Eiger-Nordwand - Ulrich, Thomas

Thomas Ulrich 

Eiger-Nordwand

Mit Nagelschuhen und Hanfseil auf den Spuren der Erstbegeher

Mit Textbeitr. v. Daniel Anker, Anderl Heckmair u. a.
Gebundenes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
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Eiger-Nordwand

Im August 2002 steigen zwei Alpinisten mit der Ausrüstung der Erstbegeher von 1938 in die berüchtigte Eiger-Nordwand ein. Sind Spitzenbergsteiger von heute fähig, mit dem alten Material die Leistung der Eiger-Pioniere zu wiederholen? Der Bildband begleitet die beiden bei ihrer Spurensuche und beobachtet sie hautnah auf ihrem Weg ins Ungewisse.


Produktinformation

  • Verlag: As Verlag, Zürich
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 144 S. m. zahlr. Fotos.
  • Seitenzahl: 144
  • Deutsch
  • Abmessung: 30, 5 cm
  • Gewicht: 1214g
  • ISBN-13: 9783905111866
  • ISBN-10: 3905111861
  • Best.Nr.: 11330500
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.05.2003

Und wieder ruft das Todesbiwak
Das Bild ist der Zweck der Tat: Thomas Ulrich dokumentiert seine Retro- Besteigung der Eiger Nordwand
Eigernordwand: Wenige Namen aus der Welt des Gebirges dürften auch Flachlandbewohnern so geläufig sein wie dieser. Der für seine Wetterstürze berüchtigte, von Eis- und Steinlawinen überspülte Felsabsturz galt in den Dreißigerjahren als eines der letzten großen „Probleme” des Alpinismus. Als einer Vierer-Seilschaft unter der Führung von Anderl Heckmair 1938 zum ersten Mal die Durchsteigung gelang, war das eine europaweit beachtete Sensation. Sie wurde freilich sofort propagandistisch ausgeschlachtet: Wie geschaffen zur politischen Allegorie hatten sich die vier, die Deutschen Heckmair und Wiggerl Vörg und die Österreicher Fritz Kasparek und Heinrich Harrer, erst unterwegs zu einer gemeinsamen Seilschaft verbunden.
Zur politischen Heldensaga im Jahr des „Anschlusses” der „Ostmark” konnte der Aufstieg aber nur umgedichtet werden, weil die Eigerwand da bereits zu einer „vertikalen Arena” (Daniel Anker) geworden war – was sie bis heute blieb. Den Beobachtern von einer gegenüber liegenden Hotelterrasse bietet …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.07.2003

Propagandaschlacht am Berggipfel

Im Sommer 1938 durchstieg zum ersten Mal eine Seilschaft, die Münchner Heckmair und Vörg sowie die Österreicher Kasparek und Harrer, die "Wand der Wände": die Eiger-Nordwand. Sie brauchten dafür drei Tage. Den letzten, im Orkan, überlebten sie nur knapp. Das Ereignis war eine Sensation und galt der nationalsozialistischen Propaganda als Symbol des "Anschlusses" Österreichs ans Reich. "Großdeutschland hat den Eiger bezwungen" titelten die Zeitungen. Vierundsechzig Jahre später kletterten am 17. und 18. August 2002 zwei Bergsteiger aus Interlaken, dazu ein Kameramann und Fotograf sowie dessen zweiköpfiges Sicherungsteam durch die Wand, um in historischer Kleidung und Ausrüstung die Erstbegehung nachzustellen. Da man einen Fernsehfilm drehen wollte, hatte man sich für diesen Termin entschieden. Denn für diese zwei aufeinanderfolgenden Tagen sagten die Meteorologen schönes Wetter voraus. So benötigte man statt der drei Biwaks wie Kasparek und Harrer und der zwei bei Heckmair und Vörg nur eines und nahm statt der von den Erstbegehern eingesetzten Zsardsky-Säcke moderne Schlafsäcke mit. Die Verhältnisse am …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als schönes Buch in "klassischer Schwarzweißästhetik" lobt der Rezensent Mit dem Kürzel "rmp" dieses Buch über die nationalsozialistische Propaganda-Besteigung der Eiger-Nordwand als Symbol für den "Anschluss" Österreichs im Jahr 1938. Besonders kenntnisreich und lesenswert findet der Rezensent den Beitrag von Daniel Anker. Ansonsten merke man den Wiederholungskletterern von 2002 an, dass ihnen auf Grund des besseren Geräts das Klettern leichter als ihren Vorgängern fiel. Über den Erkenntniswert dieser "Retro-Besteigung" an sich lässt sich seiner Ansicht nach "lange philosophieren". Kurz: so richtig überzeugt hat ihn das ganze Unterfangen nicht.

© Perlentaucher Medien GmbH
Daniel Anker, geboren 1954, arbeitet als Reisejournalist und Bergpublizist. Er ist Verfasser mehrerer Skitouren-, Wander- und Radführer für viele Regionen der Schweiz sowie für Côte d'Azur, Languedoc-Roussillon und Kalifornien. Daneben gibt er Bergmonografien über grosse Gipfel der Schweiz heraus. Mitarbeit bei vielen Zeitschriften, Rezensent beim Schweizerischen Bibliotheksdienst. Er lebt in Bern.

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