Lucas ist ein Yuppie und Workaholic, dessen Tagesablauf bis ins
Detail durchgeplant ist, Elsa ist eine Künstlerin, die sich ihre
Spontaneität bewahrt hat. Obwohl sie so unterschiedlich sind,
verliebt sich Lucas auf Anhieb in Elsa. Um auf Nummer sicher zu
gehen, lässt er ihre Wohnung verwanzen. Seine Avancen werden zwar
zuerst rüde abgewehrt, doch ist auch Elsa irgendwann fasziniert.
Trotz einem pannenreichen ersten Abend verlieben sie sich. Dann
kommt Elsa jedoch hinter die Spitzeleien. Amüsant und leichtfüßig,
nie geschmacklos, sondern immer charmant ist diese Lovestory bzw.
dieser Geschlechter-Zweikampf von Pierre Jolivet inszeniert. Die
Performance des Ensembles, allen voran Sandrine Bonnaire und
Vincent Lindon in den Hauptrollen, ist ebenso perfekt wie das
komödiantische Timing. Eine Screwball-Komödie mit Understatement à
la française, bei der nicht nur Frankophile die Frage "Kann
das Liebe sein?" mit Ja beantworten und sich in den Film
verlieben. Gute Laune garantiert.
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Um den alleinstehenden Geschäftsmann Lucas (Vincent Lindon) steht es denkbar schlecht. Nachdem ihn seine letzte Freundin reinlegte, ist er vorsichtig dem anderen Geschlecht gegenüber, kommandiert dafür gern seine Angestellten herum, telefoniert auf zwei Handys gleichzeitig und lässt die Aktienkurse des Unternehmens nach oben schnellen. Ein Businessman wie aus dem Bilderbuch.
Und da sieht er sie, die Traumfrau! Elsa (Sandrine Bonnaire), solo und wunderschön, soll ein Keramikfresko für seine Firma entwerfen. Da sich seine Begeisterung für das beginnende Werk in Grenzen hält, packt sie zornig ihre Sachen und geht. Das Alphatier setzt jedoch alles daran, sie wieder zurückzuholen und mit Charme zu umgarnen.
Eine wichtige Frage
Parallel zu seinen Balzaktivitäten überprüft ein Privatdetektiv Elsas Vita, verwanzt ihre Wohnung und rüstet sie mit versteckten Kameras aus. Gleichzeitig soll der "Spion" herausfinden, was das Objekt der Begierde alles so mag, damit der Verliebte Eindruck schinden kann. Als die 38-Jährige das Spionagenetz entdeckt, ist erst mal Schluss mit dem heißen Flirt, und sie fragt sich "Kann das Liebe sein?".
Pierre Jolivet erzählt mit einem hervorragend aufgelegten Hauptdarstellerduo, seinem Lieblingsschauspieler Vincent Lindon und Sandrine Bonnaire, eine verzwickt-charmante Liebeskomödie. Dabei zündet er ein Feuerwerk an pointiertem Sprachwitz, schildert einfallsreich den Zusammenprall gegensätzlicher Lebensentwürfe.