Quicksilver / Barock Trilogie Bd.1 - Stephenson, Neal
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Neal Stephenson 

Quicksilver / Barock Trilogie Bd.1

Roman. Ausgezeichnet mit dem Arthur C. Clarke Award 2004

Aus d. Amerikan. v. Juliane Gräbener-Müller u. Nikolaus Stingl
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Quicksilver / Barock Trilogie Bd.1

Ein lebenspralles, kühnes Epos über das barocke Europa.

''Quicksilver' ist Wissenschaftsthriller, Historienschmöker und Schelmenroman auf höchstem Niveau.' -- SZ Wissen

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 1145 S. m. 2 Kt.
  • Seitenzahl: 1152
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46183
  • Deutsch
  • Abmessung: 207mm x 137mm x 51mm
  • Gewicht: 788g
  • ISBN-13: 9783442461837
  • ISBN-10: 3442461839
  • Best.Nr.: 20765165
"'Quicksilver' ist Wissenschaftsthriller, Historienschmöker und Schelmenroman auf höchstem Niveau." (SZ Wissen)

",Quicksilver' ist Wissenschaftsthriller, Historienschmöker und Schelmenroman auf höchstem Niveau."

"Bombastischer als Stephenson kann man nicht hochgehen lassen, was in jener Epoche an erkenntnistheoretischem Sprengstoff in lauter frühmodernen sozioökonomischen Sprungfedern eingerollt war."
Neal Stephenson wurde 1959 in Fort Meade, Maryland, geboren. Für "Diamond Age" wurde ihm der Hugo Award verliehen, und bei der Ars Electronica 2000 erhielt er für sein bisheriges Gesamtwerk die Goldene Nica. Seit seinem frühen Roman "Snow Crash" gilt er als eines der größten Genies der amerikanischen Gegenwartsliteratur. "Cryptonomicon" sowie alle Bände seiner Barock-Trilogie, "Quicksilver", "Confusion" und "Principia", stießen weltweit auf euphorische Begeisterung und wurden sensationelle Bestseller.

Leseprobe zu "Quicksilver / Barock Trilogie Bd.1" von Neal Stephenson

Der Harz (S. 558-559)

WALPURGISNACHT 1684
Ich Unglückseliger! Wo entflieh ich, ach, endlosem Zorn, unendlicher Verzweiflung? Wohin ich flieh, ist Hölle, ich bin Hölle; und in der tiefsten Tiefe lauert stets noch eine tiefere und tut sich auf und droht, mich zu verschlingen, gegen die die Hölle, die ich leide, himmlisch scheint. Milton, Das verlorene Paradies Jack saß eine Weile auf einem toten Baum im Wald, hatte Hunger und, was noch schlimmer war, kam sich vor wie ein Idiot. Das Tageslicht schwand allmählich, und er fand, er sollte das, was davon noch übrig war, klug nutzen (er konnte durchaus klug sein, solange kein Prediger oder Edelmann es von ihm verlangte). Zwischen den Bäumen hindurch ging er zu einer kleinen Anhöhe und von dort hinunter in ein flaches Becken zwischen Hügeln, wo er ziemlich sicher war, dass er ein Feuer machen könnte, ohne sich der Bürgerschaft von Bockboden zu verraten. Das noch verbleibende Tageslicht verwandte er darauf, herabgefallene Zweige zu sammeln, und gerade als die Sonne unterging, zündete er ein Feuer an – unter Ausnutzung der Erfahrung, dass die langwierige und mühevolle Arbeit mit Feuerstein, Stahl und Zunder beschleunigt werden konnte, wenn man statt des Zunders einfach ein wenig Schwarzpulver nahm. Nach etwas Feuerwerkerei und einer großen Rauchwolke brannte das Feuer. Nun brauchte er nur noch hin und wieder Stöcke hineinzuwerfen und dazusitzen wie der verlorene Idiot, der er war, bis der Schlaf ihn schließlich überraschte. Er wollte nicht an die Hexe denken, die er hatte verbrennen sehen, aber es war schwer, das nicht zu tun. Er versuchte, seine Gedanken stattdessen auf seinen Bruder Bob und seine zwei Jungs, die Zwillinge Jimmy und Danny, zu lenken und auf seinen langjährigen und oft hinausgeschobenen Plan, ein Erbe für sie zu bilden. Verblüfft stellte er fest, dass drei Frauen und ein Mann, die Gesichter vom Feuerschein beleuchtet, ganz in der Nähe standen. Sie sahen aus, als hätten sie sich in der Erwartung, irgendeinen anderenVagabunden schlafend an einem Lagerfeuer zu finden, mitten in der Nacht in den Wald gewagt.

Jacks erster Gedanke wäre vielleicht Hexenjäger! gewesen, wenn sie nicht länger gebraucht hätten, auf ihn zu reagieren, als er auf sie; zudem schauten sie ängstlich drein (sie hatten das Schwert bemerkt) – und im Übrigen waren es hauptsächlich Frauen, und sie waren unbewaffnet, wenn nicht die frisch abgeschnittenen Äste, die sie als belaubte Wanderstöcke benutzten, als Waffen gedacht waren. Jedenfalls drehten sie sich um und drängten davon, wobei ihre Stöcke sie wie eine Gruppe stämmiger Zimmermädchen aussehen ließen, die loszogen, um den Wald mit improvisierten Besen zu kehren. Danach konnte Jack nicht mehr schlafen. Ein paar Minuten später kam eine weitere, der ersten ziemlich ähnliche Gruppe vorbei. In diesem Wald herrschte verdammt viel Betrieb! Jack klaubte seine paar Habseligkeiten zusammen und zog sich in den Schatten zurück, um zu beobachten, was sonst noch für Motten von der Flamme angezogen wurden. Innerhalb weniger Minuten hatte eine Schwadron von zumeist Frauen, vom Mädchen bis zum hässlichen alten Weib, von dem Feuer Besitz ergriffen und es bis zur hell auflodernden Flamme geschürt. Sie hatten einen schwarzen Eisenkessel mitgebracht, den sie mit Eimern voll Wasser aus einem nahe gelegenen Bach füllten und dann zum Kochen über das Feuer hängten. Als Dampf aus dem Topf aufzusteigen begann – erleuchtet durch das Feuer darunter, verschwand er allmählich im kalten Himmel –, fingen sie an, die Zutaten irgendeines Eintopfs hineinzuwerfen: Säcke voll irgendwelcher dicker dunkelblauer Kirschen, rote Pilze mit weißen Flecken, Kräuterzweiglein. Kein Fleisch oder erkennbares Gemüse, sehr zu Jacks Enttäuschung. Aber er war hungrig genug, um jetzt deutsche Kost zu essen. Die Frage war:Wie konnte er es anstellen, dass man ihn zu dem Festmahl einlud?


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Kundenbewertungen zu "Quicksilver / Barock Trilogie Bd.1" von "Neal Stephenson"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Lutz Hoffmann aus Berlin am 03.01.2009 ***** ausgezeichnet
fulminant - ein reichhaltiger bilderbogen, eine irrwitzige berg- und talfahrt durch die zeit des barock. klügstens recherchiert und in einer gradezu zauberhaft präzisen sprache vrerfasst. danke neil stephenson für dieses wundervolle epos!!

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