Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe - Frascella, Christian

Christian Frascella 

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe

Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013, Kategorie Jugendbuch

Aus d. Ital. v. Annette Kopetzki
Gebundenes Buch
 
1 Kundenbewertung
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
23 ebmiles sammeln
EUR 22,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe

Im Leben des jugendlichen Ich-Erzählers läuft streng genommen wenig rund: Die Mutter ist mit einem 13 Jahre jüngeren Tankwart durchgebrannt, für den Vater, einen Hilfsarbeiter, gehören Prügel zu den gängigen Erziehungsmethoden. Seine ältere Schwester Francesca - von ihm nur "Mönchsrobbe" genannt - richtet den Haushalt und verkümmert dabei zusehends in einer fiebrigen Frömmigkeit. Unser Held ist ein seltsamer Junge, zartfühlend und unausstehlich zugleich. Einer, der sich für einen gnadenlosen Schlägertyp hält, bei der Prügelei auf dem Schulhof aber im Handumdrehen auf dem Rücken landet; der eine große Klappe hat und nie weint; der seine Träume und Verletzlichkeiten hinter einer unerschütterlichen Arroganz versteckt, obwohl er jeden Tag Niederlagen einstecken muss und sogar von der schönen, unnahbaren Chiara, in die er sich verliebt, Prügel bezieht. Doch allem Spott zum Trotz, den er mit seiner aufmüpfigen Art provoziert, gibt es für ihn keine brenzlige Situation, kein noch so peinliches Missgeschick, keinen noch so kritischen weiblichen Blick, den er nicht zu seinen Gunsten umzudeuten vermag. Aber dann zeigt ihm ein Schicksalsschlag, der die Familie trifft, dass er dem Vater und der "Mönchsrobbe" näher steht als gedacht. Und vielleicht ist er sogar Chiara nicht ganz so gleichgültig, wie es zunächst erscheint ... Mit großartig charmantem Humor und liebenswerter Leichtigkeit erzählt dieser Schelmenroman die Geschichte eines Einzelgängers und Maulhelden. Eine Figur, die in ihrer Tragikomik zu Herzen geht und die sich im Laufe des Textes immer mehr den Respekt des Lesers erwirbt: als jemand, der mit unerschütterlicher Naivität und großem Herzen niemals aufgibt.


Produktinformation

  • Abmessung: 209mm x 136mm x 33mm
  • Gewicht: 482g
  • ISBN-13: 9783627001810
  • ISBN-10: 3627001818
  • Best.Nr.: 34537232

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Maike Albath entdeckt in diesem Adoleszenz-Roman des Debütanten Christian Frascella nichts Neues. Was der Autor und sein Held darstellen, hat Albath schon vor gut zehn Jahren in den Texten der "Gioventu cannibale", jener jungen italienischen Autorenschule, die mit schnellen Schnitten, Dialogen und schrägen Figuren den Entwicklungsroman a la Salinger zu erneuern versuchten, gelesen. Frascella, meint sie enttäuscht, vermag dem nichts hinzuzufügen. Die Macho-Posen seines Vorort-Helden mit der dicken Hose gehen ihr ganz schön auf die Nerven. Annette Kopetzkis in italienischem Jugendslang bewanderte Übersetzung kann daran auch nichts ändern.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.03.2012

Einsam wie ein Gott
Christian Frascella singt witzig das Lob des Machos

Regelmäßig kehrt er wieder, der Vorwurf mangelnder Wirklichkeitssättigung der Literatur. Dass von Deckungsgleichheit der beiden Sphären tatsächlich keine Rede sein kann, zeigt sich besonders prägnant am gemeinen Großmaul. Wie oft begegnet uns diese Spezies in der nackten, kalten Wirklichkeit - und wie selten in der Literatur! Das hat gute Gründe, denn für enervierende Verlierer-Charaktere, wohlgemerkt: keine subversiven Pikaros, lassen sich Sympathien nur schwer wecken. Perfiderweise ist die Lernresistenz in diesem Fall systemisch: Jede Blamage bestärkt das gemeine Großmaul lediglich in der Verachtung für die Umwelt. Die eigene Überlegenheit, so belügt und isoliert es sich immer weiter selbst, sei für andere eben unerträglich.

Christian Frascella hat es nun aber doch gewagt, einen solchen Maulhelden in die Literatur einzuführen. Wir lernen den siebzehnjährigen Ich-Erzähler bei einer Schulhofschlägerei kennen. Seinen Kampfstil weiß er nicht ausgiebig genug zu loben ("mein rechter Haken konnte verteufelt schmerzhaft sein"), bevor er einräumen muss, …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.07.2012

Lehrjahre eines Aufschneiders
Christian Frascellas Debütoman „Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe“ spielt mit den Elementen des Bildungsromans
Es ist so ähnlich wie bei einer dieser Tröten, die bei Fußballspielen oder Karnevalsumzügen reißenden Absatz finden: Am Anfang ist das gellende Geräusch aufrüttelnd und ganz erfrischend, aber nach einer Weile geht es einem unsäglich auf die Nerven. Ewig auf demselben Ton herumzunudeln, ist allerdings das Prinzip dieses Romans und zugleich die Pathologie des Helden. Der namenlose 17-jährige Ich-Erzähler gefällt sich dreihundert Seiten lang in Macho-Posen, prahlt herum, spielt sich auf, übertreibt und flunkert. Seine Vorbilder stammen allesamt aus Filmen, die von „Pulp Fiction“, „Die Waffen der Frauen“ über „Terminator“, „Haie der Großstadt“ und „2001: Odyssee im Weltraum“ bis zu „Rollerball“ und „Chinatown“ reichen.
  „Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe“ lautet der Titel des Debüts von Christian Frascella, der 1973 in Turin geboren wurde und mehr als eine Eigenschaft mit seinem Helden teilt. Frascella siedelt die Geschichte zwischen 1989 und 1990 an. Während …

Weiter lesen

"Dieses Buch war bereits ein literarischer Erfolg als es in die Buchläden kam. (...) Frascella ist schon jetzt ein Star." LA REPUBBLICA

"Kaum ein Coming-of-age-Roman mit einem ma?nnlichen, wu?tenden Ich--Erza?hler, der ohne den Vergleich zu J. D. Salingers "Fa?nger im Roggen" auskommt. Hier passt es aber perfekt: Wegen der Unmittelbarkeit und Heftigkeit der Sprache, wegen der Zerrissenheit und Verlorenheit des Protagonisten. Intensiv geschrieben." WDR1 live
Christian Frascella, 1973 in Turin geboren, hatte verschiedene Jobs, u.a. als Militäringenieur, Fabrikarbeiter und Telefonist. Christian Frascella lebt als freier Autor in Turin.

Kundenbewertungen zu "Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Lucas aus München am 31.10.2012 ***** ausgezeichnet
Das Buch "Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe" von Christian Frascella handelt von dem Leben des Ich-Erzählers, der zusammen mit seinem Vater und seiner Schwester in einem kleinen Ort in Italien lebt. Frascella beschreibt das Leben eines Jugendlichen, in dem alles aus den Fugen geraten schien. Seine Mutter verlies die Familie schon früh, sein Vater gibt sich dem Alkohol hin und scheut auch nicht davor seinem Sohn, "wenn nötig" eine Tracht Prügel zu verpassen, seine Schwester schließlich verhält sich in den Augen unserer Hauptperson viel zu angepasst, weshalb sie auch seltenst den Respekt ihres Bruders erntet. Somit muss sich der Freund seiner Schwester Francesca erst einmal beweisen, wie auch die neue Freundin des Vaters, die, in den Augen des Ich-Erzählers, weder seinen Vater verdient, noch in seine Familie passt. Die Umstände scheinen auch nicht besser zu werden, als der Ich-Erzähler beschließt die Schule zu schmeißen, in der, nebenbei bemerkt, doch jeder unter seinem Niveau ist, und stattdessen in einer Fabrik das Arbeiten anzufangen. Doch wird unsere Hauptperson hier ihr Glück finden? Wird er hier seinen Großmaul, der ihn trotz seines Macho-Verhaltens so liebenswert macht, verlieren? Und wie verhält sich ein Junge, der so von sich überzeugt ist, wenn er selbst zum ersten Mal seiner Liebe begegnet? Wie wird er für sie kämpfen um gleichzeitig seinem großen Rivalen eins auswischen zu können? Und wird die Familie am Ende nicht doch noch, unter all den Umständen zusammenhalten und eine Einheit werden?
Mich hat dieses Buch zutiefst bewegt. Nicht nur das Thema - das Leben eines Jungen, dem scheinbar in all seinen Wegen Steine gelegt werden, und trotz allem so geschickt sein Leben meistert - , sondern auch der Charakter des Jungen, wie er zu seinen Mitmenschen steht, fasziniert mich sehr. Am Anfang sehen wir erstmal sein Großmaul und finden den Ich-Erzähler vielleicht sogar ein wenig unsympathisch. Doch sobald wir die Lebensumstände genauer Kennen lernen, werden wir sein Verhalten verstehen und vielleicht sogar zu bewundern lernen. Und schließlich werden wir sehen, dass hinter dieser starken Fassade ein liebenswerter, ja auch zerbrechlicher Charakter ruht. Dieses Kennen lernen eines Menschen finde ich wahnsinnig spannend, weshalb ich jedem, der an anderen Menschen interessiert ist, unbedingt empfehle, dieses Buch zu lesen. Außerdem werden so viele Themen behandelt, die auch zu unserem Leben gehören und uns tief bewegen. Die erste große Liebe. Der erste Schritt ins selbstständige Leben. Konflikte mit der Familie. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt und zu guter letzt, vielleicht am Wichtigsten, mit sich selbst.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe" von Christian Frascella ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

5 Marktplatz-Angebote für "Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe" ab EUR 11,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
11,50 2,50 PayPal, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) buecherhesse 98,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 11,50 2,50 Banküberweisung, offene Rechnung, PayPal, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Modati/Buchland a.de 99,5% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 12,85 3,00 offene Rechnung Bücher Thöne 99,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 16,99 1,99 Banküberweisung Ein Lichtstrahl e.V. 100,0% ansehen
Mehr von