Immanuel Kant (1724-1804) bedeutet eine Zäsur in der
Geistesgeschichte. Seine Kritik der reinen Vernunft (1781) hat auf
Epoche machende Weise die Frage nach der Möglichkeit von Metaphysik
gestellt. Diese Frage wurde im Allgemeinen besser verstanden als
Kants Antwort. Für viele blieb nämlich ungewiss, ob Kant der
Metaphysik den Todesstoß versetzen oder ob er sie von Grund auf
erneuern wollte. Jean Grondin erkennt Kants Antwort in der Wende
zur praktischen Vernunft. Er misst die kantische Philosophie an
ihrem eigenen Selbstverständnis und betont die Aktualität des
Konzepts von Freiheit als Selbstgesetzgebung.
»Grondin führt ohne Umschweife zur Zentralfrage Kants.«
information philosophie
"Grondin führt ohne Umschweife zur Zentralfrage Kants." (Information Philosophie)
Jean Grondin: Philosophiestudium an den Universitäten von Montreal, Heidelberg und Tübingen (1982 dort Promotion); Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Bonn 1988-89; Lehrtätigkeit an den Universitäten Laval (Quebec) und Ottawa; seit 1991 Professor an der Universität von Montreal.
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt: 1. Kants Protest gegen die metaphysische Indifferenz - 2. Die Kritik der reinen Vernunft als Propädeutik zur Metaphysik - 3. Das "Synthetische a priori" - 4. Der Aufbau der menschlichen Erkenntnis - 5. Der systematische Aufbau der ersten "Kritik" - 6. Der Phänomenalismus und der ästhetische Erfolg der Mathematik - 7. Die Logik einer apriorischen Naturkonstitution in der Physik - 8. Die Dialektik der syllogistischen Vernunft - 9. Die methodologische Kehre zur praktischen Vernunft - 10. Eine Metaphysik aus dem Sittlichen - 11. Die Zweckmäßigkeit der Urteilskraft
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