Gedichte - Dickinson, Emily

Emily Dickinson 

Gedichte

Engl.-Dtsch. - Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2007

Hrsg. , übers. u. m. e. Nachw. v. Gunhild Kübler
Buch mit Leinen-Einband
 
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Produktbeschreibung zu Gedichte

Sie ist eine der berühmtesten angelsächsischen Dichterinnen. Emily Dickinsons unerschrockene Herzenserforschung, ihr zauberspruchhafter Ton und ihr sprachlicher Eigensinn sind einzigartig. Weltweit werden ihre Verse, obwohl schon 150 Jahre alt, zu Recht als moderne Lyrik gelesen. Diese erste repräsentative deutsche Dickinson-Ausgabe bringt - zweisprachig - mehr als 600 Gedichte in neuer Übersetzung und eröffnet überraschende neue Sichtweisen auf die amerikanische Dichterin, die in Deutschland bisher als Geheimtipp galt.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 559 S.
  • Seitenzahl: 560
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20782
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 121mm x 23mm
  • Gewicht: 360g
  • ISBN-13: 9783446207820
  • ISBN-10: 3446207821
  • Best.Nr.: 20844964
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.11.2006

Wie kam es nur zum Dunkel?
Rücksichtslos Neues aus der geschlossenen Kammer der Poesie: Emily Dickinson, deren Scharfsinn alles zuzutrauen ist, in neuen deutschen Ausgaben
Lange schon siedelten die angelsächsischen Auswanderer in Nordamerika, lange auch hatten sie ihre politische Selbständigkeit erkämpft, ehe die arbeitsamen und frommen Bewohner Zeit und Sinn für die schöne Literatur fanden. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht eine autonome amerikanische Literatur, sogleich aber von höchstem Rang: in den Essays Emersons, den Romanen Hawthornes und Melvilles, in der Lyrik Walt Whitmans und Emily Dickinsons. Doch selbst diese Gedichte, so fern sie auch allem praktischen Nutzen zu stehen scheinen, sind dem Geist der Pioniere, die einen Kontinent erobern, verwandt: Sie erkennen keine Konventionen der lyrischen Sprache an; sie wollen nur sagen, was wirklich und wahr ist. Deshalb sind sie rücksichtslos neu. Aus der adamitischen Situation der amerikanischen Kultur, die noch einmal am Anfang der Schöpfung zu stehen glaubt, geht ein eigenständiger Beitrag zur Literatur der Moderne hervor. Die amerikanische Lyrik verabschiedet, wie die europäische seit …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.10.2006

Das irdische Paradies der kleinen Dame in Weiß
Sie wollte immer nur leise singen: Die große amerikanische Dichterin Emily Dickinson offenbart sich in Gedichten und Briefen

Bei der Teilung der Welt hat Gott die Dichter bekanntlich vergessen, aber nicht ihr Bedürfnis nach Ruhm. Spätestens die Moderne gab sich mit dem Lorbeer nicht zufrieden. Sie etablierte den Markt und das Karrierekalkül. Baudelaires "Blumen des Bösen" sollten die Blumen der Romantik verdrängen. Walt Whitman war ein Meister der Selbstreklame. Er schätzte den künftigen Jahresbedarf an seinen Gedichten auf zehn- bis zwanzigtausend Exemplare. Einen Erfolgsstreik dagegen vermag man sich kaum vorzustellen. Und doch gibt es ein Beispiel: Amerikas größte Dichterin. Was Amerika und was die Welt noch nicht gar zu lange weiß. Denn Emily Dickinson (1830 bis 1886) tat fast alles, um dem Ruhm zu entgehen. "Wir wußten noch nicht einmal, daß sie da war", sagte der Lyriker Robert Frost in einem Interview - das immerhin noch im Jahre 1960. Und fügte von oben herab hinzu: "Armes kleines Ding."

Geboren zu einer Zeit, als Goethe noch lebte, wuchs Emily Dickinson in die aufkommende …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Rezensentin Iris Radisch findet es schwierig, die Kunst der Dichterin Emily Dickinson mit den richtigen Worten zu beschreiben. Am ehesten fühlt sie sich bei der Lektüre an den "Flügelschlag eines Schmetterlings" erinnert: "Man spürt zunächst gar nichts ... und plötzlich ist man erleuchtet", meint sie. Die Kritikerin zeigt sich beeindruckt von Dickinsons Lyrik: Zwar wirke mancher Text "unzugänglich", doch die Worte kämen wie "frisch getauft" daher und ließen den Leser den Sinn "erkennen wie ein Kind", das nichts Vergleichbares vorher gelesen oder gesehen hat. Lob zollt Radisch auch Gunhild Kübler, die die Auswahl der Texte und deren Neuübersetzung vorgenommen hat. Zum einen hält sie ihr Nachwort für "die beste deutschsprachige Einführung" in Dickinsons Werk, zum anderen gefallen ihr die zahlreichen "überraschenden Lösungen" in der Nachdichtung, für die sich Kübler anstelle einer wörtlichen Übersetzung entschieden hat. Allerdings gehe dabei auch ein wenig von Dickinsons Eigentümlichkeit verloren, vom "spröden und unversöhnlichen Gestus", der ohne Sentimentalitäten auskommt.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Kraft, Überschwang, dann wieder tiefste Verlorenheit sprechen aus den Gedichten von Emily Dickinson, denen Gunhild Kübler die Qualität von Zaubersprüchen und von alter Mystik bescheinigt." Eva Pfister, Westdeutsche Zeitung, 27.12.06
Emily Dickinson wurde 1830 in Amherst (Massachusetts) geboren, wo sie am 15. Mai 1886 starb. Von ihren 1775 Gedichten erschienen zu ihren Lebzeiten weniger als zwanzig, ihre Briefe zählen zu den Höhepunkten der amerikanischen Literatur.

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Kundenbewertungen zu "Gedichte" von "Emily Dickinson"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Schmidt aus Kreuzau am 11.02.2008 ***** ausgezeichnet
Ganz klasse!
Sehr melancholisch, der Sinn ist teilweise erst nach mehrmaligem Lesen zu ergründen,deshalb wird das Buch umso interessanter je öfter man es liest.
Emily Dickinson ist die personifizierte Schwermut!

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Emily Dickinson 

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Gedichte - Dickinson, Emily

Engl.-Dtsch. - Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2007

Hrsg. , übers. u. m. e. Nachw. v. Gunhild Kübler

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  • Verlag: Hanser
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 559 S.
  • Seitenzahl: 560
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20782
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 121mm x 23mm
  • Gewicht: 360g
  • ISBN-13: 9783446207820
  • ISBN-10: 3446207821
  • Best.Nr.: 20844964

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Kurzbeschreibung

Sie ist eine der berühmtesten angelsächsischen Dichterinnen. Emily Dickinsons unerschrockene Herzenserforschung, ihr zauberspruchhafter Ton und ihr sprachlicher Eigensinn sind einzigartig. Weltweit werden ihre Verse, obwohl schon 150 Jahre alt, zu Recht als moderne Lyrik gelesen. Diese erste repräsentative deutsche Dickinson-Ausgabe bringt - zweisprachig - mehr als 600 Gedichte in neuer Übersetzung und eröffnet überraschende neue Sichtweisen auf die amerikanische Dichterin, die in Deutschland bisher als Geheimtipp galt.

14.10.2006

Das irdische Paradies der kleinen Dame in Weiß
Sie wollte immer nur leise singen: Die große amerikanische Dichterin Emily Dickinson offenbart sich in Gedichten und Briefen

Bei der Teilung der Welt hat Gott die Dichter bekanntlich vergessen, aber nicht ihr Bedürfnis nach Ruhm. Spätestens die Moderne gab sich mit dem Lorbeer nicht zufrieden. Sie etablierte den Markt und das Karrierekalkül. Baudelaires "Blumen des Bösen" sollten die Blumen der Romantik verdrängen. Walt Whitman war ein Meister der Selbstreklame. Er schätzte den künftigen Jahresbedarf an seinen Gedichten auf zehn- bis zwanzigtausend Exemplare. Einen Erfolgsstreik dagegen vermag man sich kaum vorzustellen. Und doch gibt es ein Beispiel: Amerikas größte Dichterin. Was Amerika und was die Welt noch nicht gar zu lange weiß. Denn Emily Dickinson (1830 bis 1886) tat fast alles, um dem Ruhm zu entgehen. "Wir wußten noch nicht einmal, daß sie da war", sagte der Lyriker Robert Frost in einem Interview - das immerhin noch im Jahre 1960. Und fügte von oben herab hinzu: "Armes kleines Ding."

Geboren zu einer Zeit, als Goethe noch lebte, wuchs Emily Dickinson in die aufkommende …

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18.11.2006

Wie kam es nur zum Dunkel?
Rücksichtslos Neues aus der geschlossenen Kammer der Poesie: Emily Dickinson, deren Scharfsinn alles zuzutrauen ist, in neuen deutschen Ausgaben
Lange schon siedelten die angelsächsischen Auswanderer in Nordamerika, lange auch hatten sie ihre politische Selbständigkeit erkämpft, ehe die arbeitsamen und frommen Bewohner Zeit und Sinn für die schöne Literatur fanden. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts entsteht eine autonome amerikanische Literatur, sogleich aber von höchstem Rang: in den Essays Emersons, den Romanen Hawthornes und Melvilles, in der Lyrik Walt Whitmans und Emily Dickinsons. Doch selbst diese Gedichte, so fern sie auch allem praktischen Nutzen zu stehen scheinen, sind dem Geist der Pioniere, die einen Kontinent erobern, verwandt: Sie erkennen keine Konventionen der lyrischen Sprache an; sie wollen nur sagen, was wirklich und wahr ist. Deshalb sind sie rücksichtslos neu. Aus der adamitischen Situation der amerikanischen Kultur, die noch einmal am Anfang der Schöpfung zu stehen glaubt, geht ein eigenständiger Beitrag zur Literatur der Moderne hervor. Die amerikanische Lyrik verabschiedet, wie die europäische …

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Kundenbewertungen zu "Gedichte" von "Emily Dickinson"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 1 Bewertung):
5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen *****
ausgezeichnet
Bewertung von Schmidt aus Kreuzau am 11.02.2008
*****
ausgezeichnet
Ganz klasse!
Sehr melancholisch, der Sinn ist teilweise erst nach mehrmaligem Lesen zu ergründen,deshalb wird das Buch umso interessanter je öfter man es liest.
Emily Dickinson ist die personifizierte Schwermut!
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3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

07.12.2006

Rezensentin Iris Radisch findet es schwierig, die Kunst der Dichterin Emily Dickinson mit den richtigen Worten zu beschreiben. Am ehesten fühlt sie sich bei der Lektüre an den "Flügelschlag eines Schmetterlings" erinnert: "Man spürt zunächst gar nichts ... und plötzlich ist man erleuchtet", meint sie. Die Kritikerin zeigt sich beeindruckt von Dickinsons Lyrik: Zwar wirke mancher Text "unzugänglich", doch die Worte kämen wie "frisch getauft" daher und ließen den Leser den Sinn "erkennen wie ein Kind", das nichts Vergleichbares vorher gelesen oder gesehen hat. Lob zollt Radisch auch Gunhild Kübler, die die Auswahl der Texte und deren Neuübersetzung vorgenommen hat. Zum einen hält sie ihr Nachwort für "die beste deutschsprachige Einführung" in Dickinsons Werk, zum anderen gefallen ihr die zahlreichen "überraschenden Lösungen" in der Nachdichtung, für die sich Kübler anstelle einer wörtlichen Übersetzung entschieden hat. Allerdings gehe dabei auch ein wenig von Dickinsons Eigentümlichkeit verloren, vom "spröden und unversöhnlichen Gestus", der ohne Sentimentalitäten auskommt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"Kraft, Überschwang, dann wieder tiefste Verlorenheit sprechen aus den Gedichten von Emily Dickinson, denen Gunhild Kübler die Qualität von Zaubersprüchen und von alter Mystik bescheinigt." Eva Pfister, Westdeutsche Zeitung, 27.12.06

Autorenporträt zu "Emily Dickinson"

Emily Dickinson wurde 1830 in Amherst (Massachusetts) geboren, wo sie am 15. Mai 1886 starb. Von ihren 1775 Gedichten erschienen zu ihren Lebzeiten weniger als zwanzig, ihre Briefe zählen zu den Höhepunkten der amerikanischen Literatur.

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