Säen mit dem Salzstreuer, Milch gegen Pilze, Begonien gegen
Schnecken - selten reicht ein Gärtnerleben aus, um so einen Schatz
an Erfahrung, Tipps und Tricks zusammenzutragen. Die Geheimnisse
der Klosterschwestern, die Tricks derer, die aus Schaden klug
geworden sind sowie Mond-, Wetter- und Bauernregeln hat die
Gartenbauingenieurin Andrea Kern in ihrem Buch Gärtnertricks aus
alter Zeit in der Reihe Mein Gartenberater zusammengetragen. Mit
einem guten Gespür für die Praxis hat die Autorin alle Kniffe nach
Tätigkeitsfeldern geordnet. In den vier Kapiteln - Säen und
Pflanzen, Düngen und Pflegen, Ernten und Lagern, Vorbeugen und
Schützen - findet der Hobbygärtner ganz schnell eine oft
verblüffend einfache Lösung für scheinbar unlösbare Fragen und
manch wertvollen Hinweis: Wer weiß schon, dass bereits Kaiser Nero
Kieselsteine unter die Wurzeln von Porree setzte, um dickere
Schäfte zu erzielen? Und dass es nicht nur gut aussieht, sondern
auch die Blattläuse von den Apfelbäumen vertreibt, wenn man
Kapuzinerkresse darunter pflanzt? Beim Pflegen und Düngen wird man
bald nicht mehr auf die Pflanzenjauche der Abtei Fulda verzichten
wollen, und schätzt Wildkräuter als Indikatoren für die
Bodenqualität. Vorbeugend und schützend hilft mickrigen Petersilie
ab und an ein Knoblauch-Tee, Kartoffelwasser vertreibt Blattläuse
und Moosextrakt hungrige Schnecken. Eine gute Ernte beschert das
Pflücken der Äpfel am späten Vormittag, während Kräuter und Salat
bei Neumond geschnitten werden sollten. Warum das alles so ist und
warum es wirklich wirkt, erläutert die Autorin und verweist dabei
auch auf wissenschaftliche Forschungen. Daher findet jeder, der
nicht aus Schaden klug werden will, in Gärtnertricks aus alter Zeit
alles für einen erfolgreichen grünen Daumen - Farbfotos, Skizzen,
Hintergru ndinformationen inklusive.