Die unendliche Liste - Eco, Umberto

Umberto Eco 

Die unendliche Liste

Übersetzung: Kleiner, Barbara
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Die unendliche Liste

Umberto Eco zeigt in diesem prächtig bebilderten Band, wie die Geschichte der westlichen Kultur von der Vorliebe für Sammlungen geprägt ist. Mit zahlreichen Beispielen von der Antike bis zur Gegenwart erzählt er vom Bestreben der Menschen, die Unendlichkeit der Dinge überschaubarer zu machen.

In seinen Romanen wimmelt es nur so von Listen. Er hatte immer schon eine Vorliebe dafür. Aber erst bei der Recherche für dieses Projekt wurde ihm klar, wie enorm, ja geradezu schwindelerregend die Ausbeute an Listen ist. Weil der Mensch denkt, wenn er Ordnung in die Unendlichkeit der Dinge bringt, verstehe er sie auch. Zum Bedauern des Autors konnten nicht alle Fundstücke Eingang finden, damit es kein 1000-Seiten- Buch wurde: "So dass das letzte Wort dieses Buches nur lauten kann: undsoweiter."


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 407 S. m. zahlr. farb. Abb. 235 mm
  • Seitenzahl: 407
  • dtv Taschenbücher Bd.34684
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 172mm x 30mm
  • Gewicht: 1087g
  • ISBN-13: 9783423346849
  • ISBN-10: 3423346841
  • Best.Nr.: 32593238
"Umberto Eco (...) ergriff diese einzigartige Gelegenheit beim Schopf, um ein der Uferlosigkeit des Louvre entsprechendes Thema zu inszenieren: die Liste. Wem das zuerst so klingt, als gehe es nur um dröge Aufzählungen und Kataloge, der wird von Eco in diesem anregenden, amüsanten Bilderbuch überrascht und eines Besseren belehrt."
Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung 8. Dezember 2009

» « Kathrin Meier-Rust, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag 29. November 2009 » Vom Schiffskanon der «Ilias» von Homer über Leporellos Liste bis zu Warhols Büchsensuppen ist dieses Buch zur Ausstellung nichts weniger als die Liste aller Listen.« Kathrin Meier-Rust, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag 29. November 2009

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.11.2009

Welt wird alles, was sich aufzählen lässt

Umberto Eco im Rausch der Anhäufung: Mit einem Bildband und seiner Pariser Veranstaltungsreihe ergründet der italienische Gelehrte die Lust an der Liste.

PARIS, 29. November

Es könnte auch sein, dass es tausend und vier waren. Leporellos Buchführung über Don Giovannis Eroberungen im Reich der Galanterie bei Mozart steht auf unsicheren Füßen. Auf diese schiefe Ebene zwischen Rechenfehler, großzügiger Schätzung und Chaos hat Umberto Eco sein jüngstes Beschäftigungsthema gestellt. Es geht um das Phänomen der "Liste" und das Schwindelgefühl des aufzählenden Immer-mehr, das diese Rudimentärstufe von Weltordnung auslöst. Eco hat damit auf die Einladung des Louvre geantwortet, als Ehrengast im Museum einen Veranstaltungsschwerpunkt zu setzen. Da der italienische Gelehrte aber ein Mann der Bibliotheken ist, begann alles mit einem Buch. "Die unendliche Liste" heißt der Prachtband, der zugleich auf Deutsch, Italienisch und Französisch erschien. Das vierhundertseitige Bilder- und Lesebuch zeigt, wie durch die Jahrhunderte die unüberschaubare Vielzahl von Pflanzen, Tieren, Ländereien, Gestirnen, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.12.2009

Denn Ordnung ist das halbe Leben
Der Blick in die Grenzenlosigkeit von Wissen und Unwissen löst Taumel aus. Doch Umberto Eco scheut nicht die große Inventur in Weltliteratur und Kunstgeschichte: „Die unendliche Liste” heißt sein neues Buch Von Harald Eggebrecht
Die Einladung, den Pariser Louvre einen Monat lang nach Belieben „mit Vorträgen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, Vorführungen usw.” bespielen zu dürfen, würde wohl jeden in Hochgefühle versetzen und zugleich beängstigen, denn die Fülle und der enorme Anspruch dieses unermesslichen Schatzhauses sind doch wahrlich so bedrängend, dass man darin unterzugehen droht.
Aber Umberto Eco, dieser Tausendsassa zwischen linguistisch-philosophischer Wissenschaftsfinesse, phantasievoller Gelehrsamkeit und gehörigem Talent zum erfolgreichen Roman-Entertainer, ergriff diese einzigartige Gelegenheit beim Schopf, um ein der Uferlosigkeit des Louvre entsprechendes Thema zu inszenieren: die Liste.
Wem das zuerst so klingt, als gehe es nur um dröge Aufzählungen und Kataloge, der wird von Eco in diesem anregenden, amüsanten Bilderbuch überrascht und eines Besseren belehrt. Wahrscheinlich seit …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Harald Eggebrecht hat den Taumel nicht gescheut, in den ihn die große Unendlichkeit des Weltwissens reißen würde und sich von Umberto Ecos Kompendium gleich dreifach begeistern lassen. Zunächst hat sich Eggebrecht von Eco einen großen, aber offenbar doch imposanten Überblick geben lassen über all die Listen, Kataloge, Archive, Museen, Arsenale und Register, die bisher in der Weltgeschichte so angefertigt wurden. Dann hat eine Reihe wunderbarer Beispiele gelesen, in denen literarische Listen von Homer bis Pynchon gewürdigt werden. Hier wurde dem Rezensenten klar, welch heroische, aber vergebliche Versuche, das verschwinden und Vergessen aufzuhalten, Listen sind. Schließlich hat er Eco den Rezensenten noch mit einer grandiosen Sammlung von Bildern entzückt, die das Buch zu einer wahren "Wunder-und Schatzkammer" machen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Ein Prachtband." Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.09 "Ein anregendes, amüsantes Bilderbuch." Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 08.12.09 "Eine überwältigende Liste der Listen." Timo Schmeltzle, Die Rheinpfalz, 21.01.10
Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria, lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den "Premio Strega" (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
2011 wurde Umberto Eco mit dem "Premio Pavese" ausgezeichnet.

Blick ins Buch "Die unendliche Liste"

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