtv
  • Seitenzahl: 231
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 231 S. m. Vign. v. Constanze Spengler.
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 20mm
  • Gewicht: 228g
  • ISBN-13: 9783423712774
  • ISBN-10: 3423712775
  • Best.Nr.: 22843431

Autorenporträt

Claudia Frieser, 1967 geboren in Sulzbach-Rosenberg, studierte Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, nahm an Ausgrabungen und verschiedenen Forschungsprojekten teil und arbeitete am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, bevor sie beschloss, sich einmal auf ganz andere Weise mit dem Mittelalter zu beschäftigen. So entstand ihr überaus erfolgreiches erstes Kinderbuch "Oskar und das Geheimnis der verschwundenen Kinder".

Rezensionen

Besprechung von 01.10.2004
Der Teufel holt die Kinder
Ein Mittelalter-Roman aus Nürnberg
Hexen, Ritter, Mönche. Kein anderes Zeitalter regt die Vorstellungskraft junger Leser mehr an, als das vermeintlich dunkle Mittelalter. Feuchte Verliese und dreckige Gassen bilden die Orte verdächtiger Machenschaften. Magische Riten und grausame Folterpraktiken verführen zum Gruseln. Und über all dem hängt ein gespenstischer Nebel.
Claudia Frieser weiß um das Potential des Mittelalters. In einer Art Vorspiel zu ihrem Debütroman Oskar und das Geheimnis der verschwundenen Kinder lässt sie die Leser einen ersten Blick auf den späteren Schauplatz des Geschehens werfen: „Nürnberg 1484.” Es ist eine feuchte Herbstnacht, Vollmond. Eine „Gestalt in einem langen Mantel, dessen weit in die Stirn gezogene Kapuze ihr Gesicht verhüllte, tritt ans Ufer der Pegnitz, in der Hand ein sorgfältig in Tücher gewickeltes Bündel”. Ein Ruderboot legt an, nimmt den geheimnisvollen Fremden auf und verschwindet in der Dunkelheit.
Das Buch erzählt die spannende Geschichte von Oskar, der an einem verregneten Sonntag die Truhe seines kürzlich gestorbenen Opas öffnet. Er findet ein beiges Leinenhemd mit der Aufschrift „Kleidung eines Jungen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts” und einen Brief, der ihm erklärt, wie er in die Vergangenheit kommt. Oskar kann es kaum erwarten, die Anweisungen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Schon am nächsten Morgen begibt er sich in die Baumhöhle, die ihm sein Opa beschrieben hat, un murmelt das Jahr „1484” vor sich hin. Wenig später befindet er sich im spätmittelalterlichen Nürnberg. Obwohl seine Heimatstadt, ist sie ihm gänzlich fremd - die Lorenzkirche kommt ihm nun im Vergleich zu den kleinen Häusern riesig vor.
Claudia Frieser wählte für ihr erstes Buch ein Sujet, das ihr wohl vertraut ist. Sie ist ausgebildete Archäologin mit Schwerpunkt Mittelalter; über Nürnberg veröffentlichte sie bereits einige Bücher. Anschaulich schildert sie den für Oskar so befremdlichen Alltag, den Müll und den Gestank auf den Straßen oder das Strafsystem, das Übeltäter an den Pranger stellte. Das schönste Detail: Oskars neuer Freund ist ein gewisser Albrecht. Er zeichnet sehr gerne, sogar Selbstporträts. Unschwer zu erraten, dass die Autorin den damals 13-jährigen Albrecht Dürer zu Oskars Kompagnon gemacht hat. Sie kommen einer Bande von Verbrechern auf die Spur, die gegen Bezahlung Neugeborene für kinderlos gebliebene Adelsfamilien entführt. Doch außer der Baderin Kathrin glaubt ihnen niemand. Es heißt, der Teufel hätte die Kinder geholt. Kathrin spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte. Sie vermittelt einen Eindruck über die mittelalterliche Krankenversorgung und wie schwierig es für eine Frau war, als Apothekerin und Heilerin zu arbeiten.
Am Ende hat Oskar nicht nur ein Abenteuer bestanden, sondern sich auch in einer fremden Welt durchgesetzt, die mehr als einmal seine Gewissheiten durcheinander wirbelte: „Was, wenn jetzt tatsächlich der Teufel kam und das Kind holte?” (ab 10 Jahre)
FLORIAN WELLE
CLAUDIA FRIESER: Oskar und das Geheimnis der verschwundenen Kinder. Dressler Verlag 2004. 204 Seiten, 12 Euro.
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Das "vermeintlich dunkle Mittelalter", weiß Florian Welle, funktioniert immer gut in Kinderbüchern: Da kann man es so schön grausam gruseln und die Nebel wallen lassen. Doch Claudia Frieser nutzt nicht nur das pittoreske Potential der Periode, sondern kennt sich darin, als Archäologin mit dem Schwerpunkt Mittelalter, auch noch besonders gut aus, schreibt Welle. Und so ist ihre Geschichte von Oskar, der eine Zeitreise ins Jahr 1484 unternimmt, nicht nur spannend, sondern auch lehrreich und außerordentlich genau und detailreich erzählt: "Anschaulich schildert sie den für Oskar so befremdlichen Alltag, den Müll und den Gestank auf den Straßen oder das Strafsystem, das Übeltäter an den Pranger stellte." Besonders schön findet der Rezensent Oskars Verbündeten, einen Jungen namens Albrecht, der gern Selbstporträts zeichnet! Am Ende liegt ein Abenteuer hinter Oskar, und er hat sich bewiesen, dass man sich in einer fremden Welt durchsetzen, auch wenn die ganz schön verwirrend ist, erzählt unser zufriedener Rezensent.

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