Inferno / Robert Langdon Bd.4 - Brown, Dan

Dan Brown 

Inferno / Robert Langdon Bd.4

Thriller

Übersetzung: Merz, Axel; Schumacher, Rainer
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Inferno / Robert Langdon Bd.4

Folgen Sie Robert Langdon in eine Welt voller dunkler Abgründe und Geheimnisse: In seinem Buch Inferno schickt Dan Brown den Meister-Kryptologen wieder auf Spurensuche nach geheimen Symbolen und mystischen Zeichen. Dan Browns Inferno ist die Fortführung der in Illuminati begonnenen Geschichte des berühmten Harvard-Professors, der mit Kombinationsgabe und messerscharfem Verstand Verschwörungen aufdeckt. Schauplatz der Geschichte ist Florenz: Hier möchte Robert Langdon herausfinden, was es wirklich mit der Göttlichen Komödie des Philosophen Dante auf sich hat. Als der Wissenschaftler in die Toskana reist, ahnt er noch nicht, was ihn an der Westküste Italiens erwartet. Fasziniert von Dante Alighieri und seinem Werk stürzt er sich in ein teuflisches Spiel voller magischer Prophezeiungen. Die Reise des italienischen Dichters durch die Hölle wird auch für den Symbologen ein Abenteuer, das er nie wieder vergessen wird. Begleiten Sie den Protagonisten bei seinem Unterfangen, den florentinischen Frieden wiederherzustellen!

Alle Werke von Brown – von Sakrileg bis Das verlorene Symbol – wurden zu Verkaufsschlagern und hielten sich jahrelang auf den Bestsellerlisten. Kein Wunder: Wenn Robert Langdon versucht Licht ins Dunkel zu bringen, sind Fans Feuer und Flamme. Lüften Sie das Mysterium um Dante und lesen Sie den neuen Roman von Dan Brown: Inferno kaufen Sie online bei buecher.de!


Produktinformation

  • Verlag: (Bastei Lübbe)
  • 2013
  • Ausstattung/Bilder: 2013. 685 S. 215 mm
  • Seitenzahl: 688
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 150mm x 47mm
  • Gewicht: 930g
  • ISBN-13: 9783785724804
  • ISBN-10: 3785724802
  • Best.Nr.: 37015518
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.05.2013

Die Hölle ist ein Kreisverkehr
Ein göttlicher Thriller: Dan Browns Roman "Inferno" nimmt Dante beim Wort

Ich bin kurz schockiert. Ein Ich-Erzähler, der stirbt! Wie ist das möglich?

Von Clemens Meyer

Für meine Familie . . ." So beginnt Dan Browns neuer Roman. Lange grübele ich.

Was haben die drei Punkte zu bedeuten? Vater, Sohn und Heiliger Geist? Die Drei von der Tankstelle? Oder hat der Meister etwa drei Familien, zwischen denen er in wilder Hast, wie sein Alter Ego, der Zauberbergerstürmer Robert Langdon, hin- und herpendelt?

Oder ist die Drei nur eine Irreführung, eine falsche Spur Richtung Baker Street, ist die Familie in Wirklichkeit ein Synonym für die Illuminaten, aber Moment, die wurden ja schon von Dr. Langdon enttarnt, die Templer kommen auch nicht mehr in Betracht, und langsam beschleicht mich der Verdacht, dass Mister Brown (Doktor Brown bitte!) vielleicht tatsächlich seine eigene Familie meinte in der Widmung, mit der sein neuer Roman beginnt, und dass die drei Punkte (es gibt ja die Hobo-Dots, das Zeichen der Heimatlosen und Landstreicher; oder sind wir alle seine Familie, sind wir alle Dr. …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Freimütig bekennt Ijoma Mangold, dass er um Dan Brown bis dato einen dünkelhaften Bogen gemacht hat, "Inferno" ist sein Erstkontakt mit Robert Langdon & Co. Und der Rezensent muss gestehen, dass er sich bei der Lektüre prächtig amüsiert hat, wenn auch "natürlich unter meinem Niveau". Die Schnitzeljagd, in der, der "Poetologie des Geistesblitzes" folgend, ein obsessiver Dante-Spezialist den Renaissance-Kenner Langdon um das Schicksal der Menschheit rätseln lässt, ist von unwiderstehlicher Hingabe fürs Bildungsbürgertum geprägt, so der hingerissene Rezensent, der darüber gerne über logische Schwächen und wohlfeile erzählerische Tricks hinwegsieht. Die Liebe zu Boticelli, Brunelleschi, Boccaccio und dem Florenz der Medici versöhnt Mangold mit dem unerhörten Erfolg von Dan Browns Thriller-Reihe: "Der Untergang des Abendlands sieht anders aus".

© Perlentaucher Medien GmbH
Dan Brown unterrichtete Englisch, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Bedingt durch seine Herkunft (Vater Mathematikprofessor - Mutter Kirchenmusikerin) waren für ihn Wissenschaft und Religion keine Gegensätze und diese Kombination in seinen Veröffentlichungen machte ihn als Autor weltbekannt.Er lebt mit seiner Frau in Neuengland.

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Kundenbewertungen zu "Inferno / Robert Langdon Bd.4" von "Dan Brown"

14 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 14 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Manja Teichner aus Krefeld am 19.06.2013 ***** gut
Kurzbeschreibung:
Dante Alighieris »Inferno«, Teil seiner »Göttlichen Komödie«, gehört zu den geheimnisvollsten Schriften der Weltliteratur. Ein Text, der vielen Lesern noch heute Rätsel aufgibt. Um dieses Mysterium weiß auch Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard. Doch niemals hätte er geahnt, was in diesem siebenhundert Jahre alten Text schlummert. Gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks macht sich Robert Langdon daran, das geheimnisvolle »Inferno« zu entschlüsseln. Aber schon bald muss er feststellen, dass die junge Frau ebenso viele Rätsel birgt wie Dantes Meisterwerk. Und erst auf seiner Jagd durch halb Europa, verfolgt von finsteren Mächten und skrupellosen Gegnern, wird ihm klar: Dantes Werk ist keine Fiktion. Es ist eine Prophezeiung. Eine Prophezeiung, die uns alle betrifft. Die alles verändern kann. Die Leben bringt. Oder den Tod.
(Quelle: Lübbe)

Meine Meinung:
Professor Robert Langdon erwacht in einem Florenzer Krankenhaus. Er hat fürchterliche Kopfschmerzen und kann sich außerdem nicht an die letzten Tage erinnern. Die Ärztin Sienna Brooks erklärt ihm seine Situation. Er ist des Nachts mit einer Kopfwunde und verwirrenden Aussagen ins Krankenhaus gekommen und niemand wusste mit seinem Sätzen etwas anzufangen.
Wenig später wird es dann richtig turbulent. Ins Krankenhaus dringt eine Attentäterin ein, die es auf Robert Langdon abgesehen hat. Nur mit Hilfe der Ärztin kann er flüchten. Es beginnt eine abenteuerliche Jagt quer durch Florenz.
Während der Flucht findet Robert einen mysteriösen Gegenstand, den er komischerweise bei sich trägt. Allerdings weiß er nicht wo er diesen her hat.
Was hat es mit diesem Gegenstand auf sich? Können Robert Langdon und Sienna Brooks dieses Rätsel lösen?

Der Thriller „Inferno“ stammt aus der Feder des erfolgreichen Autors Dan Brown.
Die 3 Vorgänger „Sakrileg“, „Illuminati“ und „Das verlorene Symbol“, habe ich bereits alle gelesen und sie haben mir richtig gut gefallen. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an dieses Buch. Allerdings konnten sie nicht ganz erfüllt werden.

Professor Robert Langdon ist ein sympathischer Mann. Immer wieder wird er vom Autor in aufregende Abenteuer geschickt, die er lösen muss. Hier in diesem Buch leidet Robert an einer Amnesie und so klären sich viele Dinge erst im Verlauf des Buches.
An seiner Seite die Ärztin Sienna Brooks. Sie ist gut aussehend und intelligent, wirkt aber auch irgendwie geheimnisvoll.

Die Nebencharaktere und Gegner sind auch recht gut gelungen. Meist befinden sie sich im Hintergrund und er am Ende erfährt man als Leser mit wem man es wirklich zu tun hat.

Der Schreibstil des Autors ist recht leicht, allerdings mit ziemlich vielen Fachausdrücken. Die Sätze sind kurz und knapp und treiben die Handlung stetig voran.
Geschildert wird das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven, wofür die personale Erzählperspektive verwendet wird.
Die Handlung an sich ist schon irgendwie spannend gehalten. Dan Brown hat als Grundlage dieses Mal Dantes „Göttliche Komödie“ verwendet und es wirkt alles sehr gut recherchiert. Allerdings läuft auch dieses Mal alles nach einem bekannten Schema ab und zwischenzeitlich gibt es ziemliche Längen, wo die Spannung sehr abfällt und der Thriller eher einem Reiseführer gleicht. Es gibt außerdem sehr viele Wiederholungen und ist leider auch recht vorhersehbar, besonders für Kenner der anderen Bücher.

Das Ende war etwas enttäuschend. Es wirkt doch arg konstruiert und unglaubwürdig.

Fazit:
„Inferno“ von Dan Brown ist ein durchwachsener Thriller.
Dan Brown hat mit Dantes „Göttlicher Komödie“ eine interessante Grundlage gefunden, diese allerdings nicht ganz so gut umgesetzt.
Für Fans von Dan Brown und Robert Langdon ein „Must Read“, ansonsten eher ein na ja!

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Bewertung von Pünktchen66 am 17.06.2013 ***** ausgezeichnet
Wie immer hat Dan Brown wieder einen weltklasse Roman verfasst. Spannend und fesselnd von der ersten Zeile an.
Sehr zu empfehlen!

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Bewertung von Fasolt aus Schmitten am 11.06.2013 ***** ausgezeichnet
Mit dem Vorsatz, einfach das Gehirn wegzuklicken und den Plot möglichst vorurteilsfrei auf mich wirken zu lassen, nahm ich vor gut zehn Tagen den Thriller zur Hand. Mit dem Resultat, daß ich heute erst bei Kapitel 14 stehe und die Flinte ins Korn werfe. In erster Linie, da ich mich bei der Lektüre langweile.
Den Ausschlag gab ein Detail: daß nämlich der etwas begriffsstutzige Herr Langdon einer der weltweit besten Dante-Kenner und Renaissancespezialisten sein soll. Und das, ohne des Italienischen wirklich mächtig zu sein. Ohne seinen Dante im Original studieren zu können. Geschweige denn die vielfach zitierte Sekundärliteratur. Alles in Übersetzung. Hallo, wo bleiben da die Ansprüche an einen Harvard-Professor?
B. Scherrer
Bern, am 11. Juni

Es gibt 4 Kommentare zu dieser Bewertung
  • am 16.06.2013
    Warum dann 5 Sterne??

    (Inhalt anstößig?)
  • Fasolt aus Schmitten am 16.06.2013
    Das war nicht sarkastisch gemeint, sondern ein Anfängerfehler. Habe die Sterne übersehen.

    (Inhalt anstößig?)
  • am 16.06.2013
    Das regt zum Grübeln an, aber jetzt ist alles klar :) - danke für die gute Bewertung. Ich erspare mir das Buch, wie fast alle Werke von Herrn Brown.

    (Inhalt anstößig?)
  • Fasolt aus Schmitten am 16.06.2013
    Gute Idee. Oder Sie holen's in Ihrer Leihbücherei. Hauptsache, kein Geld verschwenden.

    (Inhalt anstößig?)

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 09.06.2013 ***** sehr gut
Dass Dan Brown immer ein wenig dick aufträgt, dafür lieben wir seine Geschichten. Und auch in “Inferno” lässt er sich in dieser Hinsicht nicht lumpen. Wieder mit von der Partie ist der Indiana Jones der Symbolik, Robert Langdon, wie immer mit einer schönen, geheimnisvollen und ausgesprochen cleveren jungen Frau an seiner Seite. Dieses Mal spielt Browns Thriller nicht nur in Florenz, der Stadt der Medici und der Renaissance, sondern auch in Venedig, der Stadt im Wasser und in Istanbul, dem Schmelztigel zwischen Okzient und Orient. Und wieder erfahren wir viel Wissenwertes über die einzelnen Städte und ihre bedeutende Geschichte. Auch macht er Lust, sich einmal näher mit Dante Alighieris Werk, der “Göttlichen Komödie” zu beschäftigen, als dessen berühmtester Teil wohl das “Inferno” gelten muss. So ist Dan Browns gleichnamiger Thriller wieder ein kurzweiliger, unterhaltsamer und spannender Reiseführer-Action-Krimi, der sich gleichzeitig einem drängendem Thema widmet: der wachsenden Überbevölkerung dieser Erde.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Diego S. aus Hessen am 09.06.2013 ***** sehr gut
Man kann dieses Buch lesen, ohne die anderen zu kennen, da die Geschichte nicht aufbaut. Robert Langdon erwacht in Florenz und kann sich an nichts erinnern. Eine mysteriöse Frau schießt auf ihn, jedoch gelingt ihn mit Hilfe von Sienna Brooks die Flucht. So beginnt die Verfolgungsjagd und die Entschlüsselung eines großen Rätsels rund um Dante Alghieri und seiner "Göttlichen Komödie". Steht die Welt kurz vor dem Ende? Stück für Stück erfährt man mehr über die Gründe des Aufenthalts in Italien. Wie in den anderen Büchern von Dan Brown, sind die Kapitel kurz gefasst und die Spannung ist sehr gut aufgebaut. Ständig möchte man weiterlesen, um mehr zu erfahren. Die Schauplätze sind sehr gut beschrieben. Die Charaktere sind in Ordnung und es gibt zahlreiche, sehr überraschende Wendungen. An einer Stelle spielt Dan Brown geschickt mit Ansichten, so dass man später die gleiche Passage mit völlig anderen Augen sieht. Trotz des Positives Feedbacks, habe ich auch ein paar negative Punkte. Die Hetzjagd empfinde ich in diesem Buch etwas langatmig und die Auflösung der Geschichte finde ich etwas "lasch", teils etwas unrealistisch. Das Ende etwas enttäuschend. Dies ändert nichts an der Tatsache, dass dieses Buch sehr gut ist, allerdings hätte ich mir etwas mehr Neuerungen gewünscht. Alles in allem ein sehr zu empfehlendes Buch, dass ihr sehr schnell durchgelesen haben werdet.

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Bewertung von Sonja aus Hannover am 06.06.2013 ***** gut
INHALT:
Robert Langdon ist zurück und er weiß anfänglich gar nicht wie ihm geschieht: er wacht in einem Krankenhaus in Florenz ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage auf und eine mysteriöse Frau schießt auf ihn. Auf der Suche nach der Lösung muss er ein Rätsel um Dantes Inferno entschlüsseln. Denn dieses birgt Verschwörung, Tod und Leben.

FAZIT:
Robert Langdon ist auch im 4. Teil auf der Suche: mal wieder. Und genau das ist der Grund, warum mich dieses Buch nicht vollständig überzeugen konnte. Die Suche nach des Rätsels Lösung ist mal wieder identisch aufgebaut: Lesen, Nachdenken, Losrennen (mit Frau an seiner Seite), lebensbedrohliche Verfolgungsjagden, schwups einen (oder mehr) geheimen Ausgang und nach gefühlten 1000 Wiederholungen der wichtigen kunsthistorischen Passagen endlich am Ziel angelangt. Einige Abschnitte habe ich nur noch überflogen, da ich anhand dieses Romans nicht einzelne Abschnitte der göttlichen Komödie von Dante auswendig lernen wollte.

Die Idee der Verschwörung ist auch nicht neu und wurde hier nur in Dantes Inferno verpackt. Die Charaktere neben Langdon waren mir alle unsympathisch bzw. deren Motivation teilweise etwas zu schwach herausgearbeitet. Das Buch lässt einen zwar nicht los, aber es ist auch nichts Neues. Mehr möchte ich für all diejenigen unter Euch, die es noch lesen wollen, nicht verraten

Nach jedem Kapitel kommt eine leere Seite. Hinzu kommt, dass das Buch viele Absätze enthält, so dass es bei anderer Gestaltung locker 100 Seiten weniger geworden wären. Die 26,- EUR finde ich nicht gerechtfertigt und danke meiner örtlichen Bücherei für diese Investition.

Ich vergebe 3 von 5 Punkten für diese maue kunsthistorische Schnitzeljagd.

http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/06/dan-brown-inferno-von-sonja.html

6 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 05.06.2013 ***** sehr gut
Atemlose Schnitzeljagd zur Rettung der Menschheit

Unvoreingenommen kann man das neue Buch des Erfolgsautors gar nicht lesen, wenn man die Vorgängerbücher kennt. Das Erscheinen des neuesten Spannungsromans des amerikanischen Bestsellerautors löste denn auch umgehend allüberall „Will-ich-unbedingt-lesen“-Aussagen aus.

Wieder einmal ist der Symbologe und Historiker Robert Langdon in arger Bedrängnis, um Schlimmstes zu verhindern. An sich für die Entschlüsselung ungelöster Zusammenhänge und Hintergründe von Symbolträchtigen Darstellungen, Schriften oder Fundstücken im Einsatz, beginnt die Geschichte dieses Mal nach einer mehr als mystischen Einführung und einem Bezug zur gar nicht lustigen „Göttlichen Komödie“ des italienischen Volksautors und Philosophen Dante Alighieri mit dem Aufwachen des Professors und der Erkenntnis einer Teil-Amnesie über die Vorgänge der letzten Stunden. In einem Höllenritt gilt es für ihn mit der Ärztin und hochintelligenten Sienna die irrwitzige Beölkerungseindämmungstat des wahnsinnigen Transhumanisten, Biochemiker und Eugenikers Bertrand Zobrist zu verhindern.

Diese neuartige Einführung in das dann folgende in aller Regel sehr aufregende und gehetzte Geschehen reizt zum Weiterlesen. Viele Kunsthistorische Informationen über Florenz, den mittelalterlichen Philosophen und Volksdichter Dante, aber auch viele Detailbeschreibungen über bauliche oder künstlerische Besonderheiten in der toskanischen Groß- und Kulturstadt hat Dan Brown spannend verpackt. Die bisweilen auch etwas irre und sehr konstruierte Geschichte liest sich zur Entspannung einerseits leicht, bietet andererseits durchaus zahlreiche anregende und informative Anteile, so dass man von der atemraubenden Geschichte mitgerissen und „unter Strom“ gesetzt wird. Das kann Dan Brown schon gut.

Etwa mehr Mühe und Weiterentwicklung im Schreibstil und der Erzähltiefe wäre allerdings wünschenswert, denn inzwischen erkennen auch Literaturgeringerfahrene die Systematik der Geschichten Dan Browns. Das tut der Spannung zwar keinen Abbruch, lässt aber doch ein Gefühlt des „Irgendwie-schon-mal-Dagewesenen“ zurück. „Inferno“ ist daher ein gutes, vielleicht sehr gutes verfilmbares Massenprodukt – aber ist das verwerflich? Kultur kennt viele Facetten. Trotzdem gibt dieses Mal nicht die volle Punktzahl und das, selbst wenn es das erste Buch von Brown gewesen wäre.

(c) 6/2013, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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Bewertung von Leser1954 aus Hamburg am 29.05.2013 ***** schlecht
Bis zum Ende von Kapitel 79 ein unterhaltsames und sehr spannendes Buch.
Ab dann ist nichts mehr so, wie es dem Leser vorher dargestellt wurde.
Die Beziehungen der Akteure zueinander, und die Geschichte an sich,
wird mit fadenscheinigen Begründungen auf plumpe Weise verdreht,
nichts ist so gemeint wie es vorher erzählt wurde.
Für meine Begriffe eine ziemlich miese Art, Spannung aufzubauen,
und die Buchseiten mit Gesülze zu füllen.
Mit dem Ende von Kapitel 82 habe ich aufgehört dieses Buch zu lesen.

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Bewertung von utaechl aus Bremen am 29.05.2013 ***** ausgezeichnet
Inhalt:
"Die heißesten Orte der Hölle sind reserviert für jene, die in Zeiten moralischer Krisen nicht Partei ergreifen." - Dante Alighieri "Die Göttliche Komödie"
Mitten in der Nacht schreckt Robert Langdon aus einem Alptraum auf - nur um festzustellen, dass er sich genau in einem solchen befindet. Ohne Erinnerung an die Tage zuvor, liegt er in einem Krankenhaus auf der Intensivstation. Anscheinend hat ein Schuss seinen Kopf gestreift. Zu allem Überfluss befindet er sich nicht in Boston, sondern in Florenz. Mit Hilfe einer Ärztin gelingt ihm die Flucht, bevor das nächste Attentat auf ihn erfolgt.
In seiner Kleidung war ein Probenbehälter mit einem unmissverständlichen Symbol eingenäht: Bio-Hazard. Trotz großer Bedenken öffnet er die Kapsel und findet darin einen kleinen Projektor mit einem Bild von "Il Mappa" von Botticelli - die bildliche Darstellung der Hölle aus Dantes "Inferno". Schon der anfangs erwähnte Alptraum hatte diese Darstellung zum Inhalt. Eine geheimnisvolle Frau fordert ihn immer wieder auf "Suche und finde". Bei eingehender Betrachtung der schaurigen "Mappa" findet er allerdings Veränderungen, die einen Hinweis auf ein weiteres Meisterwerk in Florenz geben. In einer atemberaubenden Schnitzeljagd muss Langdon erfahren, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint.
In einer zweiten Handlungsebene hadert der Leiter einer Organisation, die ungewöhnliche Wünsche von Klienten erfüllt, mit dem Schicksal. Der letzte Kunde hat sich vor wenigen Tagen von einem Turm in Florenz gestürzt. Zurück blieb ein sehr mysteriöser Auftrag, der ihm jetzt schlaflose Nächte bereitet.

Kritik:
Wie schon in den drei Romanen um den Symbologie-Professor zuvor, ist der Zeitraum zur Klärung des Rätsels nur rund 36 Stunden. Und je näher er seinem Ziel kommt, desto weniger Zeit bleibt zum Durchschnaufen.
Auch fasst Dan Brown wieder ein heißes Eisen an: Die Folgen der Bevölkerungsentwicklung auf der Erde. Sind Energieknappheit, Hungersnöte und Umweltverschmutzung Ursache oder Symptom? Steht hinter allem nicht der exponentielle Anstieg der Weltbevölkerung? Geht es in nicht allzu langer Zeit mit der Menschheit zu Ende, weil einfach der Platz fehlt und die Ressourcen zu Ende gehen? Wissen die Zuständigen, wie WHO und UNO etwa davon und verdrängen das Problem? Wie schon bei "Sakrileg" scheut sich Dan Brown nicht, das Kind beim Namen zu nennen. Vermutlich wird sein Roman deshalb von der Kritik entweder ignoriert oder zerrissen. Was schade ist, denn Brown hat einen grandiosen Plot abgeliefert, der mich gefesselt hat und übers Wochenende für Schlafmangel sorgte.
Beim Lesen von "Inferno" kam mir mein alter Deutschlehrer in den Sinn: "Was ist die Definition der Komödie?" Diese Frage stand im Zusammenhang mit "Der Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrematt. Er definierte die Komödie durch die Umkehrung der "Normalität". Bei Dante ist dieses Motiv in seiner "Göttlichen Komödie" ebenfalls wieder zu finden (zum Beispiel führt der Weg von der Hölle in den Himmel nach unten und nicht nach oben). Analog dazu wird die Gefühls- und Erfahrungswelt von Robert Langdon im Verlauf der Handlung immer wieder auf den Kopf gestellt. Wer ist Freund, wer ist Feind? Was ist überhaupt das Ziel der Jagd durch die Kunstwelt von Florenz und Venedig? Wie auch bei Dante, ist das "Inferno" kein leichter Stoff. Er fordert mit seinen Bezügen auf Kunstwerke und Rückblenden den Leser.
Das Studium der Renaissance-Komödie ist nicht erforderlich. Dank Langdons Erklärungen kommt man auch so zurecht. Es weckt allerdings die Lust, sich im Anschluss mit der "Divina Comedia" zu befassen.
Von mir bekommt "Inferno" 5 von 5 Sternen.

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Bewertung von sw aus Düsseldorf am 25.05.2013 ***** sehr gut
Spannend und gut zu lesen.

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