Thomas Mann - Kurzke, Hermann

Hermann Kurzke 

Thomas Mann

Das Leben als Kunstwerk. Eine Biographie

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Thomas Mann

Seine Persönlichkeit ist ein Mysterium. Thomas Mann gilt als kalt und hoffärtig - faszinierend, aber ein Scheusal. Mit virtuoser Disziplin hielt er eine Fassade aufrecht, ohne die zu leben er unerträglich gefunden hätte. Nur im Werk war er frei, teilte er seine Geheimnisse mit, geschützt durch die indiskrete Diskretion der Kunst. Liebe und Tod, Politik und Religion sind die Schwerpunkte einer Lebensbeschreibung, die uns den Scheuen, Verschlossenen nahebringt wie keine bisher


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2006
  • Sonderausg.
  • Ausstattung/Bilder: Sonderausg. 2006. 671 S.
  • Seitenzahl: 671
  • Deutsch
  • Abmessung: 228mm x 156mm x 43mm
  • Gewicht: 960g
  • ISBN-13: 9783406551666
  • ISBN-10: 3406551661
  • Best.Nr.: 20841562
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.06.2009

Ein scheues Reh mit Bügelfalte
Hermann Kurzke porträtiert Thomas Mann als Literaturbeamten
Den Roman „Lotte in Weimar” eröffnet Thomas Mann mit einer Szene, die das Verhältnis von Leben und Werk eines Dichters thematisiert. Im Hotel „Zum Elefanten” in Weimar empfängt der Kellner Mager, ein leidenschaftlicher Verehrer und Leser Goethes, die Hofrätin Kestner, eine dreiundsechzigjährige Dame, die als Vorbild der Lotte in den „Leiden des jungen Werthers” berühmt wurde. Charlotte Kestner ist verstört von so viel Verehrung, vor allem, da sie in der literarischen Figur so wenig von sich selbst zu entdecken vermag. Diese Konstellation dient Thomas Mann dazu zu zeigen, wie unvergleichlich eine lebende Person und eine literarische Figur sind. Ehe noch Thomas Mann mit dieser Szene den Roman beginnt, setzt er also ein ironisches Fragezeichen vor die Gleichung Literatur und Leben.
Auch Thomas Manns eigenem Leben und Werk ist solche Gleichsetzung oft genug widerfahren, und der Germanist Hermann Kurzke hat daran keinen geringen Anteil. Kurzkes Monographien über Thomas Mann – mit dem eben erschienenen neuesten „Porträt für seine Leser” sind es drei …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.10.2010

Lektionen in Zauberei

Thomas Mann ist gefragt. Seine Bücher finden nach wie vor ein breites Lesepublikum, seine Biographie (und die seiner Familie) fasziniert, als sei er Deutschlands Kennedy, und die Thomas-Mann-Forschung findet immer wieder neue Zugänge zum Werk: So überraschte jüngst der italienische Literaturwissenschaftler Luca Crescenzi mit der fulminanten These, beim "Zauberberg" handle es sich um einen einzigen, langen Traum Hans Castorps - und damit sei dieses Werk der "sicher großartigste surrealistische Roman im zwanzigsten Jahrhundert". Der Brunnen des "Zauberers" ist also nach wie vor tief, und so wundert es nicht, dass immer wieder Bücher erscheinen, die auch Unkundigen die komplexe Roman- und Lebenswelt Manns näherbringen wollen. "Ein Porträt für seine Leser" nennt Hermann Kurzke seine Thomas-Mann-Einführung in hundert kurzen Kapiteln. Braucht man das? Klare Sache: ja. Besser als Kurzke, der 1999 die fantastische Biographie "Das Leben als Kunstwerk" vorgelegt hat, kennt niemand die Verschränkungen von Leben und Werk Thomas Manns. Und so ist dieses Buch auch nur äußerlich eines, das Werk für Werk abschreitet, von "Tonio Kröger" bis zu …

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Hermann Kurzke ist Professor em. für Neuere deutsche Literatur an der Universität Mainz.

4 Marktplatz-Angebote für "Thomas Mann" ab EUR 21,76

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