Die Makler-Mafia / TKKG Bd.163 (1 Audio-CD) - Wolf, Stefan
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Die Makler-Mafia / TKKG Bd.163 (1 Audio-CD)

60 Min.

Stefan Wolf 

Regie: Körting, Heikedine; Sprecher: Draeger, Sascha; Nowotny, Niki
Audio CD
 
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Die Makler-Mafia / TKKG Bd.163 (1 Audio-CD)

Klößchen macht sich Sorgen um seine Oma Rosalinde Sauerlich. Sie liegt nach einem Schwächeanfall im Krankenhaus und wirkt am Telefon sehr ängstlich und geradezu eingeschüchtert. TKKG beschließen Oma Sauerlich zu besuchen und erfahren von ihr von unheimlichen Ereignissen, die sich jede Nacht um und in ihrer Villa abspielen. Und auch auf den Grundstücken von Oma Rosalindes Nachbarinnen geschehen immer wieder merkwürdige Dinge. Wird das noble Villenviertel von übernatürlichen Phänomenen heimgesucht? Klar, dass sich TKKG auf Spurensuche begeben. Dabei stolpern sie ständig über einen dubiosen Makler Was hat der wohl im Sinn?


Produktinformation

  • Best.Nr.: 26025586
  • Laufzeit: 60 Min.
Stefan Wolf, alias Ralf Kalmuczak, 1938 in Nordhausen geboren, studierte Germanistik, bevor er sich ganz aufs Schreiben verlegte. Der passionierte Autor arbeitete u.a. für den "Stern", und verfasste mehr als 2.700 Kurzkrimis, viele Drehbücher, Taschenbuchkrimis und Jugendromane. Er verstarb 2007 im Alter von 68 Jahren.
Regen prasselte in dicken Tropfen zur Erde herab. Der Himmel hing an diesem unheilvollen Herbsttag voller dunkler Wolken, die jeden Lichtstrahl schluckten. Obwohl es erst früher Mittag war, kamen sich die wenigen Anwesenden, die allesamt schwarz gekleidet waren und sich unter Schirmen zusammenkauerten, wie in tiefster Nacht vor. Und so fühlten sie sich auch: traurig, leer und schwer. Der Pfarrer hielt mit lauter Stimme die übliche Grabesrede und musste aufpassen, dass ihn der Wind, der über den Friedhof fegte und gegen den er sich zuweilen stemmte, nicht selbst ins offene Grab beförderte.

"Asche zu Asche, Staub zu Staub." Der Geistliche warf eine Handvoll Erde nach unten auf den nassen Sarg, die sich sofort in ein schlammiges braunes Rinnsal verwandelte, das links und rechts den Sarg hinunterlief.

Am Rande des Grabes stand Klößchens Oma, Rosalinde Sauerlich, unter einem Regenschirm und schluchzte in ein mit Spitze besetztes Stofftaschentuch. Die alte Dame strahlte trotz ihres hohen Alters eine Eleganz und Würde aus, die man nicht erlernen konnte, sondern die ihr in die Wiege gelegt worden sein musste. Zu Klößchens Vater Hermann Sauerlich war sie als kleiner Junge zwar streng, aber auch immer gerecht gewesen. Von antiautoritärer Erziehung hielt sie gar nichts. Dennoch war sie auch eine lebensfrohe Frau und wusste, wie man zur rechten Zeit feierte und auch mal über die Strenge schlug. Hermann Sauerlich und Klößchen hatten ihren Hang zu gutem Essen von ihr geerbt. Nicht allerdings ihre Gene, denn anders als ihr Sohn und Enkelsohn hatte sie nie Probleme mit ihrem Gewicht gehabt. Trotzdem konnte sie den Gesundheitstick von Klößchens Mutter nicht verstehen, die in ihren Augen etwas übertrieb. Rosalinde Sauerlichs dezentes Make-up war verlaufen, und man wusste nicht, ob es wegen des Regens oder der Tränen war.

Keiner hatte mit diesem schrecklichen Unglück gerechnet, obwohl Isolde Mischok-Knechtmann schon knapp über 80 war. Jetzt blieben nur noch drei übrig und die beweinten ihre gute Freundin.

Links an Rosalindes Arm hatte sich Kiki von Manteuffel eingehängt. Kiki sah mit ihrem roten krausen Haar, das in alle Richtungen stand, wie eine moderne Hexe aus. Sie trug zwar auch schwarz wie die anderen, hatte aber einen knallroten Schal um den Hals gewickelt. Mit steinerner Miene stand sie da, ihr Gesicht einer Porzellanpuppe gleich, so bleich war sie. Man konnte ihr Alter nicht wirklich erraten. Sie gehörte zu jenen Frauen, die nicht zu altern schienen. Dabei lagen ihr Schönheitsoperationen und der ganze Jugendlichkeitswahn so fern wie der Nordpol. Manche schätzten sie auf Mitte 60, andere mutmaßten, dass sie viel älter sein müsste. Kiki äußerte sich dazu nie, denn sie empfand die Diskussion um das Alter als völlig unsinnig. Außerdem war sie eine Frau, die sich aus den neusten Moden nichts machte. Sie blieb ihrem exzentrischen Kleidungsstil schon seit Jahren treu, der in quietschbunten indischen Kaftanen und Chiffon-Flatterkleidern seinen Ausdruck fand und sie so leichtfüßig wie ein Schmetterling aussehen ließ. Heute blitzte nur ein Farbklecks unter dem Saum ihres bodenlangen, dunklen Mantels hervor.

Rechts von Rosalinde Sauerlich stand in sich zusammengesunken Elsbeth Trudemann. Die etwas klein geratene, füllige, alte Dame klammerte sich an den Arm von Klößchens Oma wie an einen Rettungsanker und schluchzte Bäche von Tränen.

Ein Blitz erhellte für einen kurzen Moment den Himmel, kurz darauf krachte es donnernd. Die Trauernden, die nacheinander um das Grab gingen und Erde auf den Sarg warfen, zuckten zusammen. Rosalinde Sauerlich schaute nach unten in die feuchte Grube und betrachtete nachdenklich für einen Moment das große Blumengebinde auf dem glänzenden, nassen Sarg. War sie als Nächste an der Reihe? Sie wischte den Gedanken beiseite und stapfte weiter durch die matschige Erde, in der sich kleine Wasserbäche ihren Weg bahnten. Hinter dem gusseisernen, kunstvoll verschnörkelten Eingangstor des Friedhofes, der an eine Parkanlage grenzte und am Rande des Villenviertels lag, standen drei große Eichenbäume. Wenn die Sonne schien, spendeten sie mit ihrem Blattwerk großzügig Schatten, zu dieser Jahreszeit jedoch und bei diesem Unwetter sahen sie wie drei bedrohliche Riesenkraken aus, die mit tausend Armen nach einem griffen. Rosalinde Sauerlichs Blick wanderte dorthin und für einen Moment glaubte sie zwischen den Bäumen schemenhaft eine dunkle Gestalt zu erkennen. Sie erschauderte innerlich. Wegen des Regens war die Sicht schlecht und auch ihre Augen waren nicht mehr die besten. Sie wischte sich das Wasser aus dem Gesicht, kramte ihre Brille hervor und setzte sie auf. Die Sicht wurde scharf. Gebannt schaute sie in die Richtung. Ihre Pupillen weiteten sich. Vor Schreck! Sie sah etwas, das ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ. Dann wurde ihr schwindelig. Sie sackte in sich zusammen und fiel zu Boden. Wie durch eine Wand aus Watte konnte sie noch besorgte Stimmen hören. Verschwommen sah sie, wie sich eine dunkle Masse an Menschen über sie beugte. Dann fiel sie in ein dunkles Loch.

Unerwartete Nachrichten Die kreischenden Gitarren- und Schlagzeugsounds der "Shadows" wummerten aus den Lautsprecherboxen. Gabys Hund Oskar hatte sich unter der Bettdecke verkrochen und schaute sie gequält an, während sie auf ihrem Bett lag und die Textzeilen des Songs "Under my skin" studierte. Sie klappte das CD-Booklet zu und betrachtete gedankenverloren das Cover, auf dem die Band abgebildet war. Gaby schwärmte schon seit Längerem für Jason, den Sänger der Indie-Rockband. Sie konnte sich gut mit den gefühlvollen und melancholischen Texten identifizieren, bei denen es meistens um Freundschaft, Verliebtsein, Verlassenwerden und Alleinsein ging. Natürlich war Tim ihr Favorit. Und niemand konnte ihn ersetzen, auch nicht der coole, langhaarige Jason, der das absolute Gegenteil vom Häuptling war. Er war extrem dünn, großgewachsen und steckte immer in engen schwarzen Klamotten. Sein Gesicht war bleich geschminkt. Auf dem rechten Unterarm hatte er als verschnörkeltes Tattoo den Namen der Band.

Plötzlich öffnete sich die Tür und Gabys Mutter betrat den Raum. Margot Glockner schaute etwas genervt: "Gaby, könntest du bitte die Musik etwas leiser machen? Die Kundschaft unten im Laden hat schon erstaunt gefragt, ob hier Musiker eingezogen sind."

Oskar winselte zustimmend.Gaby verdrehte die Augen und pustete sich eine Strähne aus dem Gesicht. "Wenn's sein muss." Sie erhob sich vom Bett und drehte die Anlage leiser.

Trackliste zu "Die Makler-Mafia / TKKG Bd.163 (1 Audio-CD)" von TKKG


CD
1 Das Hexenbrett 06:30
2 Gerechte Strafe 07:02
3 Angst 08:51
4 Flüsternde Pflanzen 06:20
5 Baba Makawa 03:35
6 Mitternacht 03:27
7 Geistig verwirrt 05:07
8 Rückendeckung 03:33
9 Bedeutsames Dokument 05:40
10 In der Gruft 03:35
11 Gefesselt 04:06
12 Ausgetrickst 02:30


Kundenbewertungen zu "Die Makler-Mafia / TKKG Bd.163 (1 Audio-CD)"

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Bewertung von dj aus Castrop-Rauxel am 28.10.2010   sehr gut
TKKG Die Makler-Mafia

In dem Buch TKKG Die Makler-Mafia geschrieben von Stefan Wolf ,geht es um die TKKG Bande die aus Tim, Karl, Klöschen, und Gaby besteht.In diesem Fall geht es auch um eine Mafia. Klöschen macht sich über seine Oma Rosalinde Sauerlich Sorgen,weil sie am Telefon sehr ängstlich wirkte.
Sie war im Krankenhaus. Die TKKG Bande beschließt schließlich das sie alle zusammen Oma Rosalinde Sauerlich
besuchen.Sie erfahren von Klöschens Oma dass sich jede Nacht merkwürdige
Dinge dort abspielen. Bei ihrer Spurensuche
begegnen sie immer wieder einem Makler.
Mir hatt das Buch sehr gut gefallen, weil
es einen sehr spannende Fall in diesem Buch gibt empfehle ich es auch weiter.

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