Ken Folletts Eisfieber

Ken Folletts Eisfieber

Regie: Keglevic, Peter; Darsteller: Lauterbach, Heiner; Stapel, Huub; Lindow, Martin; Klawitter, Arnd; Poggio, Massimo; Ferrari, Isabella; Schilling, Tom; Brandt, Matthias; Kessel, Sophie von; Wackernagel, Katharina; Sarnau, Anneke Kim; Sharif, Bülent; Rieke, Janek; Buchvorl.: Follett, Ken; Musik: Groth, Jacob; Buch: Christian, Beatrix; Kraemer, Olaf;
DVD
 
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Ken Folletts Eisfieber

Bildformat: 16:9 anamorph codiert (1.78:1)
Sprache / Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Ländercode: 2

Mit den Filmrechten diverser Ken-Follett-Romane hat sich das ZDF einen richtig dicken Fisch geangelt. Der Brite, seit seinem Thriller "Die Nadel" einer der bekanntesten Autoren überhaupt, hat über 100 Millionen Bücher verkauft; zu seinen Bestsellern zählen unter anderem "Die Säulen der Erde", "Die Pfeiler der Macht" oder "Der dritte Zwilling".

Die TV-Lizenzen werden nicht billig gewesen sein. Natürlich würde das ZDF daher gern von Folletts Popularität profitieren und die Filme auch ins Ausland verkaufen. Koproduzent ist die italienische Palomar (für RTI/Mediaset), weshalb die Italienerin Isabella Ferrari an der Seite von Heiner Lauterbach die weibliche Hauptrolle spielt. Die beiden passen als Paar gut zusammen; leider ist das schon mit das Beste, was sich über den Film sagen lässt. Die heimliche Hauptrolle spielt allerdings ein äußerst überzeugender Schneesturm. Er sorgt dafür, dass die Mitwirkenden dieser Geschichte in einem Anwesen an der schottischen Küste gefangen sind: Ausgerechnet an Heiligabend haben sich Gangster in dem Landgut eingenistet.
Gleich drei Autoren - die Britin Beatrix Christian, der Deutsche Olaf Kraemer und die Italienerin Federica Pontremoli - haben es allerdings nicht geschafft, Folletts Vorlage angemessen spannend umzusetzen. Die offenkundige Absicht, ein möglichst heterogenes Publikum anzusprechen, hat dazu geführt, dass der Film wie ein Zwitter wirkt: halb Thriller, halb Familiendrama. Teil eins fesselt nur so lange, wie die Arbeit im Labor und die Suche nach einem vermutlich verseuchten Kaninchen im Vordergrund steht. Kaum empfängt Institutsleiter Oxenford (Lauterbach) seine erwachsenen Kinder und ihre Familien, bekommt die Geschichte ein völlig anderes Vorzeichen. Die Eifersüchteleien zwischen den Schwestern (Katharina Wackernagel, Sophie von Kessel) nimmt der Handlung jede Spannung. Bindeglied zur Thriller-Ebene ist Oxenfords Sohn Kit (Tom Schilling), das schwarze Schaf der Familie. Der Junge hat eine Viertelmillion an Spielschulden angehäuft und sich an einen Gangster verkauft. In dessen Auftrag soll ein bekannter Verbrecher (angemessen finster verkörpert von Matthias Brandt) mit Kits Hilfe das Sicherheitssystem des Labors überlisten und das tödliche Virus stehlen. Wegen des Schneesturms sucht die Bande ausgerechnet in Kits Elternhaus Zuflucht. Letzte Hoffnung der Geiseln ist Oxenfords Sicherheitsbeauftragte Toni (Ferrari).
Teil zwei profitiert zwar von der ausweglosen Konfrontation von Opfern und Tätern, betont aber auch die verschiedenen Mängel. Anneke Kim Sarnau trägt als durchgeknallte Soziopathin ebenso übertrieben dick auf wie Sophie von Kessel als Familienzicke, Tom Schilling wirkt wie ein überforderter trotziger Schuljunge. Ungleich größeres Manko ist jedoch die fehlende Spannung. tpg.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Making of


Produktinformation

  • Hersteller: Universum Film
  • EAN: 0886976281090
  • Best.Nr.: 27859487
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 29. Januar 2010
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 78/16:9
  • Tonformat: Deutsch DD 2.0 Stereo
  • Gesamtlaufzeit: 180 Min.
Ken Follett, geboren 1949 in Wales, von Beruf Journalist, wurde mit seinem Thriller 'Die Nadel' weltberühmt. Brillante Erzählkunst verbindet sich in seinen Büchern mit fundierter Sachkenntnis.

Kundenbewertungen zu "Ken Folletts Eisfieber"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** gut)
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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 15.01.2012 ***** gut
Supergau bei Oxenford Medical: ein Laborant hat aus dem Hochsicherheitslabor in der Nähe von Edinburgh ein Kaninchen entwendet, dass mit dem tödlichen Madoba-2 Virus infiziert ist. Nach dem grausamen Ansteckungstod des Diebes beginnt eine hektische Schadensbegrenzung. Toni Gallo (Isabella Ferrari), die Sicherheitschefin bei Oxenford, muss feststellen, dass der Diebstahl nur das Vorspiel zu einer noch größeren Katastrophe ist, denn nur wenige Tage später überfallen Verbrecher das Labor und stehlen das Virus. Als dann auch noch ein furchtbarer Schneesturm die Polizei zur Untätigkeit verdammt, nimmt Toni alleine die Verfolgung der Täter auf. Noch ahnt sie nicht, dass der Dieb aus dem engsten Familienkreis des Firmengründers Stanley Oxenford (Heiner Lauterbach) kommt. In dessen verschneitem Landhaus im schottischen Hochland entbrennt schließlich ein dramatischer Kampf, bei dem mehr auf dem Spiel steht als ein einzelnes Leben.

Ein spannender Film, bei dem man erst am Schluss erfährt, ob die Verbrecher das Virus einsetzen können, oder ob man es ihnen vorher abnehmen kann. Als Zuschauer weiß man allerdings von Anfang an, welches Familienmitglied mit den Verbrechern gemeinsame Sache macht, was etwas von der Spannung wegnimmt. Ich besitze auch das Buch von Ken Follett, habe es aber noch nicht gelesen. Das werde ich jetzt schleunigst nachholen, da für mich im Film einiges "ungereimt" ist.
Die Schauspieler sind klasse, allen voran Heiner Lauterbach und Isabella Ferrari. Hier und da kann man -trotz des ernsten Themas- auch lachen. Insgesamt gut gemacht.

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Bewertung von Steffen am 19.05.2010 ***** sehr gut
Ich finde den Film absolut sehenswert. Er ist sehr gut gemacht und spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Sollte in keiner Sammlung fehlen.

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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 28.01.2010 ***** weniger gut
Bei Oxenford Medical wird am Weihnachtsabend eingebrochen und ein ebolaverwandtes Virus namens Madoba-2 gestohlen. Durch einen Schneesturm werden die Diebe gezwungen Schutz zu suchen und zwar genau im haus des Besitzers von Oxenford Medical, der seine ganze Familie zu besuch hat.

Diese Literaturverfilmung basiert auf Ken Follett gleichnamigen Roman Eisfieber. Der Fernsehfilmg war in zweite Teilen Ende Januar 2010 im ZDF zu sehen.
Die Verfilmung ist (leider) ein typischer ZDF Fersehfilm für die ganze Familie geworden: Mäßig spannend bis harmlos. Die ersten 90 Minuten plänkeln vor sich hin. Die Schauspieler sind OK, aber insgesamt erinnert die Machart an die ZDF Rosamunde Pilcher Verfilmungen: Man weiß wie es ausgeht + schöne Landschaften. Rosamunde Pilcher auf hart eben. Familienzwistigkeiten die diesmal etwas extremer ausgetragen werden als mit den üblichen Intrigen und eine Liebesgeschichte von der man schon zu Anfang an weiß wie es ausgeht.
Die Familienstreitigkeiten der ersten 90 Minuten gipfeln in Kids (sehr vorhersehbarem) Verrat. Anders als bei Rosamunde Pilcher steht nicht die Liebesgeschichte zwischen Ex Polizistin Toni Gallo und ihrem Chef Stanley Oxenford im Vordergrund sondern der "Kriminalfall", aber natürlich kommen die beiden (vorhersehbarer Weise) zusammen. Die Bösen waren natürlich Bio-Terroristen die Christen und Moslems gegeneinander aufhetzen wollten. Klischeehafter geht es wirklich kaum.

Ich weiß nicht woran es liegt, möglicherweise an der geradlinigen, langsamen Erzählweise ohne die schnellen Schnitte, die man von guten Actionserien gewohnt ist. Keine interessanten visuellen Perspektiven in Kombination mit zweidimensionalen, klischeehaften Charakteren und durchschnittlichen Schauspielern. Vielleicht waren es aber auch die belangslosen und flachen Dialoge.
Besonders ging mir die brutaloschlampe Daisy auf die Nerven, die sogar für einen Gangster einfach zu dumm war und Kit, der nerdige Sohn aus guten Hause, der aber irgendwie vollkommen persönlichkeitsfre daherkami. Einziges Highlight waren Heiner Lauterbach als Stanley Oxenford und Isabella Ferrari als Antonia Gallo. Besonders die Figur der Antonia Gallo fand ich zu kurz gekommen in diesem Film.
Was mich als Biologe besonders nervte ist der weit verbreitete Grammatikfehler, dass es DAS Virus heißt und nicht der Virus.

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