Der Kulturinfarkt - Haselbach, Dieter; Klein, Armin; Knüsel, Pius; Opitz, Stephan
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Der Kulturinfarkt

Von Allem zu viel und überall das Gleiche. Eine Polemik über Kulturpolitik, Kulturstaat, Kultursubvention.

Dieter Haselbach Armin Klein Pius Knüsel Stephan Opitz 

Von Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel u. a.
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Der Kulturinfarkt

Zu viel Geld für Kultur schadet nur.

Immer mehr Geld für die Kultur! Dabei haben wir schon von allem zu viel und überall das Gleiche. Vier führende Kulturexperten entlarven den Mythos vom Kulturstaat und ziehen gegen die Auswüchse der Subventionskultur zu Felde. Denn das oberste Ziel öffentlicher Kultureinrichtungen ist nicht etwa Kunst oder Innovation, sondern der schiere Selbsterhalt.

Das kulturpolitisch so erfolgreiche Programm einer »Kultur für alle« war Höhepunkt der bürgerlichen Bildungsutopie, die tief in der deutschen Klassik wurzelte: Es ging um nichts weniger als die »ästhetische Erziehung des Menschengeschlechts«; darunter machen es die Deutschen nicht. Doch längst können Kunst und Kultur weder das individuelle noch das kollektive Glücksversprechen erfüllen. Sie ermöglichen weder die Vervollkommnung des Einzelnen noch erlösen sie von den Zumutungen der Globalisierung und Moderne. Sie stiften weder den Zusammenhalt der Nation noch helfen sie bei der Integration des Fremden. Sie befördern nicht die Wirtlichkeit unserer Städte und schon gar nicht das ökonomische Wachstum durch eine blühenden »Kreativwirtschaft«. Vielmehr spaltet öffentlich geförderte Kultur die Gesellschaft. Der Fetisch Kulturstaat, in dem alle diese Wunschvorstellungen kulminieren, stößt an seine Grenzen. Wer einen Diskurs über die Ziele öffentlicher Kulturausgaben möchte, trifft auf eine harte Kulturlobby: Gegen Kultur darf niemand sein und alles, was ist, muss bleiben. Denn das oberste Ziel öffentlicher Kultureinrichtungen ist nicht etwa Kunst oder Innovation, sondern der schiere Selbsterhalt.

Haselbach, Klein, Knüsel und Opitz fordern Verzicht: Derzeit fördern wir Lobby und Institutionen - nicht die Kunst.



Produktinformation

  • Verlag: Knaus
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 287 S.
  • Seitenzahl: 287
  • Deutsch
  • Abmessung: 204mm x 135mm x 28mm
  • Gewicht: 415g
  • ISBN-13: 9783813504859
  • ISBN-10: 3813504859
  • Best.Nr.: 34503363

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Thomas E. Schmidt kann dem bereits vielfach abgekanzelten Buch der vier Kulturmanager Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel und Stephan Opitz auch Positives abgewinnen. Ihr Befund von der Reformunfähigkeit der deutschen Kulturinstitutionen ist nicht neu, aber zutreffend. Auch die Frage, wer und was legitimiert Kultursubventionen findet Schmidt wichtig. Für das beste am Buch hält er allerdings den "Ingrimm", mit dem die Autoren eine Debatte über die Strukturen des Kulturbetriebs führen wollen. Schmidt möchte die auch führen, allerdings wäre es ihm lieber, wenn die Basis, auf der dies geschieht etwas tragfähiger wäre, als dieses Buch. Was er den Autoren nämlich negativ ankreidet, ist durchaus beträchtlich: Schmidt vermisst unter anderem so grundlegende Dinge wie eine Analyse der Organisationen, einen Begriff von Kultur und Gesellschaft, eine Vorstellung davon, wie Erfolg zu bemessen wäre. Stattdessen sieht Schmidt die Autoren von "exlinkem Ressentiment" gegen zugleich egalitäre, abgehobene und gepamperte Kunst getragen. Dass der Markt eine bessere Kunst hervorbringt als ein staatliches System hält Schmidt denn auch mit Blick auf die zeitgenössische Kunst für eine recht abenteuerliche These.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Indessen verrät der Ärger, dass die Autoren des ,Kulturinfarkts' an eine heikle Blöße der staatlich verordneten Kulturreligion gerührt haben (...)."

Indessen verrät der Ärger, dass die Autoren des Kulturinfarkts an eine heikle Blöße der staatlich verordneten Kulturreligion gerührt haben ( ). Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung

„Indessen verrät der Ärger, dass die Autoren des ‚Kulturinfarkts‘ an eine heikle Blöße der staatlich verordneten Kulturreligion gerührt haben (…).“„Eine Menge Zutreffendes steht in diesem Buch.“„Radikales Gedankenexperiment (...) hat in der Tat das Zeug, eine bequem gewordene und im Besitzstandsdenken erstarrte Kulturlandschaft wachzurütteln.“„Ihre Thesen sind (…) wichtig. Sie kommen zur richtigen Zeit, stellen die richtigen Fragen und machen im Kern auch wegweisende Reformvorschläge.“
Dieter Haselbach ist Professor für Soziologie an der Philipps-Universität Marburg und führt die Geschäfte der ICG Culturplan Unternehmensberatung. Für den Deutschen Bundestag verfasste er 2006 das Kulturwirtschafts-Gutachten.

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